Tag-Archiv für 'berlin'

no al quds.

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Fr | 25. Juli | 13:00 Uhr | Adenauerplatz | Berlin

Kein Al Quds-Tag 2014.
Gemeinsam gegen den größten antisemitischen Aufmarsch Deutschlands.

Am 25. Juli 2014 soll der diesjährige größte antisemitische Aufmarsch Deutschlands in Berlin stattfinden. Anlass ist der internationale Al Quds-Tag, der im Jahr 1979 vom iranischen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini ausgerufen wurde. Der Al Quds-Tag (Al Quds ist der arabische Name für Jerusalem) wurde als politischer Kampftag eingeführt, um für die Eroberung Jerusalems und die Vernichtung Israels aufzumarschieren. Seit 1996 zieht der Al Quds-Tags-Aufmarsch jedes Jahr durch die Berliner Innenstadt. Organisiert wird das Ganze von der Hisbollah-nahen „Unabhängigen Al Quds-AG“. Anmelder und Hauptorganisator ist der Berliner Jürgen Grassmann, der in einem Video anlässlich des Al Quds-Tags 2013 davon spricht, dass die weltweiten Ereignisse „nicht zufällig und auch nicht unabhängig voneinander“ geschehen würden, sondern „Verbrechen der Zionisten und ihrer Handlanger“ seien. Auf ihrer Internetseite spricht die Al Quds-AG zudem davon, dass die „öffentliche Meinung durch die zionistisch beeinflussten Massenmedien gezielt und trickreich manipuliert“ würde. Das antisemitische Stereotyp der jüdischen Weltverschwörung wird in diesen und in noch vielen anderen geäußerten Sätzen nur allzu offensichtlich.

Die Teilnehmenden treten für ein menschenverachtendes Weltbild ein und tragen seit Jahren auf dem islamistischen Al Quds-Tags-Aufmarsch neben dem antisemitischen Vernichtungswillen auch frauenverachtende und trans- und homosexuellenfeindliche Hetze auf die Straße. Zudem propagieren sie Hass gegen religiöse und ethnische Minderheiten.

So erklärt es sich auch, dass auf den Berliner Al Quds-Tags-Aufmärschen in den letzten Jahren wiederholt Neonazis mitgelaufen sind. Obwohl es auf den ersten Blick, aufgrund der Internationalität der Veranstaltung, verwunderlich klingen mag, so ergibt es im Ergebnis doch einen Sinn: Der Hass auf einen gemeinsamen Feind vereint unterschiedliche Akteure. Dies trifft auch auf andere auf dem Aufmarsch teilnehmende politische und religiöse Gruppen zu, die sich sonst feindlich gegenüberstehen.

Das gleiche Muster findet man bei den verschwörungstheoretischen rechten Berliner Montagsdemos „für den Frieden“ der letzten Wochen vor, deren Organisator*innen eine Querfront-Strategie verfolgen. Die Inhalte dieser Montagsdemos decken sich größtenteils mit denen des Al Quds-Tags-Aufmarsches. Die dortigen Teilnehmenden vereint der Kampf gegen die sogenannte jüdische Weltherrschaft, die „die Fäden hinter den Kriegen in allen Teilen der Welt ziehen“. Neben vielen deutschen Nationalist*innen, „Reichsbürgern“, der Führungsspitze der Berliner Neonaziszene und anderen Verschwörungstheoretiker*innen nahmen an den rechten Montagsdemos auch Jürgen Grassmann und weitere Organisator*innen des Berliner Al Quds-Tags-Aufmarsches teil. Es ist zu befürchten, dass sich aus diesem Umfeld ein Mobilisierungsschub für den 26. Juli ergeben könnte.

Wie die Vorstellung von Neonazis und anderen Menschenfeinden von „Frieden“ aussieht, hat die Geschichte ausführlich gezeigt. Dennoch gelingt es antisemitischen Gruppen in letzter Zeit mit dem Kampf für ihren „Frieden“ viele Anhänger*innen für ihre Ideologie zu gewinnen. Erfolgreichstes gegenwärtiges Beispiel dafür ist die internationale antisemitische Kampagne BDS (Boycott, Divestment and Sanctions). Unter dem Deckmantel, für Menschenrechte eintreten zu wollen, rufen die Organisator*innen zu einem Boykott und einer Isolierung des jüdischen Staates Israel auf. Ihr Ziel ist es, über diese Mittel den Bewohner*innen Israels höchstmöglichen Schaden zuzufügen und auf das Ende des jüdischen Staates hinzuarbeiten. Die Wahl ihrer Mittel offenbart dies: So begannen Aktivist*innen Ende letzten Jahres, israelische Produkte in irischen Supermärkten mit gelben Aufklebern zu kennzeichnen. Die historische Analogie zum „Judenstern“ während des Nationalsozialismus ist offensichtlich und nicht zufällig.
Dass sich die BDS-Aktivist*innen für Menschenrechte einen Dreck interessieren, wird sofort deutlich, wenn man sieht, dass sie zu allen großen internationalen Konflikten, in denen tausende Menschen sterben, schweigen. Stattdessen bedienen sie sich in Bezug auf Israel der Dämonisierung, doppelter Standards und der Delegitimierung.

Antisemitismus wird in Europa immer salonfähiger. Immer mehr jüdische Gemeinden fühlen sich akut bedroht. Die antisemitische Bedrohung äußert sich vielseitig, nicht nur durch unzählige Hass-Kommentare im Internet. Immer wieder kommt es auch zu körperlichen Angriffen, zum Beispiel Ende April in Berlin, als sechs Täter einen Mann angriffen und niederschlugen, weil er Israeli ist. Das Opfer kam mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus. Der Anschlag mit vier Toten gegen das Jüdische Museum, Ende Mai in Brüssel, ist also nur die Spitze des Eisbergs.

Wir treten entschieden gegen Antisemitismus ein. Deswegen wollen wir auch nicht zulassen, dass am 25. Juli mehrere hundert Antisemit*innen ungestört durch die Berliner Innenstadt ziehen können und dort offen ihre Vernichtungsvorstellungen propagieren. Es sollte für Antifaschist*innen eine Selbstverständlichkeit sein, sich an den antifaschistischen Gegenprotesten zu beteiligen und gemeinsam gegen den größten antisemitischen Aufmarsch Deutschlands vorzugehen.

Wir fordern:

Solidarität mit den Opfern von antisemitischer, rassistischer, islamistischer, frauenverachtender und trans- und homosexuellenfeindlicher Politik.
Gegen jegliche Vernichtungsdrohungen! Solidarität mit Israel und seinen Bewohner*innen.
Solidarität mit allen nach Freiheit strebenden emanzipatorischen Kämpfer*innen.
Kein Al Quds-Tag am 25. Juli in Berlin und anderswo.

