fight back. nazidemo in merseburg stoppen.

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10 Uhr Bahnhof Merseburg. Am 21.06.2014 wollen Neonazis wieder durch Merseburg marschieren. Aufhänger ist, wie die Jahre davor, der Arbeiteraufstand vom 17.06.1953. Wie so oft versuchen sie sich in diesem Zusammenhang, gerade in Krisenzeiten, als „revolutionäre Alternative“ zum System darzustellen.

**Nationalismus ist keine Antwort…

Der, vom singenden NPD-Mann Hans Püschel verfasste Aufruf wettert in deutsch-nationaler Tradition gegen die „Glasperlenwährung wie den Euro“, Asylheime, die „wie Pilze aus dem Boden schießen“, die EU-Osterweiterung, bedient damit rassistische Ressentiments und verkauft Nationalismus als vermeintliche Krisenlösung. All dies wird dann mal eben zum „Freiheitswillen des deutschen Volkes“ erklärt, um doch noch irgendwie den Bogen zum 17. Juni und dem Thema der Demonstration zu schlagen. *Die eigentlichen sozialen Probleme wie voranschreitender Sozialabbau, Prekarisierung vieler Lohnarbeiter_Innen, Obdachlosigkeit etc., welche gerade dank der deutschen Wirtschaftspolitik europaweite Hochkonjunktur erfahren, werden dagegen wissentlich übersehen. *Letztlich bleibt es also bei der ewiggestrigen Nazipropaganda, die Sündenböcke sucht anstatt anzuerkennen, dass gesellschaftliche Probleme zu komplex sind, als dass jemand daran einfach nur „schuld“ sein kann. *Auch geht es ihnen darum, sich in Merseburg als Hegemonialmacht zu präsentieren und den „Kampf um die Straßen“ für sich zu entscheiden.

Rassismus erst recht nicht!**

Dass die Stadt Merseburg als Aufmarsch herhalten kann verwundert dabei recht wenig. Die Serie rassistischer Überfälle Ende Februar, die nur einen Bruchteil der alltäglichen rassistischen Gewalt in und um Merseburg darstellt, die darauffolgende Nazidemonstration am 01.03.2014 „Gegen Asylflut und linke Hetze“ sowie die immer neuen Schändungen der Gedenkstele für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma zeigen die Selbstsicherheit mit der Nazis in Merseburg und Umgebung agieren. Zuspruch bekommen sie unter anderem auf Facebookseiten wie „Merseburg gegen Asylanten“, wo sich Bürger aus der Mitte der rassistischen Hetze anschließen. Dass sich Nazis in Merseburg nach wie vor wohl fühlen ist unbestreitbar. Es ist daher notwendig ihre Hegemonialstellung zu brechen, damit sich alle, die nicht in das menschenverachtende Bild von Neonazis und Rassist_Innen passen, endlich frei bewegen können!

Setzt mit uns gemeinsam ein Zeichen gegen rassistische Hetze, soziale Ausgrenzung und nationalistische Engstirnigkeit! Am 21.06. in Merseburg Nazis blockieren!

[http://antifamsbg.blogsport.eu/]