zeugnisse von sinti und roma im erinnerungsarchiv des ajz dessau.

Do | 27. März 2014 | 19:00 Uhr | Galerie KUB | Kantstr. 18 | Leipzig

Zeugnisse von Sinti und Roma im Erinnerungsarchiv des AJZ Dessau

Vortrag und Film von Jana Müller

Seit 1998 sammelt das Zeitzeugenarchiv des Alternativen Jugendzentrums Dessau Zeugnisse von Verfolgten des Naziregimes. 2004 entstanden erste Kontakte zu überlebenden Sinti, einige dieser ZeitzeugInnen berichteten zum ersten Mal außerhalb der Familie von ihrer Verfolgung und fanden mit Unterstützung des Jugendzentrums Dokumente des Leidensweges von Familienangehörigen. Das AJZ forschte nach Spuren der Sinti aus Dessau-Roßlau, die Anfang 1938 aus der Stadt vertrieben wurden. So entstanden eigene Filmproduktionen wie zum Beispiel der Dokumentation „Was mit Unku geschah – Das kurze Leben der Erna Lauenburger“. Ein Interview des AJZ mit Franz Rosenbach bereichert die Ausstellung „Von Auschwitz in den Harz. Sinti und Roma im KZ Mittelbau-Dora“.
In der Veranstaltung stellt Jana Müller den Bestand des Archivs mit dem Schwerpunkt Sinti und Roma vor, berichtet von der Zusammenarbeit und dem sehr persönlichen Kontakt mit den ZeitzeugInnen sowie den Reaktionen Jugendlicher auf die ZeitzeugInnen, den aus dem Vermächtnis resultierenden Verantwortlichkeiten der Veröffentlichung von Materialien und der Vorbereitung auf die Zeit ohne direkte ZeugInnen/ Überlebende des Völkermordes an den Sinti und Roma.

Die Initiative „Geschichte vermitteln“ zeigt in Kooperation mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig die Wanderausstellung „Von Auschwitz in den Harz. Sinti und Roma im KZ Mittelbau-Dora“, eine Ausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.