Archiv für Januar 2013

ästhetik und kulturindustrie nach adorno.

30.Januar | 19.00 Uhr | Melanchthonianum | Uniplatz | Halle

Ästhetik und Kulturindustrie nach Adorno

Vortrag von Marc Grimm in der Reihe „Kunst und Gesellschaftskritik in Zeiten der Kulturindustrie“

Gerade dann, wenn man von Theodor W. Adorno nichts weiß, weiß man doch mit Sicherheit eines: dass er trotz revolutionären Gestus’ der Praxis sich verweigert hat. Insbesondere seine letzte Arbeit, die Ästhetische Theorie, die 1970 aus seinem Nachlass herausgegeben wurde, dient diesem Vorwurf als Grundlage. Denn dass Adorno postmoderner Wolf im materialistischen Schafspelz gewesen ist, von gesellschaftlicher Veränderung nichts mehr wissen wollte und als Apokalyptiker, Praxisflüchtling in Kunst, letztlich als prä-postmoderner Meister einer begriffsfeindlichen Empfindsamkeit endete, scheinen Titel wie Sache, die in diesem Spätwerk verhandelt werden, zu bestätigen. Übersehen wird dabei nicht nur, dass die Beschäftigung mit Kunst integraler Bestandteil von Adornos Leben und Wirken seit jungen Jahren war, sondern vor allem auch, dass sein Werk sich nicht in politische, für gesellschaftliche Praxis relevante Arbeiten und unpolitische, also der Kunst verpflichtete Arbeiten trennen lässt. Wie Adorno in den kunsttheoretischen, den philosophischen und soziologischen Schriften seine Kritik an den gesellschaftlichen Identitätszwängen und deren Vermittlung durchs Subjekt entfaltet, so in der Ästhetischen Theorie. Sie behandelt die Frage, wie Kunst der Emanzipation dient, ohne sich für diese einspannen zu lassen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der gesellschaftskritischen Veranstaltungsreihe „Kunst und Gesellschaftskritik in Zeiten der Kulturindustrie.“ des AK Kritische Intervention.

mila stern. alpha beton.

mila stern. alpha beton.

26/01/2013 // 23.00 Uhr // Charles Bronson // Berlinerstr. 242 // Halle


… // Mila Stern / Alpha Beton

… Frau Diskobabel Stern und Miss „jetzt wird’s mal deeper“ Beton.

daggers. this routine is hell. blank.

daggers this routine is hell blank

Sa, 26. Jan, 21.00 Uhr, Plaque, Industriestraße 101, Leipzig-Plagwitz

sickmangettingsick.records presents
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DAGGERS ( Bruxelles, Belgium)

Fucking Bastard with demolition guarantee. one of the best what spring out of the belgium HC-Scene in the last 10 years.

http://daggersband.bandcamp.com/
http://daggersband.tumblr.com/

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THIS ROUTINE IS HELL ( Utrecht, Netherlands)

Shield Records TRIH creates a dark mix of typicall modern HC in the vein like Modern life is war. but the own aspect on this huge kind of music is the feels d.i.y. idea in their work.
With a compelling sense of urgency, unsettled by the modern decay of morality, four kids create the soundtrack to a modern perspective on fracturing routines and breaking chains.

http://www.thisroutineishell.com/
http://thisroutineishell.bandcamp.com/

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BLANK (Cologne, Germoney)

Colognes finest grandpa hardcore. dark and very very old.
they will come with their new record. check them.

http://blankhc.bandcamp.com/
http://blankhc.tumblr.com/

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http://sickmangettingsick.tumblr.com/
http://www.sickmangettingsickrecords.de/

afterlife kids. henry fonda.

Sa, 26. Jan, 20.30 Uhr, VL, Ludwigstr. 37, Halle

SS20 (HC/Punk – Hammerstadt, Nünchritz/D)
http://www.ss20.net/ | http://www.facebook.com/ss20hc

KOMMANDO KRONSTADT (Antifa-HC-Punk – Leipzig/D)
http://kommandokronstadt.blogsport.de/

HENRY FONDA (Powerviolence – Berlin/D)
http://henryfondapowerviolence.blogspot.de/ | http://www.facebook.com/henryfondapowerviolence

AFTERLIFE KIDS (Hardcore, Screamo – Berlin/D)
http://afterlifekidsmosh.bandcamp.com/ | http://www.facebook.com/afterlifekidsmosh

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afterlife kids. henry fonda.

25.01.2013, atari, leipzig

HENRY FONDA (Powerviolence – Berlin/D)
http://henryfondapowerviolence.blogspot.de/ | http://www.facebook.com/henryfondapowerviolence

AFTERLIFE KIDS (Hardcore, Screamo – Berlin/D)
http://afterlifekidsmosh.bandcamp.com/ | http://www.facebook.com/afterlifekidsmosh

ALARMSTUFE GERD (last show in Leipzig)

bunter salon.