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English Version:

No Quds Day 2014.
United against the biggest antisemitic demonstration in Germany.

On the occasion of Quds Day, the biggest antisemitic demonstration this year will be held in Berlin on June 25th. This day was proclaimed in 1979 by the Iranian revolution leader Ayatollah Khomeini to rally support for the conquest of Jerusalem (Quds is the City’s Arab name) and the destruction of the Jewish state Israel. Since 1996 the Quds demonstration has taken place in Berlin’s city centre. It is organised by the „Independent Quds Working Group“ (German: „Unabhängige Al Quds-AG“), which is affiliated with the Lebanese terror organisation Hezbollah. Jürger Grassmann functions as the main organiser and applicant of the demonstration. On a video on the occasion of last year’s Quds Day demonstration, Grassmann proclaimed that the global developments and the worldwide events „do not occur coincidently“ but are „crimes committed by Zionists and their dogsbodies“. On their homepage, the Quds working group propagates that „public opinion is manipulated deviously by Zionist mass media“. The antisemitic stereotype of the Jewish world conspiracy becomes obvious in this and many other statements.

The demonstration participants rally support for an inhuman and misanthropic view of the world. Besides their antisemitic will to annihilate the Jews, these demonstrators have been spreading misogynist hate as well as transphobia and homophobia on Berlin’s streets for many years. Additionally, they propagate hatred against other religious and ethnic minorities.

This is why neo-Nazis have attended the Quds Day demonstrations several times in recent years. Although this Nazi attendance may be surprising at first glance due to the international character of Quds demonstrations, the hatred against the common enemy – the Jews – unites the diverse participants. This also applies to other antagonistic religious and political groups who attend the Quds demonstration.

The same features can be found at the right-wing conspiracist Monday demonstrations under the motto „For peace“ which have been held in the last weeks. The political content and aims of these Monday demonstrations are congruent in large parts with the Quds demonstration. The participants are united in the struggle against the so-called Jewish world domination that „stands behind all wars in all parts of the world“. Jürgen Grassmann and other organisers of the Quds demonstration in Berlin have attended the right-wing Monday demonstrations together with many German nationalists, „Reichsbürgern“ (English: followers of the Government-in-exile of the German Reich), leading members of the Berlin Nazi scene and other conspiracists. There is reason to worry that this may led to a stronger mobilisation for the Quds demonstration.

History has shown how the idea of „peace“ looks like for neo-Nazis and other misanthropic people. However, in their struggle for „peace“, antisemitic groups have become increasingly successful in gaining more followers who believe in their ideologies. The most successful contemporary example is the international antisemitic BDS campaign (boycott, divestment and sanctions). Pretending to foster human rights, the BDS organisers call for the boycott and isolation of the Jewish state Israel. With these instruments, they try to achieve the highest damage possible against the citizens of Israel and the end of the Jewish state’s existence in the long term. This becomes obvious in their choice of means: at the end of last year, activists tagged Israeli products in Irish supermarkets with yellow stickers. The analogy to the yellow badge (German: „Judenstern“) from the Nazi period is evident and intended. That BDS activists only pretend to foster human rights becomes evident due to their silence towards other major international conflicts where people are dying in thousands. They instead demonise and delegitimize Israel. Israel is judged under double standards that no other country has to face.

Antisemitism in Europe has become increasingly accepted in the mainstream. More and more Jewish communities feel seriously threatened. Antisemitic threats occur far and wide, not only as countless hate speeches on the internet. Physical attacks happen regularly. At the end of April for example, six perpetrators attacked and knocked down a man in Berlin just because he was Israeli. The victim was admitted to hospital with serious head injuries. This is why the terror attack at the end of May at the Jewish museum in Brussels, which ended in four deaths, can be understood to be just the tip of the iceberg.

We strongly stand up against antisemitism. This is why we don‘t tolerate an undisturbed march of hundreds of antisemites in Berlin’s city centre on June 25th, where they can propagate their extermination wishes openly. Anti-fascists should take the participation in counter protests for granted to act against the biggest antisemitic demonstration in Germany.

We demand:
Solidarity with all victims of antisemitic, racist, Islamist, misogynist,transphobic and homophobic policy.
Unity against all extermination threats! Solidarity with Israel and its citizens.
Solidarity with all emancipatory freedom seeking people in the Middle East.
No Quds Day on July 25 in Berlin and elsewhere.

Antifascist rally
25 July 2014 | 1pm | Adenauerplatz (U7, Berlin)

[http://noalquds.blogsport.de]

love techno. hate germany. antirep-benefiz.

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Freitag | 29. November | 23.45 | ://about blank | Berlin

love techno. hate germany. #30

Am letzten Freitag im November heißt es ab 23:59 Uhr zum letzten mal in diesem Jahr “love techno – hate germany” im ://about blank und gefeiert wird diesmal um Kohle für Antirepressionskosten zu sammeln. Mit dabei sind:

Mila Stern Chalalit, Halle

Yetti Meißner Sisyphos

Señor Whoogy 4Augenvögeln

N!nze & Okaxy reich & schoen, Leipzig

Jonn Dark reich & schoen, Leipzig

Momo ill Eat the Beat, Hamburg

kritische theorie. eine erinnerung an die zukunft.

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Freitag | 29. November | 14:00 bis Sonntag | 1. Dezember | 18:00 | Humboldt-Universität Berlin | Unter den Linden 6 | Berlin

Kritische Theorie. Eine Erinnerung an die Zukunft

Programm:

Freitag 29. November 2013
13:00 – 14:00 Ankunft

14:00 – 15:00 Eröffnung der Konferenz und der Ausstellung durch die Organisatorinnen und Organisatoren

15:00 – 16:30 Vortrag: Detlev Claussen »Im Zeitalter globaler Gleichzeitigkeit. Kritische Theorie der Gegenwart«

16:45 Eröffnung der Ausstellung »EXPEDITION 3013« von Sebastian Jung

17:15 Eröffnung der Ausstellung »This is not a protest song. Ästhetische Interventionen jenseits des Immer-Gleichen« kuratiert von Danilo Schaffer

17.30 – 19:30 Podium: Anne Eusterschulte / Clemens Nachtmann / Joachim Bruhn / Micha Böhme»Materialistische Gesellschaftskritik unter veränderten Bedingungen«
Moderation: Sebastian Tränkle

21:00 Vanessa Vidal
»Wo aber Mythos ist, wächst die Aufklärung auch. Performance einer Irrfahrt«

Samstag 30. November 2013
11:00 – 12:30 Vortrag: Gunzelin Schmid-Noerr »›Widerstand gegen die Gewalt des Bestehenden‹. Zur kritischen Theorie des Autoritarismus«
Ko-Referat: Sebastian Neubauer

