blut und ehre. geschichte und gegenwart rechter gewalt in deutschland.

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Donnerstag | 26. September | 19:00 Uhr | Englischer Saal | Franckesche Stiftungen | Haus 26 | Halle

Blut und Ehre – Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland

Die rassistisch motivierten Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) mit vermutlich zehn Morden und mehreren Bombenanschlägen offenbaren eine neue Dimension rechtsextremer Gewalt. Doch dies ist kein Einzelfall. Seit 1949 haben Rechtsextremisten immer wieder Terrorgruppen gebildet, die nach ähnlichem Muster agierten: konspirative Kleinstzellen, Raubüberfälle zur Geld- und Waffenbeschaffung, Anschläge gegen Migranten, politische Gegner und gesellschaftliche Einrichtungen. Der Blick hinter die Kulissen offenbart, dass die Gewalttäter von gestern und heute keineswegs isoliert tätig sind und dass die von ihnen ausgehende Gefahr von den Behörden jahrzehntelang unterschätzt wurde.

Die AutorInnen des Buches Andrea Röpke und Andreas Speit haben die Szene über viele Jahre beobachtet und frühzeitig auf diese Gefahren hingewiesen. In welchem gesellschaftlichen Klima fanden die Taten statt? Warum ist die Geschichte rechten Terrors in der gesellschaftlichen Wahrnehmung kaum präsent. Und wie kann der juristische Umgang mit rechten TäterInnen eingeschätzt werden? Wir laden zur Buchvorstellung und Diskussion mit dem Fachjournalisten und Rechtsextremismusexperten Andreas Speit.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche.