Archiv für Februar 2014

cedron. no weather talks. the dimensions. ophelia lernt schwimmen.

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Samstag | 1. März | 22:00 | Reil78 | Halle

Z W E I J A H R E ::: S C H A F A U F E I S B E R G

00:15 / CEDRON (hardcore.punk.metal – söderhamn/SWE)
http://cedron.bandcamp.com/

Hailing from the town of Söderhamn (population less than 12,000) about 200kms north of Stockholm CEDRON are easily one of the hardest working bands in Sweden, and they have done so with a strong DIY approach. 2012 saw the release of their debut EP Watching The Sun Turn Pitch Black’ and 2013 the band toured Sweden, the UK and Europe.

23:30 / No Weather Talks (emo.punk – hamburg)
http://noweathertalks.bandcamp.com/

22:45 / The Dimensions (poppi punk – köln)
http://thedimensions.bandcamp.com/

22:00 / Ophelia lernt schwimmen aka Katakombo (punkrock – halle)

EINLASS AB 20:30 UHR
BEGINN UM 22:00 UHR
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www.reil78.de
www.schafaufeisberg.blogsport.eu
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faq. conne island.

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Samstag | 1. März 2014 | 18:00 Uhr | Conne Island | Leipzig

FAQ: Conne Island

Um das Conne Island ranken sich seit nunmehr 23 Jahren Gerüchte, Vorurteile, Mythen und Wunschvorstellungen aller Art. Während der Eiskeller einerseits als die anstrengende, ständig mit erhobenem Zeigefinger agierende Speerspitze der linksradikalen Szene in Leipzig und darüber hinaus gilt, wird er andererseits nicht selten als reine Konzertbude und Technoschuppen mit dem ein oder anderen pseudopolitischen Feigenblatt wahrgenommen. Nie lässt sich die Außenwahrnehmung jedoch verallgemeinern. Je nach eigenem Anspruch beurteilen Gäste das Island mal als zu yuppiemäßig (kein Sterni), zu punkermäßig (patziges Personal), zu unpolitisch (Oi!) oder als zu polit-spießig (P.C.-Polizei). Doch nicht nur unter Gästen, dem politischen und kulturellen Umfeld und völlig Außenstehenden herrscht Uneinheit darüber, was dieser Laden eigentlich will und sein soll – auch die Interessen und Vorstellungen der MacherInnen sind sehr unterschiedlich.
Mit der Diskussionsveranstaltung „FAQ Conne Island“ möchten wir allen Interessierten die Möglichkeit bieten, Fragen zu stellen sowie Kritik und Ansprüche zu formulieren. Wir wollen Rede und Antwort stehen – egal ob ihr wissen wollt, wie es zu Bandabsagen kommt, warum das Bier 2,40 € kostet, warum man sich auf die Caféöffnungszeiten nicht verlassen kann, ob das Palituchverbot nicht längst überholt ist oder warum nach wie vor so wenige Frauen auf unserer Bühne stehen. Vielleicht interessiert euch auch, wie das Conne Island funktioniert und wie man eigene Vorstellungen umsetzen kann.
Da das montägliche Plenum scheinbar nur für sehr wenige KritikerInnen und Interessierte einen Anlaufpunkt darstellt, wir aber mit anonymen Anschuldigungen, Facebookkommentaren und Halbinformationen aus Stammtischgesprächen nur wenig anfangen können, soll die Diskussionsveranstaltung den Rahmen bieten, mal kein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Kommt am 1.3. ins Conne Island und diskutiert mit uns!

[cee ieh]

kritik und organisation. diskussion über die „scherbentheorie“.