11:00 – 12:30 Offener Raum: Fabian Hennig
»›How could we be anything other than materialists?‹ – Warum man sich in Kulturwissenschaften und Gender Studies neuerdings zum Materialismus gezwungen sieht«

11:00 – 14:30 Workshop 1: Sonja Witte »›Es geht nicht glatt, gerade in der Freizeit nicht…‹. Über das Unbewusste in der Kulturindustrie«

13:00 – 14:30 Vortrag: Helmut Dahmer »Restitution einer ›Kritischen Theorie‹. Zur Psychoanalyse«
Ko-Referat: Doris Maja Krüger

13:00 – 14:30 Inputreferat und Rundgang durch die Ausstellung »This is not a protest song. Ästhetische Interventionen jenseits des Immer-Gleichen« von und mit Danilo Schaffer

13:00 – 17:30 Workshop 2: Lukas Holfeld und Lotte Thaa »Flucht und Revolte. Zwei literarische Zeugnisse scheiternder Subjektivität«

14:30 – 16:00 Mittagspause

16:00 – 17:30 Vortrag: Gerhard Stapelfeldt »Dialektik der ökonomischen Rationalisierung. Von der Kritischen Theorie zur Kritik der Politischen Ökonomie«
Ko-Referat: Arne Kellermann

16:00-18:00 Offener Raum: Vanessa Vidal
»Erinnerung an eine kritische Theorie vor der „Kritischen Theorie“: Adornos Idee der Deutung«

18:00 – 20.00 Podium: Roswitha Scholz / Christine Kirchhoff / Elvira Scheich »
Moderation: Barbara Umrath

20:30 »Leichte, doch wohl auch kritische Unterhaltung – maßgeblich geschöpft aus den satirischen Anekdoten Eckhard Henscheids, lesend vorgetragen.«

Sonntag 01. Dezember 2013
11:00 – 12:30 Vortrag: Gerhard Scheit »Kritische Theorie und blinder Fleck des Souveräns«
Ko-Referat: Ilse Bindseil

11:00 – 14:30 Workshop 3: Nico Bobka »Kritische Theorie des Antiziganismus«

13:00 – 14:30 Vortrag: Jordi Maiso »Abschied von Gestern? Kulturindustrie heute«
Ko-Referat: Jakob Hayner

13:00 – 14:30 Offener Raum: Dirk Lehmann
»Geduld und Theorie. Ein Versuch über die gegenwärtige Lage und die Aufgaben von Theorie und Politik«

14:30 – 16:00 Mittagspause

16:00 – 18:00 Podium: Nina Rabuza / Lars Quadfasel / Dirk Braunstein / Jan Georg Gerber / Karina Korecky »Widersprüchliche Totalität und widerständige Subjektivität«
Moderation: Iris Dankemeyer

»Kritische Theorie. Eine Erinnerung an die Zukunft« ist
eine studentisch organisierte Konferenz. Unser Anliegen
ist es, die bisher zumeist vereinzelten Elemente einer
radikalen Gesellschaftskritik in einem Diskussionsraum
zusammen zu führen, in dem sich offen und kontrovers über
die Bedingungen und Möglichkeiten zur Transformation
der krisenhaften gesellschaftlichen Praxis und die Rolle,
welche eine kritische Theorie der Gesellschaft dabei spielt,
verständigt werden kann.
Versucht werden soll deshalb, den universitären Rahmen
bewusst zu überschreiten und eine nicht nur akademische
Auseinandersetzung zu führen.

Zusätzlich zu den Vorträgen und Podiumsdiskussionen wird es Workshops, Offene Diskussionsräume und Salons zur Diskussion der Vorträge geben.

Ankündigungstext:
Die spätkapitalistische Gesellschaft zeitigt Gedächtnislosigkeit. Mit dem Vergehen der Vergangenheit verschwindet das Bewusstsein von der Fortdauer des Archaischen in der Moderne. Es waren unter anderem Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Walter Benjamin, die im bürgerlichen Zeitalter die Erfahrung der Kontinuität von Herrschaft, Mythos und Unfreiheit unter veränderten Bedingungen zum Ausdruck brachten. Die Dialektik der Aufklärung, das Potential ihres Umschlages in Barbarei, hat sich in den Verbrechen des 20. Jahrhunderts manifestiert – und doch blieb die Veränderung der Gesellschaft im Ganzen aus. Die Resistenz gegen diese Erfahrung lässt sich im Bewusstsein allein nicht korrigieren. Dieser Mangel könnte durch die Kritik seiner gesellschaftlichen Genese erfahrbar gemacht werden und den blinden Fleck des Subjekts zum bewussten Gegensatz, der Erkenntnis der eigenen gesellschaftlichen Bedingungen, verwandeln. Die Psychoanalyse ist zu solcher Reflexion unverzichtbar.
Im Schwinden der materiellen Basis der Subjekte und der sich ausweitenden Unmöglichkeit ihrer Selbsterhaltung, sowie der Tendenz des Kapitals, die eigenen Voraussetzungen, die Quellen des Reichtums, die lebendige Arbeit wie den Naturstoff, zu vernichten, flüchten sich die Individuen zum Staat, zum Souverän. Im Bestreben nach grundlegender Existenzsicherung geht die Verwaltung des Körpers bis zu seiner Opferung an den Nationalstaat über. Selbsterhaltung in ihren instrumentell-rationalen Formen gleicht sich dem puren Wahnsinn an, weil die Formen, in denen sie sich zu realisieren versucht, selbst erodieren.
Auf dem Weltmarkt werden Frauen, Lesben und Transgender weiterhin doppelt ausgebeutet und stellen einen großen Teil der »working poor«. Unter den Bedingungen postkolonialer Staatlichkeit sind Individuen im Globalen Süden davon verstärkt betroffen. Statt aber zur allgemeinen Emanzipation von Staat und den kapitalistischen Produktionsverhältnissen beigetragen zu haben, wurden feministische Bewegungen in die bestehende Ordnung integriert.
Die Kulturindustrie organisiert die Integration der atomisierten Individuen. Als »Mittel der Fesselung des Bewußtseins« (Theodor W. Adorno) nimmt sie die Subjekte bis in deren letzte Triebregungen eisern in Regie. Der permanente Strom der physischen Reize zementiert den Schein absoluter Gegenwart. Gedächtnis- und wunschlos ist die Geschichte erstarrt. Im Gegensatz dazu ist die Erinnerung an die Zukunft der Versuch, den Erfahrungsgehalt materialistischer und dialektischer Kritik zu entfalten.

[http://kritischetheorie.org]

antifaschistische kundgebung. „kein al quds-tag 2013 – gemeinsam gegen antisemitismus“.

