Archiv für Dezember 2012

the last corax-waltz of 2012.

Fr, 14. Dezember, 20:00, Thalia-Gewölbe, Thaliapassage 1, Halle

Corax Preistanzen.

Nach einem intensiven Jahr möchten wir mit unseren UnterstützerInnen, FreundInnen, Gästen und uns selbst feiern. An dieser großartigen Symbiose könnt Ihr ab 20:00 Uhr im Thalia-Gewölbe teilhaben.

Fühlt Euch herzlichst eingeladen!

Bevor die CX-Preise an die diesjährigen GewinnerInnen gehen, loopt, zupft und streicht Euch Akki Schulz mit seinem Kontrabass durchs Gewölbe. Anschließend entern ZigZag Plutonium die Bühne bevor Euch diverse Corax-DJs zum Grooven, Kopfnicken, Mähneschütteln, Pogen und Engtanzen animieren werden.

Für Mitglieder des Förder- und Freundeskreises und für Corax-Mitglieder ist der Eintritt frei. Alle anderen zahlen eine Unkostenpauschale von 3,00 €.

benefizdisco.

benefizdisko

Freitag, 14.12.2012, Einlass: 23:00 Uhr

Benefizdisco

w/
DJ 4Real (L.E. SOUTHSIDE) & Dr. Alban
Nore & Riene
Mila Stern

- all styles in the mix – strictly P18 -

der letzte pogo in warschau bzw. vom potentiellen warschauer (post) punk pakt.

DO, 13.12.2012, 20 Uhr, Kulturny Dom B31, Bornaische Str. 31, Leipzig

Eine audio-visuelle Exkursion in Punk & seine Folgen dies- wie jenseits der Oder-Neiße-Friedensgrenze.
Basierend auf zwei Beiträgen zum Buch „Leck mich am Leben. Punk in der DDR“ von & mit Guillaume Paoli (Hausphilosoph des Centraltheaters) & Alexander Pehlemann (Zonic)

Punk´s not dead. Zumindest als Objekt der Betrachtung. Das kürzlich erschienene und von Frank Willmann herausgegebene Buch „Leck mich am Leben. Punk in der DDR“ fokussiert auf zumeist eher persönlicher Ebene mal wieder das Dissidenzpotential von Punk als Stil, Haltung und energetisch…em Initiationsgeber im Osten.
Zwei Beiträge im Buch tragen das Thema allerdings noch ein Stück weiter östlich, hinter die Grenze zur damaligen Volksrepublik Polen, offiziell gern Oder-Neiße-Friedensgrenze genannt. Allerdings aus zwei vollkommen unterschiedlichen Perspektiven.
Einerseits eine west-östliche: denn Guillaume Paoli, der heutige „Hausphilosoph“ des Leipziger Centraltheaters, fuhr von London aus nach Polen, angetrieben von Gerüchten über eine ultra-vitale Punk-Szene ebendort, die er dann schließlich auch beim Warschauer Robrege-Festival findet, einem hochenergetischen und vollkommen angstlosen Abgesang dem System gegenüber, eben einem „letzten Pogo in Warschau“ vorm baldigen Umbruch.
Alexander Pehlemann andererseits, ost-sozialisierter Herausgeber des (Sub-)Kultur-Almanachs Zonic, spürt eigenen Prägungsmomenten folgend den spärlichen Ost/Ost-Beziehungen zwischen Szenen der verschiedenen „Bruderländer“ des Warschauer Pakts nach. Die eben besonders stark nach Polen gepflegt wurden (auch wenn Ungarn in beiden Texten eine kleine Rolle spielt, nicht zuletzt mit den Bands Trottel und Rasende Leichenbeschauer). So waren Wartburgs für Walter und Namenlos, Feeling B und Die Firma auf Tour durchs weite Poland, coverten letztere sogar die Bandhymne der Hardcore-Mystiker Armia, benutzten vorletzte ein Riddim der punky Reggaeband Izrael …
Ein potentiell langer Ost-(Post)-Punk-Abend also, der mit viel Musik und einigem Anschauungsmaterial aufwartet, dessen Datum für das Thema aber auch kaum besser hätte fallen können: am 13.12.1981 rief General Wojcech Jaruzelski den Kriegszustand in Polen aus. Dass dies die Szene nicht stoppen konnte (oder wollte) und Brygada Kryzs zugleich die de facto erste offizielle Untergrund-LP hinterm Iron Curtain aufnahm … – auch darum wird es gehen.

