Archiv für November 2013

ramzi. john höxter. n.akin.

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Sonntag | 1. Dezember 2013 | 14:00 | BUNGALOW | Leipzig

BUNGALOW & HZE DZE present

RAMZI ≡ JOHN HÖXTER ≡ N.AKIN
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RAMZI live [total stasis | los discos enfantasmes | montréal]

JOHN HÖXTER [mini royal | ifz | l.e.]

n.akin [aequalis | ifz | l.e.]

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http://soundcloud.com/phoebeguillemot
http://ramzi1.bandcamp.com/
http://flaubert.com/
https://soundcloud.com/tags/n.akin

the pyramids.

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Samstag | 30. November | 21:00 | Baustelle | Schauspiel Leipzig | Bosestraße 1 | Leipzig

The Pyramids

Über 30 Jahre war es still um die legendär-mysteriöse Jazz-Combo der frühen 70er. Geprägt von Sun Ra und Coltrane begab sich das Kollektiv auf spirituelle Reisen durch Afrika, stets auf der Suche nach den eigenen Wurzeln und beeinflussten u.a. Caribou und The Flying Lotus. Ihr Comeback feiern The Pyramids auf ihrer Reunion-Tour, u.a. bei uns in der Baustelle.

Aufgeladen von Politik und Musik entstand Anfang der 70er Jahre eine Band, die spirituellen Jazz als befreites Musizieren jenseits von Genrebarrieren zelebriert. Beeinflusst von Coltrane und Sun Ra ebenso wie von ausgedehnten Reisen durch Afrika, sind sie dieser Tage Inspiration für offene Verehrer wie Caribou oder Flying Lotus!

love techno. hate germany. antirep-benefiz.

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Freitag | 29. November | 23.45 | ://about blank | Berlin

love techno. hate germany. #30

Am letzten Freitag im November heißt es ab 23:59 Uhr zum letzten mal in diesem Jahr “love techno – hate germany” im ://about blank und gefeiert wird diesmal um Kohle für Antirepressionskosten zu sammeln. Mit dabei sind:

Mila Stern Chalalit, Halle

Yetti Meißner Sisyphos

Señor Whoogy 4Augenvögeln

N!nze & Okaxy reich & schoen, Leipzig

Jonn Dark reich & schoen, Leipzig

Momo ill Eat the Beat, Hamburg

benefizdisco.

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Freitag | 29. November | 23:00 Uhr | Conne island | Leipzig

Benefizdisco: U.W.E.L.O.V.E.D.I.S.C.O.

- All styles in the mix: no further introduction necessary – Come early, drink often. – P18 -

benefizsause// petits four. with ron flatter. bailey. alan d. prismic.

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Freitag | 29. November | 22.00 | Plan 3 / La Bim | Töpferplan 3 | Halle

22.00 Uhr Film: „Lola“ (Clubbed to death) von Yolande Zaubermann
„Ein ebenso suggestiver wie hellsichtiger Film, der sich traditionellen Erzählmustern verweigert. Er beleuchtet mit ungeschminkten Bildern viele Facetten der Clubszene und artikuliert inmitten aller Tristesse und Weltflucht eine schwer begründbare Zuversicht.“
(Lexikon des Internationalen Films)

ab 24.00 Uhr
//RON FLATTER (pour la vie)
https://soundcloud.com/ron-flatter

//DJ Bailey (D.CON// further in fusion)
//Alan D. (LET// Groundloop)
//DJ prismic
https://soundcloud.com/prismic-xx

Visuals: eklatant.art, Halle

kritische theorie. eine erinnerung an die zukunft.