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Samstag | 13:00 bis 16:00 | Adenauerplatz | Berlin

[english version below]

Kein Al Quds-Tag 2013 – Gemeinsam gegen Antisemitismus

Auch in diesem Jahr rufen Islamist*innen am 3. August 2013 auf der ganzen Welt wieder zum internationalen Al Quds-Tag (arabisch: Jerusalem-Tag) auf, um für die Eroberung Jerusalems und die Vernichtung Israels aufzumarschieren. Der iranische Revolutionsführer Ayatollah Khomeini rief den Kampftag 1979 aus, um der internationalen islamischen Solidarität mit den Palästinenser*innen und dem Hass gegen den jüdischen Staat Israel Ausdruck zu verleihen.

Hoffnungsträger Rohani?

Am 3. August wird auch der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad, der sich vor allem mit seinem aggressiven Nationalismus, Antisemitismus und der Leugnung der Shoah profiliert hat, von Hassan Rohani abgelöst. Rohani wird gerne als „Reformer“ und „Hoffnungsträger“ gehandelt. Faktisch hat er aktiv an der Unterdrückung und Verfolgung von Regimegegner*innen teilgenommen. Außerdem ermittelt die argentinische Justiz mittlerweile gegen Rohani wegen Beteiligung an der Planung der Attentate in Buenos Aires 1992 auf die israelische Botschaft mit knapp 30 Toten und über 220 Verletzten und 1994 auf das jüdische Gemeindehaus mit 85 Toten und über 300 Verletzten. 2006 benannte der argentinische Generalstaatsanwalt Alberto Nisman unter anderem Rohani als Hauptangeklagten. Zusätzlich wird unter anderem Rohani als Verantwortlicher am Mykonos-Attentat in Berlin angesehen. Prinzipiell ist eine Präsidentschaftskandidatur nur unter Prüfung des islamistischen Wächterrats möglich. Es lässt sich also erahnen, dass Rohani nicht von der bisherigen politischen Linie abweichen wird. Das iranische Atomprogramm wird weiterverfolgt und außenpolitische Veränderungen werden von dem politischen und religiösen Oberhaupt Ayatollah Khamenei abgelehnt. Ziel bleibt es weiterhin, die „Islamische Revolution“ unter dem Deckmantel scheinbar demokratischer Verfahren weiter voranzutreiben. Auch innenpolitisch ist kaum damit zu rechnen, dass sich die Situation für die unterdrückten Teile der Bevölkerung ändert. Die Verfolgung von Homosexuellen, die massive frauenfeindliche Politik und das Verbot von allem, was nicht der religiösen Erbauung dient, wird im System der Islamischen Republik Iran nicht abgeschafft werden.
Auch ein neuer Präsident wird also kaum einen Kurswechsel im Iran einläuten. Ziel bleibt weiterhin die Stabilisierung und Ausweitung der sogenannten „Islamischen Revolution“ in aggressiver Abwehr von allem, was als „westlich“ gilt – also alles, was die Herrschaft im Iran erschüttern könnte. Dementsprechend wird beispielsweise der seit März 2011 andauernde Bürgerkrieg in Syrien als eine Inszenierung der USA und Israels verstanden, die dem Ziel diene, ihren Einfluss in der Region zu vergrößern und den „Iran einzukreisen“. Ziel des „Westens“ sei es, die „Wiege des Schiitischen Halbmondes“ zu zerstören.

Die Front des „Schiitischen Halbmondes“

Das iranische Regime bezeichnet sich selbst als Umma-Sozialismus (Umma = islamische Gemeinde). Bei diesem geht es darum, die „irdischen Grenzen“ hinter sich zu lassen, sich nach dem Glauben zu formieren und somit die Gemeinschaft aller Muslime zu erreichen. Das endgültige Ziel ist die Errichtung eines islamischen Staates unter schiitischer Vormacht. Ausgangspunkt sind mehrere islamische Staaten, die zusammengenommen die Form eines Halbmondes bilden. Diese Bewegung, mit der notwendigerweise die Vernichtung Israels einhergeht, wird maßgeblich vom Iran getragen.
In Syrien existiert im Gegensatz zum Iran eine feste Trennung zwischen Staat und Religion. Das syrische Regime besteht aus der Baath-Partei mit Baschar al-Assad als Präsidenten. Zentrales Element der Regierung ist der arabische Nationalismus. Vor allem ist diese Ideologie durch die Stilisierung Israels (mit der Unterstützung der USA) als Inbegriff der imperialen Bestrebungen und westlichen Modernisierung der arabischen Welt geprägt, gegen welche es sich als arabische Gemeinschaft zu wehren gilt.
Auch wenn keine einheitliche Linie zwischen Syrien und Iran existiert, gibt es doch genug, was die Staaten verbindet. So ist der Iran Unterstützer des Baath-Regimes. Auch die Hisbollah kämpft aktiv an der Seite der syrischen Regierung. Die Hisbollah ist der bewaffnete Arm des Irans im Libanon und verübt in dessen Auftrag weltweit Anschläge gegen Jüdinnen und Juden. Damit treibt der Iran die Idee des „schiitischen Halbmondes“ voran, bildet mit der Hisbollah und dem syrischen Regime eine feste Front gegenüber Israel.
Latent ist der Vorwurf der Zusammenarbeit Israels entweder mit den syrischen Rebellen oder dem syrischen Regime. So kämpft die Hisbollah unter ihrem Chef Hassan Nasrallah seit dem Mai 2013 mit dem Ziel, die „radikal sunnitisch-islamistischen Rebellen“ zu besiegen, die von der USA und Israel unterstützt würden. Auf der anderen Seite wird Israel unterstellt, Assad zu unterstützen. Dies kann als ein Beleg für die Willkür der Anwendung des Feindbildes Israel verstanden werden, dem je nach ideologischer Façon die Rolle des „bösartigen Strippenziehers“ unterstellt wird.

