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music of the living dead. über die angleichung von leben und tod im brutal death metal.

Freitag | 4.10.2013 | 19:00 UhrConne IslandKoburger Str. 3Leipzig

Music Of The Living Dead. Über die Angleichung von Leben und Tod im Brutal Death Metal.

Vortrag und Diskussion mit Patrick Viol

Im Heavy Metal der 80er Jahre besingen Männer mit langen Haaren und schmierigen Lederkutten den dunklen Lord, er möge Ihnen einen Pakt anbieten, um den eigenen Tod besiegen und an seiner Allmacht partizipieren zu können – und das nicht selten im Falsett. Dem Teufel Frauen zu opfern, gilt als das bestialische Äquivalent, das zu erbringen die eisernen Männer sich willfährig bereit erklären.
Im Brutal Death Metal Mitte der 90er – der wohl krassesten, substilistischen Ausformung des Heavy Metals – gibt man sich oft mit Glatzen, düsteren Mienen und dicken, tätowierten Armen zwar männlicher als je zuvor, aber eben auch säkular und profan. Töten mit Hacken, chirurgischen Instrumenten und nicht zuletzt mit dem eigenen Genital setzt sich hier als Selbstzweck. Das Unwesen, welchem man sich hier anzuverwandeln versucht, ist das Kapital selbst nach der Seite seiner technischen Zusammensetzung: die maschinellen Produktionsmittel, das toten Kapital. Seinem blinden Voranschreiten gleich zu werden, darin feiert das männliche Subjekt des Brutal Death Metal einerseits seinen Sieg über seine sterbliche Natur. Am Instrument als Naturbeherrscher und als beherrschte Natur zugleich gerät es aber in einen Widerspruch mit sich selbst und zelebriert andererseits seinen eigenen Tod.
So erklingt im Brutal Death Metal sowohl stets eine Spannung zwischen Maschinellem und Organischem als auch der Versuch ihre Differenz zu tilgen. Dafür büßen, dass der Versuch misslingt, sich über das natürliche Leben zu erheben, muss: die Frau. Darin erweist man sich jeder Säkularisierung zum Trotz als traditionalistisch.
War der Zombie schon immer der Ausdruck dafür, dass sowohl Leben und Tod des Menschen nicht recht mehr sich unterscheiden lassen als auch für dessen blindes Weitermachen ohne Grund (denn der Zombie frisst nur um zu fressen, weil er nicht verhungern kann) so lässt sich Brutal Death Metal als die Musik von Untoten begreifen. Zur Behandlung dieser These wird sich im Vortrag vor allem auf die Analyse des musikalischen Materials bezogen. Neben einer musikgeschichtlichen Einordnung des Brutal Death Metal werden Szene-übliche Accessoires, Hörbeispiele und Videos präsentiert – und ‚live‘ Gitarre gespielt.

veranstaltet in Zusammenarbeit mit „Extrablatt – Zeitschrift aus Gründen gegen fast Alles“

[cee ieh]

light bearer. dezafra ridge.

light bearer

Do, 19. Juli 2012, 21:00, Kulturzentrum Altes Theater Dessau, Kavalierstraße 53

LIGHT BEARER VS. DEZAFRA RIDGE // DESSILENCE # 1

vergrössern vergrössern DESSILENCE: Unter dieser neuen Konzertreihe stellt das Dessauer Label Halb-7-Records ausgefallene, interessante und hörenswerte Bands sowie spezielle Musikrichtungen vor. Auftakt für DESSILENCE # 1 ist das Livekonzert mit LIGHT BEARER (UK) und DEZAFRA RIDGE (D), welches am Donnerstag d. 19.Juli 2012 im Alten Theater Dessau stattfindet. LIGHT BEARER gründeten sich im Jahr 2010, und verstehen sich als ein allumfassendes Kunst / Musik / Erzähl Projekt, basierend auf Geschichten von Sänger und Texter Alex CF. Die Band spielt eine Mischung aus melodischem Post-Hardcore, progressiven Metal, Post Rock, atmosphärischen Ambient-Drone und einigen Elementen aus dem Electronik- sowie Klassikereich Das Konzept ist Programm: Über den Verlauf von vier Alben soll, basierend auf Philipp Pullmans „His Dark Materials“ Trilogie, John Miltons „Paradise Lost“ und dem Buch Moses die Geschichte Luzifers – des LICHTBRINGERS, erzählt werden. Teil Eins, welcher in Form von „Lapsus“ bereits erschienen ist, beschreibt Luzifers Verbannung aus dem Himmelreich. Die Songs, bei einer Spielzeit von 15 Minuten könnte man fast schon von Werken reden, sind so strukturiert, dass sie einen speziellen Erzählmodus verfolgen, der durch (s)ein vielschichtiges, fast monströs anmutendes Soundgerüst eindrucksvoll getragen wird. Musikalisch sind LIGHT BEARER jedenfalls keine dieser austauschbar beliebigen Gruppen und machen es sich und anderen erst recht nicht einfach. Was hier passiert ist in Worten nur schwer zu vermitteln. Der gewaltige, breite Sound und die ständigen Wechsel zwischen leidenschaftlichen Melodien, verträumten Klangflächen, massiven, verzerrten Gitarrenwänden, tonnenschweren Riffs und verzweifelten Screams durchdringen jeden Gehörgang und gehen quasi durch Mark und Bein. Als Opener dieses besonderen Abends wird die junge aufstrebende Leipziger Formation Dezafra Ridge mit ihrem drückendem DOOM/METAL/SLUDGE Geschütz auffahren und dem Publikum kräftig einheizen. Im Anschluß dieser beiden Klangwalzen gibt es Apokalypse vom Plattenteller, gesteuert von DJ Fx. Dieser Abend sollte Spuren hinterlassen. Unbedingte Empfehlung für Freunde von NEUROSIS, CULT OF LUNA, FALL OF EFRAFA, BLACK SABBATH, CATHEDRAL usw Tickets: VVK 6 EUR + 1 EUR Gebühr / AK 8 EUR Doors Open: 21 Uhr Web: http://lightbearerband.wordpress.com/ http://dezafraridge.bandcamp.com/

rosetta.

rosetta

Samstag, 30. Juni 2012, 21:00, @ conne island cafe

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