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Freitag | 29. November | 14:00 bis Sonntag | 1. Dezember | 18:00 | Humboldt-Universität Berlin | Unter den Linden 6 | Berlin

Kritische Theorie. Eine Erinnerung an die Zukunft

Programm:

Freitag 29. November 2013
13:00 – 14:00 Ankunft

14:00 – 15:00 Eröffnung der Konferenz und der Ausstellung durch die Organisatorinnen und Organisatoren

15:00 – 16:30 Vortrag: Detlev Claussen »Im Zeitalter globaler Gleichzeitigkeit. Kritische Theorie der Gegenwart«

16:45 Eröffnung der Ausstellung »EXPEDITION 3013« von Sebastian Jung

17:15 Eröffnung der Ausstellung »This is not a protest song. Ästhetische Interventionen jenseits des Immer-Gleichen« kuratiert von Danilo Schaffer

17.30 – 19:30 Podium: Anne Eusterschulte / Clemens Nachtmann / Joachim Bruhn / Micha Böhme»Materialistische Gesellschaftskritik unter veränderten Bedingungen«
Moderation: Sebastian Tränkle

21:00 Vanessa Vidal
»Wo aber Mythos ist, wächst die Aufklärung auch. Performance einer Irrfahrt«

Samstag 30. November 2013
11:00 – 12:30 Vortrag: Gunzelin Schmid-Noerr »›Widerstand gegen die Gewalt des Bestehenden‹. Zur kritischen Theorie des Autoritarismus«
Ko-Referat: Sebastian Neubauer

11:00 – 12:30 Offener Raum: Fabian Hennig
»›How could we be anything other than materialists?‹ – Warum man sich in Kulturwissenschaften und Gender Studies neuerdings zum Materialismus gezwungen sieht«

11:00 – 14:30 Workshop 1: Sonja Witte »›Es geht nicht glatt, gerade in der Freizeit nicht…‹. Über das Unbewusste in der Kulturindustrie«

13:00 – 14:30 Vortrag: Helmut Dahmer »Restitution einer ›Kritischen Theorie‹. Zur Psychoanalyse«
Ko-Referat: Doris Maja Krüger

13:00 – 14:30 Inputreferat und Rundgang durch die Ausstellung »This is not a protest song. Ästhetische Interventionen jenseits des Immer-Gleichen« von und mit Danilo Schaffer

13:00 – 17:30 Workshop 2: Lukas Holfeld und Lotte Thaa »Flucht und Revolte. Zwei literarische Zeugnisse scheiternder Subjektivität«

14:30 – 16:00 Mittagspause

16:00 – 17:30 Vortrag: Gerhard Stapelfeldt »Dialektik der ökonomischen Rationalisierung. Von der Kritischen Theorie zur Kritik der Politischen Ökonomie«
Ko-Referat: Arne Kellermann

16:00-18:00 Offener Raum: Vanessa Vidal
»Erinnerung an eine kritische Theorie vor der „Kritischen Theorie“: Adornos Idee der Deutung«

18:00 – 20.00 Podium: Roswitha Scholz / Christine Kirchhoff / Elvira Scheich »
Moderation: Barbara Umrath

20:30 »Leichte, doch wohl auch kritische Unterhaltung – maßgeblich geschöpft aus den satirischen Anekdoten Eckhard Henscheids, lesend vorgetragen.«

Sonntag 01. Dezember 2013
11:00 – 12:30 Vortrag: Gerhard Scheit »Kritische Theorie und blinder Fleck des Souveräns«
Ko-Referat: Ilse Bindseil

11:00 – 14:30 Workshop 3: Nico Bobka »Kritische Theorie des Antiziganismus«

13:00 – 14:30 Vortrag: Jordi Maiso »Abschied von Gestern? Kulturindustrie heute«
Ko-Referat: Jakob Hayner

13:00 – 14:30 Offener Raum: Dirk Lehmann
»Geduld und Theorie. Ein Versuch über die gegenwärtige Lage und die Aufgaben von Theorie und Politik«

14:30 – 16:00 Mittagspause

16:00 – 18:00 Podium: Nina Rabuza / Lars Quadfasel / Dirk Braunstein / Jan Georg Gerber / Karina Korecky »Widersprüchliche Totalität und widerständige Subjektivität«
Moderation: Iris Dankemeyer

»Kritische Theorie. Eine Erinnerung an die Zukunft« ist
eine studentisch organisierte Konferenz. Unser Anliegen
ist es, die bisher zumeist vereinzelten Elemente einer
radikalen Gesellschaftskritik in einem Diskussionsraum
zusammen zu führen, in dem sich offen und kontrovers über
die Bedingungen und Möglichkeiten zur Transformation
der krisenhaften gesellschaftlichen Praxis und die Rolle,
welche eine kritische Theorie der Gesellschaft dabei spielt,
verständigt werden kann.
Versucht werden soll deshalb, den universitären Rahmen
bewusst zu überschreiten und eine nicht nur akademische
Auseinandersetzung zu führen.