Al Quds-Tag in Berlin

Anmelder des Aufmarschs am Al Quds-Tag ist seit mehreren Jahren der Berliner Jürgen Grassmann. Gemeinsam mit der „Quds-AG“ organisiert er das antiisraelische Event und tritt auch als Anmelder, Teilnehmer und Redner bei verschiedenen antiisraelischen und vulgär-antiimperialistischen Veranstaltungen auf, um gegen die „Macht der Zionisten“ und die berüchtigten 1% zu wettern, die die Welt „aussaugen“ würden, wie er in einer Rede am sogenannten „internationalen Protesttag gegen Kapitalismus“ am 12. Mai 2012 sagte. Grassmann lässt sich auch gerne vom Querfrontler und Verschwörungstheoretiker Jürgen Elsässer hofieren, mit dem er die Liebe zum islamistischen Mullah-Regime und kruden Welterklärungen teilt. Im letzten Jahr nahmen über 1000 Personen aus ganz Deutschland an dem Al Quds-Tags-Marsch teil. Neben Islamist*innen, Unterstützer*innen der Hisbollah und sogenannten Friedensaktivist*innen waren auch immer wieder bekannte Neonazis anzutreffen. Auch die rechte Rapperin Dee Ex protestierte gegen den „zionistischen Raub“ Jerusalems.
Die Unterstützer*innen Irans und des Al Quds-Tags wollen am 3. August in Berlin aufmarschieren, um die Vernichtung Israels zu propagieren. Wir werden an diesem Tag unseren Protest gegen Antisemitismus, Islamismus, Sexismus und Homophobie auf die Straße tragen und uns diesem regressiven Aufmarsch in den Weg stellen.

Deshalb fordern wir:
Gemeinsam gegen Antisemitismus! Nieder mit den Regimen in Iran und Syrien!
Solidarität mit den emanzipatorischen Kräften vor Ort und im Exil!
Solidarität mit Israel!
Kein Aufmarsch am Al Quds-Tag am 3. August in Berlin und anderswo!

» Antifaschistische Kundgenung:
3. August 2013 | 13:00 Uhr | Adenauerplatz (U7, Berlin)

*** english version ***

Stop the Al Quds-Day 2013 – Together against anti-Semitism!

On the third of august 2013 Islamists from all over the world proclaim the international Al Quds-Day (Arabic: Jerusalem-day) to march for conquest of Jerusalem and against Israel.
The Iranian revolutionary leader Ayatollah Khomeini started the Al Quds-Day in 1979 to give utterance to the Islamic solidarity with the Palestinians and the hatred of the Israeli state.

Bearer of hope – Rohani?

Also on the third of august president Mahmud Ahmadineschad, who distinguished himself through aggressive nationalism, anti-Semitism and the denial of the holocaust, will be replaced by Hassan Rohani. Rohani is often thought of as a “reformer” and “bearer of hope”. Fact is that he actively took part in the repression and persecution of opponents of the regime. Furthermore the Argentinean judiciary is investigating Rohani’s involvement in the planning of the attack on the Israeli embassy in Buenos Aires 1992, during which 30 people where killed and 220 injured and the attack in 1994 on the Jewish community hall where 85 people were killed and more than 300 injured.
2006 the Argentinean attorney general Alberto Nisman named Rohani among others as the main accused person. Additionally Rohani is assumed to be, among others, responsible for the Mykonos-Assassination in Berlin.
A presidential candidacy on principal is only allowed after the examination by the Islamic Council of Guardians. Thus one can assume that Rohani will not differ from the previous policies. The Iranian nuclear program will be progressed and the political and religious leader Ayatollah Khamenei will not accept changes in the foreign policies. The aim still is the promotion of the “Islamic revolution” under the guise of seemingly democratic procedures.
Also in domestic policy one can‘t reckon with a change for the situation of the oppressed parts of the population. The pursuit of homosexuals, the brutal misogynistic politics and the prohibition of everything that is not meant for the progress of the religious system will not be abolished.
So even a new president will not herald the start of a change of policy.
The aim remains stabilization and expansion of the so-called “Islamic Republic” in opposition to everything that is thought of as “western” – everything that could unsettle the reign of the “Islamic republic”.
Consequently the civil war in Syria persisting since 2011 is understood as a political staging by the USA and Israel with the goal of increasing their influence in the region and surrounding Iran. They claim that the western goal is to destroy the “Shiite Crescent”.

The front of the “Shiite Crescent”

The Iranian regime calls itself umma-socialism (umma = Islamic community). The point thereby is to leave the “earthly borders” behind, to form by the belief and thus become the community of all Muslims.
The final aim is the establishment of an Islamic state under Shiite prevalence. The origin is several Islamic states that form a crescent together. This political and religious movement, essentially run by Iran inevitably must destroy Israel.
In contrast to Iran, Syria strictly separates between religion and state. The Syrian regime consists of the Baath-Party with Baschar al-Assad as president. The central Aspect of the Government is the Arabic Nationalism. The ideology is built on the Ida that Israel (with help from the USA) is the embodiment of imperial Ambitions and Western modernization of the Arabic world against which the community has to resist. Although there is no clear-cut course between Syria and Iran, there is enough that connects these states. Iran is supporter of the Bath-Party and the Hezbollah is fighting alongside the Syrian government. The Hezbollah is Iran’s military wing in Lebanon and commits assassinations against Jews worldwide. Hereby Iran promotes the idea of the „Shiite Crescent“ and creates a front with the Hezbollah and the Syrian regime against Israel.
There is a latent accusation that Israel either collaborates with the Syrian rebels or the Syrian regime. On the one hand the Hezbollah under command of Hassan Nasrallah has been fighting against the „Sunnite-Islamic rebels“ that where supported by Israel and the USA. On the other hand Israel is allegedly supporting Assad. This shows how randomly the enemy image Israel can be used depending on the ideological aim to imply that Israel is the „mean manipulator“.

Al Quds-Day in Berlin

Organizer of the march in Berlin is and has been the Berliner Jürgen Grassmann for many years. Together with the „Quds-Group“ he organizes anti-Israeli events and is participant and speaker at several anti-Israeli and crude anti-imperialistic events to rant against the „power of the Zionists“ and the notorious 1%, as it happened in his speech on the 12th of may 2012 at the „International protest day against capitalism“. Grassman likes to pay court to the third-positionist and conspiracy theorist Jürgen Elsässer with whom he shares the love for the Islamic Mullah-Regime and crude explanations of how the world works. In the past year more than 1000 people from all over Germany took part in the Al Quds-Day march. Beside Islamists and Iran-Supporters, so called peace activists and known Neonazis took part in the march. Alongside was the right-wing rapper Dee EX protesting against the „Zionist-robbery“ of Jerusalem.
The Supporters of Iran and the Al Quds-Day want to march on the third of August in Berlin to propagate the Destruction of Israel. We want to Take to the streets against Anti-Semitism, Islamism, Sexism and Homophobia and obstruct the regressive march.

That’s why we demand:
Together against Anti-Semitism! Down with the Regimes in Iran and Syria!
Solidarity with the emancipatory forces on site and in exile!
Solidarity with Israel!
No march on the Al Quds-Day on the third of august in Berlin and anywhere else!

Antifascist manifestation:
3. August ; 1 pm ; Adenauerplatz (U7, Berlin)

linke buchtage berlin 2013.

linke buchtage 2013

Die 11. Linken Buchtage Berlin finden am Wochenende vom 14. bis 16. Juni 2013 statt.