Fr, 25. Jan, 23:00, Hühnermanhattan, Hordorfer Str. 4, Halle

Freude am Tanzen
Hombres Discos
Uncanny Valley
Soultunes
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Klubnacht mit :

Oliver Goldt (Kassablanca,Freude am Tanzen)
Spunky (Hombres Discos, Uncanny Valley)
Marcel Steuer (Soultunes)
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100% passionate music lover ; DJ, beat & sound philosopher, freelance music journalist,
Heimat: Freude Am Tanzen/ Musikkrause – Kassablanca Jena;
writer for the labels Freude am Tanzen ; Musik Krause, Kassablanca (my homebase!), Zooma etc.
So steht es da auf der Webseite von Oliver Goldt.
Die Ravekultur zuerst links liegen lassend, juvenil entflammt & aktiv in der Szenerie von Indie/Punk/Hardcore/-Metal, öffnet sich der Herr zusehends, auch durch die Tätigkeit in einem Plattenladen, anderen Spielarten wie Funk, Soul, Hip Hop und vor allem Jazz. Ambivalent wie prägend, werden von ihm in den 90igern in der Heimatstadt Jena Swing-Partys genauso organisiert wie Hardcore- Festivitäten. Parallel stellt die Trüffelnase immer mehr, den für die 90iger so typischen Derivaten von TripHop-Downbeat, IDM, Drum & Bass, sowie den neuartigen House-Entwürfen eines Herbert nach. Mit der Folge sich selbst habituelle Gewohnheiten an den Plattenspielern anzueignen. Die absolute Triebfeder fortan die Plattenteller als Lieblingsspielzeug zu akzeptieren, stellten legendäre Freestyle- Partys im Kassablanca Jena, sowie die aufkommende Clubbevölkerung mit dem Mixed Up aus NuJazz-House-BrokenBeat-Latin dar.

http://soundcloud.com/oliver-goldt
http://www.oliver-goldt.de/

Spunky in Town! Wühlkistenhousealarm.
Depeche Mode und Love Parade, zwei immer wiederkehrende Konstanten in der Vita (ost-)deutscher DJs, waren auch bei Spunky wichtig. Genervt von der Gitarrenmusik seines Vaters, wurde er durch die Synthie-Säulenheiligen behutsam in die elektronische Welt eingeführt. Bei der 94er Loveparade kam dann Techno des Weges und es gab kein Zurück mehr. Seitdem ist er als DJ unterwegs, der bis heute auf Vinyl schwört. Anfangs noch ausschließlich mit Techno-Auftrag unterwegs, unterscheidet er heute nur noch zwischen guter und schlechter Musik. Was keine schlechte Taktik ist, schließlich hat er sich nicht nur in seiner Heimatstadt Dresden den Ruf eines exzellenten Vertreters seiner Zunft erspielt. Auch von ihm sind in Zukunft eigene Produktionen bei Uncanny Valley zu erwarten.

http://soundcloud.com/soultunes-1/spunky-soultunes-open-air
http://www.monday-edition.de/2011/05/monday-edition-podcast-21-08-05-2011/
http://www.facebook.com/spunky78/info

Soul am Steuer
Marcel Steuer / Soultunes/Berlin
Musik mit Seele, Hingabe für die Klänge die uns berühren, immer wieder packen und so jedes Mal auf’s Neue motivieren… Wenn eine gemeinsame Leidenschaft und Freundschaft zueinander finden, kann kein Name bezeichnender dafür herhalten als Soultunes.
…und unser guter Freund Marcel Steuer und Soultunes Crew Mitglied der ersten Stunde, ist seit vielen Jahren mit reichlich Herzblut als DJ unterwegs und wird von uns geliebt für seine Sets voller dubbiger Sphären, rollender Grooves, die immer wohldosiert im Spannugsfeld zwischen House und Techno passieren, mal harmonisch deep und auch gerne mal rau, aber nie banal sind. Genug gesagt, am besten selbst anhören!

http://soultunesnetwork.blogspot.de/2013/01/soultunes-podcast-13-by-marcel-steuer.html
http://soundcloud.com/marcel-steuer

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„blut muss fließen. undercover unter nazis.“

Freitag, 25. Januar 2013, 18.00 Uhr, LUX-Kino Halle (Saale)

„Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“

Filmvorführung und anschließende Podiumsdiskussion mit dem Produzenten Peter Ohlendorf

Am 14.11. wurde der Film „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“ im Lux-Kino in Halle aufgeführt. Die Zahl der Interessierten überstieg jedoch weit die der Kinositze so dass viele Menschen die den Film sehen und an der Diskussion mit dem Produzenten Peter Ohlendorf teilnehmen wollten, wieder nach Hause gehen mussten. Deshalb wird es jetzt am 25. Januar 2013 um 18.00 Uhr eine weitere Vorstellung im Lux-Kino geben.

Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Skinheads toben und die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Als Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi – Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum Außenstehende hineinwagen. Sechs Jahre später hat er rund vierzig Undercover-Drehs hinter sich, auch in Ländern jenseits deutscher Grenzen. Ein Lied begegnet ihm auf seiner „Konzerttournee“ immer wieder: „Blut muss fließen, knüppelhageldick…“. Hochbrisant ist das Material, das Thomas Kuban im Lauf der Jahre zusammengetragen hat – einzigartig in Europa, wahrscheinlich sogar weltweit.