Zusätzlich zu den Vorträgen und Podiumsdiskussionen wird es Workshops, Offene Diskussionsräume und Salons zur Diskussion der Vorträge geben.

Ankündigungstext:
Die spätkapitalistische Gesellschaft zeitigt Gedächtnislosigkeit. Mit dem Vergehen der Vergangenheit verschwindet das Bewusstsein von der Fortdauer des Archaischen in der Moderne. Es waren unter anderem Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Walter Benjamin, die im bürgerlichen Zeitalter die Erfahrung der Kontinuität von Herrschaft, Mythos und Unfreiheit unter veränderten Bedingungen zum Ausdruck brachten. Die Dialektik der Aufklärung, das Potential ihres Umschlages in Barbarei, hat sich in den Verbrechen des 20. Jahrhunderts manifestiert – und doch blieb die Veränderung der Gesellschaft im Ganzen aus. Die Resistenz gegen diese Erfahrung lässt sich im Bewusstsein allein nicht korrigieren. Dieser Mangel könnte durch die Kritik seiner gesellschaftlichen Genese erfahrbar gemacht werden und den blinden Fleck des Subjekts zum bewussten Gegensatz, der Erkenntnis der eigenen gesellschaftlichen Bedingungen, verwandeln. Die Psychoanalyse ist zu solcher Reflexion unverzichtbar.
Im Schwinden der materiellen Basis der Subjekte und der sich ausweitenden Unmöglichkeit ihrer Selbsterhaltung, sowie der Tendenz des Kapitals, die eigenen Voraussetzungen, die Quellen des Reichtums, die lebendige Arbeit wie den Naturstoff, zu vernichten, flüchten sich die Individuen zum Staat, zum Souverän. Im Bestreben nach grundlegender Existenzsicherung geht die Verwaltung des Körpers bis zu seiner Opferung an den Nationalstaat über. Selbsterhaltung in ihren instrumentell-rationalen Formen gleicht sich dem puren Wahnsinn an, weil die Formen, in denen sie sich zu realisieren versucht, selbst erodieren.
Auf dem Weltmarkt werden Frauen, Lesben und Transgender weiterhin doppelt ausgebeutet und stellen einen großen Teil der »working poor«. Unter den Bedingungen postkolonialer Staatlichkeit sind Individuen im Globalen Süden davon verstärkt betroffen. Statt aber zur allgemeinen Emanzipation von Staat und den kapitalistischen Produktionsverhältnissen beigetragen zu haben, wurden feministische Bewegungen in die bestehende Ordnung integriert.
Die Kulturindustrie organisiert die Integration der atomisierten Individuen. Als »Mittel der Fesselung des Bewußtseins« (Theodor W. Adorno) nimmt sie die Subjekte bis in deren letzte Triebregungen eisern in Regie. Der permanente Strom der physischen Reize zementiert den Schein absoluter Gegenwart. Gedächtnis- und wunschlos ist die Geschichte erstarrt. Im Gegensatz dazu ist die Erinnerung an die Zukunft der Versuch, den Erfahrungsgehalt materialistischer und dialektischer Kritik zu entfalten.

[http://kritischetheorie.org]

shed. nosferatu. eine sinfonie des grauens.

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Donnerstag | 28. November | UT Connewitz | Wolgang-Heinze-Str. 12a | Leipzig

SHED (bln// ostgut ton) vertont NOSFERATU. EINE SINFONIE DES GRAUENS

Der Hahnenschrei verkündet das Ende einer langen, düsteren und exzessiven Nacht. Die aufsteigende Sonne mahnt an die baldige Heimkehr. Länger zu bleiben, zöge Schmerzhaftes nach sich. Dass Technofan und Graf Orlock nun nicht mehr nur im Unwillen gegen das Morgengrauen vereint sind, ist Shed zu verdanken, der sich einer Neuvertonung von Murnaus Vampir-Klassiker angenommen hat.