Am Wochenende vom 14. bis zum 16. Juni finden im Mehringhof in Kreuzberg die 11. Linken Buchtage Berlin statt. Wie in den vergangenen Jahren suchen linke AutorInnen und VerlegerInnen den Kontakt zum politisch interessierten Publikum und gestalten mit Euch und uns drei Tage mit Lesungen, Diskussionen und Informationsveranstaltungen. Das Programm der Linken Buchtage möchte das breite Ideenspektrum linker Debatten der letzten (und kommenden) Zeit abbilden, und wir hoffen hiermit, den Rahmen für kontroverse, intensive und konstruktive Debatten bereitzustellen.

Zahlreiche linke und unabhängige Verlage werden auch dieses Jahr wieder mit Ihrem aktuellen Programm vor Ort sein. Der Eintritt ist frei.

Freitag: 17–22 Uhr
Samstag: 11–22 Uhr
Sonntag: 11–17 Uhr

Außer den Auftaktveranstaltungen finden alle Veranstaltungen in den Räumen des Mehringhofs statt:

Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin, U6 / U7 Haltestelle Mehringdamm.

www.linkebuchtage.de

wir werden gelebt. die bedeutung der freud’schen trieblehre für eine materialistische gesellschaftskritik.

Freitag | 14. Juni | 18.30 | HU | Dorotheenstraße 26 | HS 208 | Berlin

Wir werden gelebt – Die Bedeutung der Freud’schen Trieblehre für eine materialistische Gesellschaftskritik.

Vortrag und Diskussion mit Martin Dornis

Freuds Psychoanalyse zeigt grundlegende Veränderungen im Individuum in der spätkapitalistischen Gesellschaft auf und durchschlägt diese in kritischer Absicht. Andererseits werden diese Prozesse in Freuds Trieblehre dann auch wiederum naturalisiert. Dies soll im Vortrag anhand der Entwicklung der freudschen Trieblehre nachvollzogen werden. Dabei ist zu erörtern wie Freud zur Annahme eines Todestrieb gelangte. Gerade Freuds Triebkonzept wird häufig vorgeworfen, den Menschen auf ein reines Triebwesen zu reduzieren. Dieser Vorwurf wird dem Begriff des Triebes jedoch nicht gerecht. An diesem lässt sich vielmehr aufzeigen, dass Freud darauf zielt, dass Individuum als gleichzeitig natürliches und gesellschaftliches Wesen zu kennzeichnen. Gerade die Bestrebungen, den Begriff des Triebes zu eliminieren, ist vielmehr bestens dazu geeignet, Freuds Lehre ihrer gesellschaftskritische Intention zu berauben.

Eine Veranstaltung der HUmmel Antifa im Rahmen der Maiwoche 2013 „Die Wahrheit der Übertreibungen – Zum Verhältnis von Psychoanalyse und kritischer Gesellschaftstheorie“.

linke buchtage berlin.

linke buchtage berlin

Die 10. Linken Buchtage Berlin finden am Wochenende vom 15. bis 17. Juni 2012 statt.

Freitag: 17–22 Uhr
Samstag: 11–22 Uhr
Sonntag: 11–17 Uhr

Programm

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei!

Außer den Auftaktveranstaltungen finden alle Veranstaltungen in den Räumen des Mehringhofs statt:

Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin, U6 / U7 Haltestelle Mehringdamm.

myfest.

myfest

Dienstag, 1. Mai 2012, 12:00, Core Tex Records, Oranienstr. 3, 10997 Berlin/ Kreuzberg

Heraus zum 1. Mai in Kreuzberg 36!

Hardcore und Punkrock Bühne von und vor dem CORE TEX.

CORE TEX STAGE RUNNING ORDER myfest 1.05.2012

12.00 – 12.40 HARDCORE / PUNK MUSIK
12.40 – 13.15 FREI.SCHNAUZE
13.30 – 14.05 LA MAFIA DEL BAILE
14.20 – 14.55 CUT MY SKIN
15.10 – 15.45 OXO 86
16.00 – 16.35 ONE TRAX MINDS
16.50 – 17.25 THE HEADLINES
17.40 – 18.15 EMPOWERMENT
18.30 – 19.05 TOWERBLOCKS
19.20 – 20.00 PUNISHABLE ACT
20.15 – 21.15 GORILLA BISCUITS
21.30 – 22.45 ROLANDO RANDOM
23.00 – 01.00 HARDCORE / PUNK MUSIK DJ

footloose fest.

footloose fest

FOOTLOOSE FEST 1. & 2. Juli 2011, ://about blank, markgrafendamm 24C, BERLIN

Freitag, 1. Juli, ab 20Uhr

PUNCH (fastcore, US)

“Punch is a thrashcore band based in San Francisco, California, recognizable by fast, heavy sound with pulverizing breakdowns, intelligent song structures and absolutely plastering vocals.”

ALPINIST (düster hc)

“sind eine vierköpfige Hardcore/Crust Band aus Münster. “

MAKE OUT! (catchy post-punk)

“make out friends and sleepover pals are playing trashy party tunes and have lots of fun. drawing influences from pajouh and various no new wave post punk ndw bands. most of our songs have a feminist antisexist content. we would love to see you dance your ass off to them. we’d really like to play at your place, show, party… hang around with you and raid the cheap thrift stores of your city! “

Samstag, 2.Juli ab 16Uhr im Garten:

Vegane Leckereien, Distros, Infostände und Livemusik von:

TONAL NOMAD (impronoise)

Members von Me, Ship und Tyran Tyran zeigen erstmals auf der Bühne, was sie zu Hause sonst so machen. Impronoise. Nerdin’ it up!

WE SHOULD BE HIPPIES (nerdfolk)

<3 <3 <3

DIRTY DIAMOND (country)

Mit Gitarre und Mundharmonika wird da auch schon mal Black Flag gecovert. Klingt aber auch sonst supertoll. Lasst euch überraschen!

HENRI PARKER (songwriterkrams)

Singer/Songwriter aus Hamburg

Ab 20Uhr Drinnen:

PLANKS (doom)

“SOUNDS LIKE: Old Man Gloom, Breach, Damnation A.D., early Isis, Mastodon, Cursed, Perth Express with a hint of black metal.
HISTORY: PLANKS is a three-piece band founded in early 2007 after the old band of frank (bass) and ralph (guitar/vocals) ‘’hellstroem’’ broke up. in benny they found an incredible drummer who also plays drums for a crust band calles ‘’gunmob“.”