Freitag | 28. Februar 2014 | 19 Uhr | translib | Goetzstraße 7 | Leipzig

Kritik und Organisation. Diskussion über die „Scherbentheorie“

Mit anschließender Kneipe

Dem Siegeszug der klassenlosen Klassengesellschaft steht das hiesige subversive Milieu als ohnmächtiger Trümmerhaufen gegenüber. Ohne Aussicht auf eine bewußte Bewegung, die den bestehenden Zustand aufhebt, und weit davon entfernt selbst ein antagonistischer Faktor zu sein, bleibt die Praxis der verschiedenen Szenen und Subzenen, Gruppen und Grüppchen auf sich selbst bezogen: Man trifft sich regelmäßig bei Vorträgen, gerne in der Rolle der passiven Zuschauer_innen von Szenestars, organisiert Seminare und Demos, engagiert sich in der Antifa oder Antira, hängt auf Voküs, Queer Parties oder Kneipenabenden rum. Im besten Fall hat man mal eine gute Diskussion, schafft eine Publikation, die sich verbreitet oder erprobt hier und da ansatzweise neue Formen der Kollektivität. Meistens jedoch weisen Theorie und Praxis nicht über den eigenen Bekanntenkreis hinaus. Schließlich kommt der Punkt, wo die eigene Zeit zu schade wird, um sie auf Plena und den immergleichen abendlichen Vorträgen zu verbringen.
Gegen diese Tendenzen richtet sich die 2012 erschienene Scherbentheorie des ehemaligen Club für sich. Sie rückt dem behaglichen Szeneleben auf den Leib und denunziert dessen Beschränktheit. Auf Grundlage dieses Textes möchten wir den gegenwärtigen Zustand der Organisation revolutionärer Theorie und Praxis diskutieren und insbesondere deren oftmals völlig unbewusst reproduzierten Formen zum Gegenstand der Kritik machen. Dabei geht es uns um die Frage, welche neuen Formen und Orte der Auseinandersetzung und Assoziierung es geben kann, auf deren Basis eine communistische Organisation und Selbstbildung möglich werden könnte.

Text: http://magazinredaktion.tk/Scherbentheorie.php

[translib]

alaskan. caleya. hector savage.

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Do | 27. Feb | 21.00 | Zxrx | Leipzig

SWANSEA CONSTELLATION SHOW #025
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ALASKAN (Ottawa, Ontario, Canada – Sick Man Getting Sick Records / Moment of Collapse Records / Alerta Antifascista Records / Dwyer Records)

::: http://alaskan.bandcamp.com/
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CALEYA (Hamburg, Germany – Zeitstrafe Records)

::: http://caleya.bandcamp.com/
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HECTOR SAVAGE (Köln, Germany – 100 Kilo Herz)

::: http://hectorsavage.bandcamp.com/
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unur. froe char.

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do | 27. feb | 20:00 | goldhorn | leipzig

::awake in the greylight presents::

UNUR (chicago, modern tapes/genetic music)
minimal, dystopian, post-something

bereits zum dritten mal in leipzig! patrick scott aka UNUR. vergleiche mit TUBEWAY ARMY & KAS PRODUCT fielen, jedoch ist patrick auch im aktuellen retro-synth-fieber mit bands wie LED ER EST oder XENO & OAKLANDER zu verorten. synths, drummachines, guitar & distorted vocals. yeah!
http://moderntapes.bandcamp.com/album/no-human-self

FROE CHAR (paris, modern tapes)
ghost-pop/synth gaze/minimal mutant wave

nur einen monat nach ihrem fulminanten auftritt mit I/S ILLUSTRATION SONORE kehrt christina aka FROE CHAR solo nach l.e. zurück. wieder mit im gepäck: sphärische synths und christinas unterkühlt/grossartiger gesang. damit trifft sie genau die schnittmenge aus minimal-synth, shoegaze, coldwave und dark-ambient. zum aktuellen album „fossils“ heißt es: „I once heard someone say “you can’t dance to pain” but this record really proves otherwise.“
http://froechar.bandcamp.com/

http://awakeinthegreylight.blogsport.de/

ugly heroes. shape.

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Donnerstag | 27. Februar 2014 | 20:00 Uhr | Conne Island | Leipzig

Cafékonzert

Ugly Heroes (Apollo Brown, Verbal Kent, Red Pill)