Shed wird spätestens seit seinem 2008 veröffentlichten Debüt „Shedding The Past“ international gefeiert. Für die meisten sind seine Tracks Ode an die 90er, an die Bassdrum, an die fragile Ästhetik elektronischer Musik und Frischenzellenkur, Progression, Aufbruch zugleich. Inspiriert sind sie durch seine eigene Sozialisation zwischen dem Techno der 90er, der Detroit-Szene und dem breiten UK-Kontinuum.

Von dort aus begibt sich Shed nun auf eine Exkursion in die Filmgeschichte. Fließend, als wäre es das Natürlichste auf der Welt, verschmelzen hier raue, fordernde Dancefloor-Fragmente mit der stilprägenden Low-Key-Ästhetik Murnaus, mit Schlagschatten und einengender Perspektivik. Bis ins letzte Detail ausgearbeitete Melodiebögen und mitreißende Hooks treffen auf die nicht minder gnadenlose Physiognomie Orlocks und den Horror des Wiedergängers.

the rodeo idiot engine. afterlife kids. oaken heart.

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Donnerstag | 28. November | 21.00 | Kulturcafé | Leipzig

SWANSEA CONSTELLATION SHOW #022
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THE RODEO IDIOT ENGINE (Basque Country – Throatruiner Records (France) / Black Lake Records (UK) / Dingleberry Records (Germany) / Swarm of Nails (France))

After having spent a good part of the last two years delivering spasmodic live shows all across Europe, Basque-based THE RODEO IDIOT ENGINE have entered the studio with producer/sound engineer Amaury Sauvé (Birds In Row, Death Engine, As We Draw…) to record „Consequences“, their deafening second full-length. Recorded live to keep the chaos and intensity of the band’s physical live performances, these eleven tracks spread a wider, more personal sound, expanding their brutally crushing and discordant brand of hardcore to new horizons. Constantly switching between two-minute ear-blasting assaults that will make your adrenaline rush and slower, heavier tracks where the band explores a more oppressive atmosphere, „Consequences“ shows a band that has matured and expanded it’s musical vision, while sounding tighter and wilder than ever.

::: http://www.therodeoidiotengine.com/
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AFTERLIFE KIDS (Berlin, Germany – DIY)

Born out of frustation or pure boredom afterlife kids will deliever you with their own brew of angst laden 90’s worshipping hardcore punk with a tip of good old mosh. No tough guy images, no rockstar shit, no fashion … just songs that they need to play. Coming from DIY bands such as Henry Fonda, Eyedestroyed, Jane Hoe & Call Me Betty, these 4 nerds know their shit and are burning for new places to discover & making new friends along the road.

::: http://afterlifekidsmosh.tumblr.com/
::: http://afterlifekidsmosh.bandcamp.com/
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OAKEN HEART (Leipzig, Germany – DIY)

is a five piece founded in 2011. They straightly play the music they like, love and carry in their heartbeat, without boundaries if it’s in or not, post-hardcore or call-it-what-you-want-core. Fuck this mono-centrism nowadays, fuck limitations and restrictions. Fuck wrong expectations, they play and love the music they are.

::: http://oakenheart.bandcamp.com/
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last.FM:
::: http://www.last.fm/event/3712580

einmal frauenpunk und zurück. über ein unerforschtes phänomen und was davon übrigblieb.

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Donnerstag | 28. November | 20.00 | Reilstrasse 78 | Halle

Einmal Frauenpunk und zurück. Über ein unerforschtes Phänomen und was davon übrigblieb.