THE BLUE SCREEN OF DEATH (electropunk)

“The Blue Screen of Death is a german digital Punk band from Göttingen, using pieces of a drum, a Bass, Gameboysounds, some effects. Everything is overlapped by a female shouting voice.
The blue screen of death machen elektronisch-8bit-mäßigen Punk. Weil sie besser Computer spielen als Gitarre. Die Band wurde 2007 in Göttingen gegründet, wo ihre Mitglieder seitdem auf der Strasse angefeindet und gelegentlich auch verhauen werden, von richtigen Punkern, in deren enges Weltbild sie nicht passen. Dabei bringen sie alles mit was eine richtige Punkband ausmacht.”

ROBOTRON (electropunk)

“Robotron deflect their musical skills through a prism of old skool Zerstörungswut, and a self-made Theremin. Their slogan we are not weird was ultimately proven wrong, when they created a lottery for a cheese sandwich, prepared by themselves on stage during the show. Inside that sandwich was a crowd of tiny gibbons, covered in electro-punk chili-sauce, having a food fight. With an übelsten German accent, never before has the line fuck on the grass been delivered as casual!”

WAREHOUSE (post-hc)

“Warehouse gibts zwar scheinbar auch in Indonesien, aber die hier sind neu und fancy und heiß und bla… ‘Eightiespunkpostwhatever’ including tackleberry, ex-creetins, frau potz and late bloomers fame. Hailing from Kiel, Northern Germany. Hauke, Michel, Matthias, Aiko Awesome!”

LARA KORONA (postrock/hc)

“Lara Korona is a hardcore/ postrock fivepeace from Dippoldiswalde/ Dresden/ Berlin/ Germoney . Their early songs sounded more punk- and screamo- driven. now back on track with heavier tunes.”

Danach FOOTLOOSE FEST meets CLASH OF THE TITANS!
Gartenfloor: Disco, Pop und 80s(-Punk) hosted by FOOTLOOSE DJ SQUAD.

Mainfloor:

FFF (Murder channel, Planet mu)

ZFE (hirntrust grindmedia)

AMBOSS (sub/version)

H-KON (clash of the titans)

HETZA (clash of the titans)

PASTEE (clash of the titans)

POINGI (clash of the titans)

<3 <3 <3

Endlich wieder ein FOOTLOOSE FEST! Nach dem wir drei Jahre im sonst so sonnigen Freiburg unser Festival bei strömendem Regen abhalten mussten, haben wir nach zweijähriger Pause einfach den Ort und das Wetter gewechselt! Deshalb ist das Festival jetzt in Berlin, und zwar im heißen Juli. Das heißt nicht nur planschen und Strandfeeling im riesigen ://about blank-Garten, sondern auch tolle Bands und lustige After-Show-Parties, wie jedes Jahr! Und hey, wer braucht da schon die Fusion?

Wir hoffen, dass wir trotz der großstädtischen Übersättigung mit guten Shows ein paar Gemüter mit dem Festival erfreuen können, und dass sich auch ein paar eingefleischteFans aus dem Süden auf den Weg machen werden. Und damit das ganze eben nicht nur ein “normales” Berliner Konzert mit vielen tollen Bands ist, versuchen wir euch ein nettes, (politisches) Rahmenprogramm zu bieten.

Infostände, Distros, Veganer Kuchen und Programm auf der Gartenbühne!

Wir haben keinen Bock auf Rumgemacker, sexistische, homophobe o.Ä. Sprüche oder beschissenes “Tanz-“verhalten. Wer uns oder andere nervt muss gehen.

NO TOUGH-GUYS OR OTHER SEXIST BEHAVIOR, NO HOMOPHOBIA, NO RACISM, NO ANTISEMITISM. NO BULLSHIT.

footloosefest.tumblr.com

linke buchtage.

linke buchtage

03.06.–05.06.2011 · 18-22/12-22/12-14 Uhr · Mehringhof Kreuzberg

9. Linke Buchtage

Lesungsprogramm 2011:

Veranstaltet von Mehringhof e.V. mit dem Buchladen Schwarze Risse, dem Clash, der Schule für Erwachsenenbildung (SFE) und dem Mehringhoftheater

03.06.2011 · 18-22 Uhr ·

FREITAG

03.06.2011 · 18:00 Uhr · SFE 1
AfricAvenir International (Hrsg.):
50 Jahre afrikanische Un-Abhängigkeiten
Eine (selbst)kritische Bilanz

03.06.2011 · 18:00 Uhr · SFE 2
Jan Lohl:
Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus
Eine sozialpsychologische Studie zur Generationengeschichte des Nationalsozialismus

03.06.2011 · 18:00 Uhr · Blauer Salon
Martin Kempe:
Ermutigungen
für den aufrechten Gang im Betrieb

03.06.2011 · 18:00 Uhr · Buchladen Schwarze Risse
Initiative unzensiert.lesen:
Buchläden im Visier des Staatsschutzes
Staatliche Repression gegen linke Buchläden und Zeitungen und zu den jüngsten Verfahren

03.06.2011 · 20:00 Uhr · SFE 1
Gisela Elsner:
Flüche einer Verfluchten. Schriften zum Kommunismus
Kritische Schriften Bd.1. Vorgestellt von Jörg Sundermeier (Verbrecher Verlag)

03.06.2011 · 20:00 Uhr · SFE 2
Andreas Pretzel, Volker Weiß:
Ohnmacht und Aufbegehren
Homosexuelle Männer in der frühen Bundesrepublik vorgestellt von Detlef Grumbach (Männerschwarm Verlag)

03.05.2011 · 20:00 Uhr · Blauer Salon
Louis Althusser:
Ideologie und ideologische Staatsapparate
vorgestellt durch Frieder Otto Wolf, Übersetzer und Herausgeber

03.06.2011 · 20:00 Uhr · Clash
Gerd Dembowski:
Der Ball ist bunt
Fußball, Migration und die Vielfalt der Identitäten in Deutschland

04.06.2011 · 12-22 Uhr ·

SAMSTAG

04.06.2011 · 12:00 Uhr · SFE 1
Andreas Kemper:
(R)echte Kerle
Zur Kumpanei der MännerRECHTSbewegung

04.06.2011 · 12:00 Uhr · SFE 2
Guy Debord:
Ausgewählte Briefe 1957-1994
Vorgestellt von Birgit Lulay und Christoph Plutte, ÜbersetzerInnen

04.06.2011 · 12:00 Uhr · Blauer Salon
Bündnis für die Einstellung der §129(a)-Verfahren (Hg.):
Das zarte Pflänzchen der Solidarität gegossen
Zu den Verfahren und dem Prozess wegen Mitgliedschaft in der militanten gruppe (mg)

04.06.2011 · 12:00 Uhr · Buchladen Schwarze Risse
Pun Ngai, Ching Kwan Lee:
Aufbruch der zweiten Generation
Wanderarbeit, Gender und Klassenzusammensetzung in China vorgestellt von Ralf Ruckus

