shed. nosferatu. eine sinfonie des grauens.

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Donnerstag | 28. November | UT Connewitz | Wolgang-Heinze-Str. 12a | Leipzig

SHED (bln// ostgut ton) vertont NOSFERATU. EINE SINFONIE DES GRAUENS

Der Hahnenschrei verkündet das Ende einer langen, düsteren und exzessiven Nacht. Die aufsteigende Sonne mahnt an die baldige Heimkehr. Länger zu bleiben, zöge Schmerzhaftes nach sich. Dass Technofan und Graf Orlock nun nicht mehr nur im Unwillen gegen das Morgengrauen vereint sind, ist Shed zu verdanken, der sich einer Neuvertonung von Murnaus Vampir-Klassiker angenommen hat.

Shed wird spätestens seit seinem 2008 veröffentlichten Debüt „Shedding The Past“ international gefeiert. Für die meisten sind seine Tracks Ode an die 90er, an die Bassdrum, an die fragile Ästhetik elektronischer Musik und Frischenzellenkur, Progression, Aufbruch zugleich. Inspiriert sind sie durch seine eigene Sozialisation zwischen dem Techno der 90er, der Detroit-Szene und dem breiten UK-Kontinuum.

Von dort aus begibt sich Shed nun auf eine Exkursion in die Filmgeschichte. Fließend, als wäre es das Natürlichste auf der Welt, verschmelzen hier raue, fordernde Dancefloor-Fragmente mit der stilprägenden Low-Key-Ästhetik Murnaus, mit Schlagschatten und einengender Perspektivik. Bis ins letzte Detail ausgearbeitete Melodiebögen und mitreißende Hooks treffen auf die nicht minder gnadenlose Physiognomie Orlocks und den Horror des Wiedergängers.