Musik ist ein integraler Bestandteil neonazistischer Jugendkulturen. Über legale und illegale Konzertveranstaltungen werden effektvoll menschenverachtende Ideologien verbreitet, das Zusammengehörigkeitsgefühl der Neonaziszene gestärkt und viel Geld für deren politische Aktivitäten eingenommen. Fast immer kommt es im Verlauf der Konzerte zu Straftaten.

Der Journalist Thomas Kuban hat all das mit versteckter Kamera dokumentiert und ist dabei ein hohes Risiko eingegangen. Er versucht so Antworten zu finden auf die Fragen: Warum kann auf der Neonazi-Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden und wie lässt sich das verhindern? Der Autor Peter Ohlendorf hat Thomas Kuban auf seiner Reise mit der Kamera begleitet.

Miteinander e.V. zeigt den Dokumentarfilm „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“, der auf der Berlinale 2012 seine Premiere feierte. „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“ verschafft einen einmaligen Einblick in legal und illegal organisierte Neonazikonzerte. Mit versteckter Kamera hat der Filmemacher die Veranstaltungen an entlegenen Orten festgehalten – in einer Atmosphäre zwischen Hassparolen, Gewalt und Alkoholexzessen.

eric chenaux. joanna gemma auguri.

24.1. | 21Uhr | Kafic | Leipzig

das SchubladenKonsortium lädt ein:

ERIC CHENAUX (can/Constellation)

Auf einer entschleunigt, minimalistischen Basis zwischen Experimentalien, Jazz und Folk errichtet Chenaux eine Atmosphäre voller warmer Gitarren- und Banjo-Licks, die sich langsam und wohlig in der Hirnrinde festsetzt.

Joanna Gemma Auguri & her haunting accordion (brln)

Mit fabelhaft, gespenstisch versponnenen Songs erzeugt von Stimme Akkordeon und Loopmaschine fuehrt Joanna Gemma Auguri in duester, zerbrechlichen Folk Landschaften.

from a to z. the klub7 abc film 2013.

Do, 24. Jan | 19.00 Uhr | Zazie kino & bar | Kleine Ulrichstraße 22 | Halle

KLUB7 presents:

„from A to Z – the KLUB7 ABC film 2013″ 26 Buchstaben, 26 Techniken

3 Jahre hat es gedauert für unseren Stop-Motionfilm, der zeigt wie wir ein Alphabet animieren durch zeichnen, bauen, schießen, arrangieren, zerstören, erleuchten, stechen, verbrennen und ausschneiden.
Jetzt ist er fertig der Film .. und alle so yeah. Nach der Filmpremiere im Zazie gibts natürlich noch Kaltgetränke und warme DJ-sets in der Bar. Wir laden dich hiermit herzilein. ❤

Aftershowparty in der Bar: MIKE OKAY + DISKOROBOT + MONKEY SAFARI – Showcase

freier Eintritt

dynamit der zehntelsekunden. die kontroverse über den film zwischen walter benjamin und theodor w. adorno.

24. Januar | 18.30 Uhr | Melanchthonianum | Uniplatz | Halle

Eröffnungsvortrag der Reihe „Kunst und Gesellschaftskritik in Zeiten der Kulturindustrie“

Dynamit der Zehntelsekunden. Die Kontroverse über den Film zwischen Walter Benjamin und Theodor W. Adorno

Christoph Hesse

Kino ist gediegene Unterhaltung, ähnlich wie das aus dem bürgerlichen Zeitalter ererbte Theater. Der Film hat längst Platz genommen in neueren Medien, die ihn wie ein liebgewonnenes Möbelstück aussehen lassen, auf dem der zur Rastlosigkeit verhaltene Zuschauer ein paar Augenblicke verweilen kann. Die explosive Kraft, die man ihm einst zutraute in der Hoffnung, damit der Enge der eigenen Existenz zu entkommen oder gar die gesellschaftliche Ordnung als ganze zu sprengen, scheint unwiederbringlich verpufft. Eine so pathetische Kontroverse, wie sie der Film in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts provoziert hat, wurde um kein neueres Medium mehr geführt. In seiner Beurteilung ging es nicht sowohl um Kunst, Wahrnehmung, Technik als um Gesellschaft und Revolution. Walter Benjamin und Theodor W. Adorno, zwischen ihnen Bertolt Brecht, sollen als Zeugen aufgerufen werden in einem nunmehr historischen Prozeß, in dem der mit den höchsten Hoffnungen der Epoche ausgestattete Film zu einem Medium der Kulturindustrie verurteilt wurde. Parallel dazu werden Ausschnitte aus Filmen jener Zeit vorgestellt.

Christoph Hesse ist Filmwissenschaftler. Er arbeitet an der FU Berlin an einem Forschungsprojekt zur Filmarbeit deutschsprachiger Emigranten in der Sowjetunion der 1930er und 40er Jahre.

Eine Veranstaltung im Rahmen der gesellschaftskritischen Veranstaltungsreihe „Kunst und Gesellschaftskritik in Zeiten der Kulturindustrie.“ des AK Kritische Intervention.