04.06.2011 · 12:00 Uhr · Clash
Philippe Kellermann:
Begegnungen feindlicher Brüder
Zum Verhältnis von Anarchismus und Marxismus in der Geschichte der sozialistischen Bewegung

04.06.2011 · 14:00 Uhr · Blauer Salon
Jan Gerber:
Nie wieder Deutschland?
Die Linke im Zusammenbruch des „realen Sozialismus“

04.06.2011 · 16:00 Uhr · SFE 1
Gisela Notz:
Theorien alternativen Wirtschaftens
Fenster in eine andere Welt

04.06.2011 · 16:00 Uhr · SFE 2
Torsten Bewernitz:
Konstruktionen für den Krieg
Die Darstellung von „Nation“ und »Geschlecht« während des Kosovo-Konflikts in den deutschen Printmedien

04.06.2011 · 16:00 Uhr · Blauer Salon
Alex Gruber, Philipp Lenhard:
Gegenaufklärung
Der postmoderne Beitrag zur Barbarisierung der Gesellschaft

04.06.2011 · 16:00 Uhr · Buchladen Schwarze Risse
Detlef Hartmann, John Malamatinas:
Krisenlabor Griechenland
Finanzmärkte, Kämpfe und die Neuordnung Europas

04.06.2011 · 16:00 Uhr · CLASH
Atlanta Athens, Juliane Juergensohn:
Riot Grrrl revisited
Geschichte und Gegenwart einer feministischen Bewegung Herausgegeben von Katja Peglow und Jonas Engelmann

04.06.2011 · 18:00 Uhr · SFE 1
Robert Claus, Esther Lehnert, Yves Müller:
Was ein rechter Mann ist
Männlichkeiten im Rechtsextremismus

04.06.2011 · 18:00 Uhr · SFE 2
Iris Dankemeyer und Oliver Schott diskutieren:
Wie links ist Polyamorie?
Streitgespräch zwischen Iris Dankemeyer und Oliver Schott

04.06.2011 · 18:00 Uhr · Blauer Salon
Roswitha Scholz:
Das Geschlecht des Kapitalismus
Feministische Theorien und die postmoderne Metamorphose des Patriarchats

04.06.2011 · 18:00 Uhr · Buchladen Schwarze Risse
Klaus Ahlheim und Horst Mathes (Hg.):
Utopie denken – Realität verändern
Bildungsarbeit in den Gewerkschaften

04.06.2011 · 18:00 Uhr · Clash
Klaus Bittermann:
The Crazy never die
Amerikanische Rebellen in der populären Kultur. Über Lenny Bruce, Robert Mitchum, Hunter S. Thomspon, Abbie Hoffman, Lester Bangs & Kinky Friedman

04.06.2011 · 20:00 Uhr · SFE 2
Werner Seppmann:
Risikokapitalismus
Krise, Widerspruchserfahrungen und Widerstandsperspektiven

04.06.2011 · 20:00 Uhr · Blauer Salon
Christof Mackinger, Birgit Pack (Hg.):
§278a –Gemeint sind wir alle!
Der Prozess gegen die Tierbefreiungs-Bewegung und seine Hintergründe

04.06.2011 · 20:00 Uhr · Clash
Wochenzeitung Jungle World:
Gottes Rottweiler kommt!
Der Papst besucht Berlin

05.06.2011 · 12-16 Uhr ·

SONNTAG

05.06.2011 · 12:00 Uhr · SFE 1
David Harvey:
Das Rätsel des Kapitalismus entschlüsseln
Den Kapitalismus und seine Krisen überwinden. Vorgestellt von Christian Frings (Übersetzer)

05.06.2011 · 12:00 Uhr · SFE 2
Henning Fischer:
»Erinnerungen« an und für Deutschland
Dresden und der 13. Februar 1945 im Gedächtnis der Berliner Republik

05.06.2011 · 12:00 Uhr · Blauer Salon
Brigitte Pick:
Kaktusküsse
Wer PISA nicht versteht, muss mit RÜTLI rechnen

05.06.2011 · 14:00 Uhr · SFE 2
Lann A. Hornscheidt:
Schimpfwörter – Beschimpfungen – Pejorisierungen
Wie in Sprache Macht und Identitäten verhandelt werden

05.06.2011 · 14:00 Uhr · Blauer Salon
Erwin In het Panhuis:
Aufklärung und Aufregung
50 Jahre Schwule und Lesben in der BRAVO

05.06.2011 · 14:00 Uhr · Buchladen Schwarze Risse
Juliane Beer:
Arbeit kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen
Roman

4. Juni 2011, 14 Uhr, Mehringhoftheater
»Erich Mühsam – kein Lampenputzer«
Lesung und Konzert

Erich Mühsam: Begnadeter Schüttelreimer, Münchner Räterevolutionär, Bohemien, langjähriger Festungshäftling, Kabarettist, Anarchist, Caféhausliterat, von den Nazis im KZ ermordeteter Jude. Wohlmeinende Ratschläge, er solle sich doch besser festlegen, ob er Künstler oder politischer Aktivist sei, ergingen häufiger an ihn. Von Frank Wedekind zum Beispiel: „Sie reiten stehend auf zwei Gäulen, die nach verschiedenen Richtungen streben; sie werden Ihnen die Beine auseinanderreißen.“ Mühsam verwarf solchen Rat. Der Vorwurf, er sei zu außenseiterisch, unrealistisch und habe Illusionen, prallte ohnehin an ihm ab: »Immer, wenn man mich einen Don Quichote nannte, wusste ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.«

Mühsams Texte werden gelesen von Harry Rowohlt und Thomas Ebermann, DJ Patex, Manuel Schwiers und Frank Spilker (»Die Sterne«) besingen sie.
Harry Rowohlt, 1945 in Hamburg geboren, arbeitet als Autor, Übersetzer, Schauspieler und Vortragskünstler. Seine Kolumne „Pooh’s Corner“ in der ZEIT erreichte Kultstatus, für die Hörbuch-CD »Pu der Bär« erhielt er 2000 die Goldene Schallplatte.
Thomas Ebermann, 1951 in Hamburg geboren, war in den siebziger Jahren im Kommunistischen Bund aktiv, in den achtziger Jahren grüner Abgeordneter in der Hamburger Bürgerschaft und im Bundestag. Seit seinem Parteiaustritt arbeitet er als Publizist und Buchautor.
Knarf Rellöm, Manuel Schwiers und Frank Spilker, Frontmann der Hamburger Band „Die Sterne“, vertonen seit Jahren Gedichte von Mühsam und tragen sie so in die Gegenwart. Da Knarf Rellöm diesmal nicht mit auftreten kann, wird die Hamburger Musikerin DJ Patex ihn vertreten.