::: http://mellomusicgroup.bandcamp.com/album/ugly-heroes

Shape

„Do you feel like a hero? No!” So die erste Zeile des (für mich) 2013 alles in den Schatten stellenden Albums der neuen Formation aus Detroit/Chicago: Ugly Heroes. „An Ugly Hero is considered a myth“ liest man auf der Bandcamp Seite ihres Labels Mello Music Group. Das ist der Name der Brutstätte des Talents, die 2013 mit Releases von Künstlern wie Oddissee, Dudley Perkins, yU, Stik Figa, Gensu Dean, 14KT und Quelle Chris – eins doper als das andere – in der Szene triumphiert hat. Apollo Browns Output beim Label ist seit Jahren ungeschlagen. Auch zur gleichnamigen und bisher einzigen Platte „Ugly Heroes“ steuerte er seine markanten Beats bei. Verbal Kent (Chicago) und Red Pill (Detroit) hiphoppen flowig über Alltagsthemen und werden so selbst zu Helden, deren Superkraft es ist, das Kenner-Ohr zu verwöhnen und die Seele inhaltlich und akkustisch zu berühren. Es ist kein Klischee-Gangsterrap über Drogen, Bräute und Cash, es ist kein Gute-Laune-Party-Hip-Hop. Sie rappen darüber, wie es ist, nicht zu den Coolsten, Besten und Reichsten zu gehören. Auf melancholische Art sprechen sie aus, was jedem schon mehr als einmal durch den Kopf gegangen ist: Selbstzweifel, Selbstzerstörung, Hoffnungslosigkeit, Brokesein, Identitätsprobleme, Leistungsdruck. Ein wiederkehrendes Thema ist die Macht des Geldes in einem wirtschaftlich kaputten System: arbeiten, um zu überleben…

„Money is the root of evil
It‘s got people shooting people
For food on the table, such is human behavior
Before I die, I wanna live
Not work for the rich”
(Track: Graves)

Sie sprechen die hässlichen (ugly) Wahrheiten über das Leben in einer amerikanischen Stadt aus, deren Bevölkerungszahl sich in den letzten drei Jahrzehnten aufgrund wirtschaftlicher Probleme halbiert hat und in der die Arbeitslosenzahlen kontinuierlich steigen – Detroit. Sie zollen damit Respekt an all die hartarbeitenden Alltags-Helden, die eine Familie zu versorgen haben.
Nun aber genug vom Conscious-Aspekt der Drei. Ihre Musik ist Boom Bap! Apollo Brown ist nicht nur mein persönlicher musikalischer Superheld, er ist eine Art Gottheit in meinem Beat-Himmel. Kritische Stimmen lassen sich über seine angeblich monotonen, gleichartigen Produktionen aus. Ich liebe sie, weil seine stampfenden, treibenden Bässe, die Blechbläser-Sounds, die kratzigen Vinyl-Geräusche und sich überlagernden Drums eben seine Signatur ausmachen und sie mich dazu zwingen, mit dem Kopf zu nicken. Als der Bonus-Track „Me“ mit dem Lana del Ray-Sample gedroppt wurde, war ich stundenlang in der Repeat-Schlaufe gefesselt. Während Chi-City Veterinär Mr. Kent, beim Label Rapmechanics gesigned, der Welt verbal den Kampf ansagt, verdreht sich Red Pill, der einigen vielleicht von Kollaborationen mit Hir-O (The Kick, 2013; Dream Within a Dream, 2012) bekannt ist, die Zunge geschickt in fetten Rhymes.
Es ist mir eine große Freude, den Besuch des Trios im Conne Island ankündigen zu dürfen. Dass sie nun tatsächlich am 27. Februar die Bühne des Islands und das sogar im C A F É in passender Atmosphäre und somit garantiert vollem Haus abreißen werden, entschädigt sicherlich nicht nur meine kurzzeitige Enttäuschung im November!

[Jenny Sharp]

[cee ieh]

ende der geschichte. überlegungen zur materialistischen geschichtsauffassung.

Donnerstag | 27. Februar | 20.00 Uhr | VL Ludwigstraße | Halle

Ende der Geschichte. – Überlegungen zur materialistischen Geschichtsauffassung

Gesprächsreihe Dominovorträge mit Benjamin Schilling

Die bürgerliche Gesellschaft stellt sich selbst als vergangenheits- und geschichtslose dar – als demokratisch-kapitalistisches “Ende der Geschichte”, als befriedete “beste aller denkmöglichen Welten”. Die Entstehungsgeschichte der bürgerlichen Gesellschaft muss hinter diesem Anspruch verschwinden, würde sich bei näherer historischer Betrachtung doch ergeben, dass “das Kapital von Kopf bis Zeh, aus allen Poren, blut- und schmutztriefend” (K. Marx) zur Welt gekommen ist – und sich diese Gewalt der “ursprünglichen Akkumulation” bis zum heutigen Tag in der kapitalistischen Ausbeutung fortsetzt. So erscheint die bürgerliche Geschichtsvergessenheit auf der einen Seite als notwendige Konsequenz aus der Kapitalverwertung.