Lesung & Diskussion mit Claudia Oltmanns

Im Rahmen dieses Vortrages wird Frauenpunk, ein unerforschtes Phänomen in den Blick genommen, dass in den 1990er Jahren im zeitlichen Kontext der Kommerzialisierung von Hardcore und der zunehmenden Popularisierung der us-amerikanischen Riot Grrrl-Bewegung auftauchte und schnell wieder verschwand. Die Akteur_Innen beschreiben es rückblickend als feministische Gegenbewegung zur ‚männlich’ dominierten Hardcoreszene und als einen Versuch, sich selbst einen Freiraum zu schaffen. Dieses Forschungsvorhaben fragt die Akteur_Innen nach ihren Erlebnissen, Erfahrungen und Motivationen. Der Weg zu den feministischen Praxen, die Kämpfe und Konflikte und die Frage danach, wie sie die Erfahrung rückblickend bewerten, stehen dabei im Mittelpunkt.

[Veranstaltungsreihe „Zum Glück gibt es Punk?! – Ambivalenzen einer Subkultur“]

»Родина ждёт вас, немецкие подстилки!« – »das heimatland wartet auf euch, deutsche huren! das schicksal der ehemaligen ›ostarbeiterinnen‹ im sowjetischen und post-sowjetischen belarus«.

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Donnerstag | 28. November | 19.00 Uhr | Vortragssaal der Universitätsbibliothek Albertina | Beethovenstr. 6 | Leipzig

»Родина ждёт вас, немецкие подстилки!« – »Das Heimatland wartet auf euch, deutsche Huren! Das Schicksal der ehemaligen ›Ostarbeiterinnen‹ im sowjetischen und post-sowjetischen Belarus«

Alesja Belanovich-Petz, Moderation: Anja Neubert (Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik, Universität Leipzig)

Das Thema Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus genießt wie kein anderes Thema seit Ende der 1980er Jahre das Interesse der Forschung. Doch was wissen wir darüber, inwieweit die Erfahrung der Zwangsarbeit das Schicksal ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter nach dem Krieg geprägt hat? Wie lebten sie in Belarus, wenn sie als Zwangsarbeiter nicht zum offiziellen Kanon des sowjetischen Heldenkults gehörten?
Mehr als die Hälfte der Verschleppten aus der Sowjetunion waren Frauen, unter ihnen befanden sich viele minderjährige. Neben den traumatischen Erlebnissen des Krieges und der Zwangsarbeit sind die Befreiung aus der Zwangsarbeit und stalinistische Repressionen wichtige Faktoren ihrer komplexen Nachkriegsbiographien.

Am Beispiel vier lebensgeschichtlicher Interviews mit ehemaligen „Ostarbeiterinnen“ aus Belarus sollen folgende Fragen erörtert werden: Wie wirkten sich die Traumata der Zwangsarbeit und die sowjetische Politik im Alltag auf Berufs- und Karrierechancen aus? Wie prägte die Erfahrung der Zwangsarbeit das Heiratsverhalten oder die Berufswahl? Welche Strategien entwickelten die Frauen, um trotz des Makels „der Zwangsarbeit“ an einem „normalen“ sowjetischen Leben teilnehmen zu können? Wo erfuhren sie direkte Repressionen? Welcher Einfluss hatte der Zusammenruch der Sowjetunion und die Entschädigungszahlungen auf das soziale, gesellschaftliche und private Leben dieser Frauen? Wie veränderten sich im Laufe der Transformationsprozesse die Selbstdarstellung dieser NS-Opfer und ihre Rolle in der offiziell von Veteranen dominierten Erinnerungskultur?

Alesja Belanovich-Petz, M.A., studierte Geschichte an der Staatlichen Pädagogischen Universität Minsk in Belarus. Nach dem Studium absolvierte sie einen Freiwilligendienst in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und beim Verein Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten in Hamburg. In der Geschichtswerkstatt Minsk arbeitete sie in Projekten mit Jugendlichen und engagierte sich für NS-und Stalinismus Opfer. Seit Oktober 2012 ist sie Stipendiatin der Rosa-Luxemburg Stiftung und Doktorandin der Universität Hamburg zum Thema: „Ostarbeiterinnen“ aus Belarus: Geschlechtsspezifische Erfahrung der Zwangsarbeit und des weiteren (Über)-Leben im Heimatland“.

[gedenkstätte für zwangsarbeit leipzig]