thomas brasch. der passagier.

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Montag | 21. April | 20.00 Uhr | Schaubühne Lindenfels | Leipzig

»Liebe Freundinnen und Freunde des Klubkinos

ein amerikanischer Regisseur dreht in Berlin einen Film über den Holocaust. Der Film handelt davon, dass 13 jüdische KZ-Häftlinge als Komparsen in einem Propagandafilm mitspielen sollen, der Regisseur (Tony Curtis) sucht diese Häftlinge mit Unterstützung eines Rabbiners (George Tabori) selbst aus. Am Ende sollen die Häftlinge in die Schweiz fliehen dürfen. Im Laufe der Dreharbeiten kommt es zu Komplikationen, Unsicherheiten, Misstrauen und einem Fluchtversuch, der den geplanten Ausgang des Projektes in Frage stellt. Während der amerikanische Regisseur diesen Stoff verfilmt, rückt immer mehr die Frage nach dessen Glaubwürdigkeit ins Zentrum, nicht zuletzt durch Zeugen der damaligen Ereignisse.

Anhand eines Filmes über die Entstehung eines Filmes greift Brasch die Themen von Schuldverarbeitung und Selbsttäuschung auf. Braschs Film verweist auf den Einsatz jüdischer Kopmparsen beim Dreh des Harlan-Streifens ‚Jud Süß‘.

„Politisch möchte ich in der Aussage so klar, eindeutig und radikal sein, daß ich mir möglichst viele Feinde schaffe“, hat Thomas Brasch während der Filmarbeit gesagt. Heute Abend haben wir also Gelegenheit diesen eindrucksvollen Film nicht nur zu sehen und zu prüfen, ob wir damit zu Feinden oder zu Freunden dieses Filmes werden. Zusätzlich zum ohnehin seltenen Vergnügen den Film im Kino zu sehen kommt die Freude, dass er heute Abend in *35mm *läuft!!!

*Thomas Brasch – Der Passagier**(BRD 1988, 102 min.)
**Grüner Salon der Schaubühne Lindenfels**
**20 Uhr; Eintritt beträgt 7/6 Euro*

Wir freuen uns auf euer Kommen!«