Die andere Seite stellt die notwendig nationale Konstitution der globalen Kapitalverwertung dar. In der nationalen Mythenbildung wird Geschichte zum Steinbruch, aus dem die dem nationalen Selbstbild entsprechenden Brocken herausgebrochen und verwertet werden. Die nationale Geschichts- und Gedenkkultur erscheint somit immer als Ritual, in dem die kollektive Zusammengehörigkeit gestärkt wird.

So stehen sich Geschichtsvergessenheit und ritualisierte Gedenkkultur in der kapitalistischen Gesellschaft als zwei Seiten der gleichen Medaille gegenüber – als Zusammenspiel von kapitalistischer Verwertungslogik und nationalem Konkurrenzkampf. Eine materialistische Geschichtsauffassung müsste demgegenüber die Geschichte als “eine einzige Katastrophe” sehen und hätte daraus den Anspruch abzuleiten, “das Werk der Befreiung im Namen von Generationen Geschlagener zu Ende [zu] führen” (W. Benjamin).

planningtorock. rroxymore.

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Di | 25 | 21 Uhr | UT Connewitz | Wolgang-Heinze-Str. 12a | Leipzig

planningtorock | rroxymore

» https://soundcloud.com/planningtorock
» https://soundcloud.com/rroxymore

Nur durch Zufall sei sie in der Kunst-, Mode- und Musikwelt gelandet, behauptet Janine Rostron alias Planningtorock. Doch genau da gehört sie hin. Sie arbeitete bereits mit The Knife zusammen, teilte die Bühne mit Peaches und performte zusammen mit Hot Chip. „Bei Planningtorock geht es um Drama und Seele“, erzählt die Wahlberlinerin. Auf ihrem Album W kommt dies eindeutig zum Ausdruck. Ihre elektronischen Avantgarde-Auswüchse sind wuchtig und düster, upbeat und verspielt zugleich, schwer zu fassen und dann doch leicht wie eine Feder. Eine faszinierende Reise in die exzentrische Welt von Planninntorock steht uns bevor. Mit neuem Album „All Lov’s Legal“ kommt Planningtorock zurück nach Leipzig.

zemlya.

Dienstag | 25. Februar 2014 | 20h | Bäckerei | Leipzig

Zemlya

R: Aleksandr Dovshenko, UdSSR 1930, 76 min, OmeU.

Filmklub Objektiv präsentiert im Januar und Februar Klassiker des sowjetischen Revolutionsfilms: die „Ukrainische Trilogie“ von Aleksander Dovshenko.

Zemlya („Erde“) thematisiert in einer überwältigenden, lyrischen Bildkomposition den Klassenkampf zwischen den reichen Kulaken, die über Privateigentum verfügen und den besitzlosen Bauern in der Ukraine. Der Film wurde zur Zeit der äußerst brutal durchgeführten Kollektivierung der Landwirtschaft gedreht, die er propagandistisch rechtfertigen soll. Gleichwohl zeugt er von einer echten Leidenschaft für die Veränderung der Verhältnisse. Dass der Film in seinem staatlichen Auftrag nicht aufging zeigt auch seine Form: Zemlya erschöpft sich keineswegs in der Abgedroschenheit des seinerzeit entstehenden offiziellen sozialistischen Realismus. Kein Wunder also, dass die bolschewistische Filmkritik gespalten reagierte, insbesondere die Hinwendung des Films zum „dunklen“ Thema Tod monierte und Dovshenko mehrfach gezwungen wurde, den Film neu zu schneiden. Beeinflusst vom expressionistischen Film nimmt Zemlya durch die „Untergrabung vereinbarter Formen“ (Amos Vogel) die Anliegen des Avantgarde-Films vorweg und wurde von FilmhistorikerInnen mehrfach zu einem der besten Filme aller Zeiten gekürt.

troika w/. rebekah. subʞutan. aloo.

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Samstag | 22. Februar 2014 | 23:00 | KulturKollektiv (Pferdehaus) | Karl-Heine-Str. 87 | Leipzig

TROIKA

# Rebekah (CLR)
# Subʞutan (Aequalis, IfZ)
# ALOO (WW)

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https://soundcloud.com/rebekah
https://soundcloud.com/to_be
https://soundcloud.com/aloo