converge. touche amore. a storm of light.

converge touche amore a storm of light

Donnerstag, 13.12.2012, 20:00 Uhr, Conne Island

„All we love we leave behind“-European Tour 2012

Converge
Touché Amoré
A Storm of Light
The Secret

PASSEND zum Winter wird es auch wieder im Conne Island dunkel und düster. Mit Converge und Touché Amoré sind zwei auf ihre Art und Weise einzigartige Hardcorebands im Hause. Converge, mehr oder weniger eine Legende aus diesem Genre, erfinden sich und ihre Musik von Album zu Album neu, ohne dabei aber ihren eigenen unverkennbaren Stil zu verlieren. So auch auf ihrem neusten Album „All We Love We Leave Behind“, welches der Anlass dieser Tour ist.
Touché Amoré sind eine der Neuentdeckungen aus dem Hardcorebereich und zeichnen sich nicht nur dadurch aus, dass sie ihre eigene Interpretation von Hardcore gefunden haben, sondern auch durch das durchdachte, konzeptvolle Songwriting des Sängers Jeremy. So ist es auch kein Zufall, dass Touché Amoré auf Converges hauseigenem Label Deathwish sind.

[cee ieh #200]

in der umlaufbahn. über die sozialen und politischen auswirkungen der eurokrise.

13.Dezember * 18.15 Uhr * Melanchthonianum, Uniplatz

Anton Landgraf: In der Umlaufbahn. Über die sozialen und politischen Auswirkungen der Eurokrise

Nirgendwo ist es ruhiger als im Zentrum des Orkans. Während Süd- und Osteuropa mit dem wirtschaftlichen Verfall kämpft, ist in Deutschland wenig davon zu spüren. Hier lästert man über liederliche Griechen und bankrotte Spanier, während man sich selbst auf die Schulter klopft – jetzt scheint sich die Aussage von Bundeskanzlerin Merkel zu bestätigen, wonach Deutschland gestärkt aus Krise hervorgehen werde. Die neue deutsche Herrlichkeit ist allerdings untrennbar mit einem sozialen Desaster in den peripheren Staaten verbunden. In kurzer Zeit ist dort der Lebensstandard dramatisch gesunken, vergleichbar nur mit der Zeit nach einem (Kalten) Krieg. Die Reaktionen in den betroffenen Regionen fallen dabei unterschiedlich aus. Während es in Südeuropa zu heftigen sozialen Auseinandersetzungen kommt, experimentiert man in Osteuropa mit Formen autoritärer Herrschaft. Hinzu kommt in ganz Europa eine Renaissance längst obsolet geglaubter separatistischer Bewegungen. Der alte Plan eines Kerneuropas erhält so neue Aktualität: Während sich die peripheren Staaten immer schneller in der Umlaufbahn drehen, verfestigt sich die Macht im Zentrum.

Ein Vortrag in der gesellschaftskritischen Veranstaltungsreihe „Kapitalistische Krisenzeiten. Politik, Ideologie, Identität.“ des AK Kritische Intervention.

mit der 3d-brille gegen antizionismus? kritik der interventionen gegen den israelbezogenen antisemitismus.

11.12.2012 – 18.30 Uhr – Melanchthonianum der Universität Halle – Universitätsplatz 8/9, Halle (Saale)

Ohne die Kritik seiner israelbezogenen Spielart lässt sich Antisemitismus nicht mehr treffend kritisieren. Der jüdische Staat ist auch in Deutschland das bevorzugte Objekt von Antisemiten, um endlich das sagen zu können, was sie sich über die Juden nicht einmal mehr zu denken trauen.

Das hat sich längst rumgesprochen: Vom Antisemitismusbericht der Bundesregierung, über Frank Schirrmacher in der FAZ bis hin zu Stellungnahmen von Antifa-Gruppen quer durch die Republik – die Kritik des israelbezogenen Antisemitismus ist längst in aller Munde.

So schreibt der Expertenkreis der Bundesregierung: „Der antizionistische Antisemitismus tritt unter dem Deckmantel einer Ablehnung der Innen- und Außenpolitik des Staates Israel auf, der im Kern aus einer besonderen ideologischen Verzerrung und pauschalen Diffamierung des jüdischen Staates besteht, die sich zugleich traditioneller antisemitischer Stereotype bedient…“. Frank Schirrmacher hält in seiner Analyse der Täter-Opfer-Umkehr bei Grass daran fest, „Israel gefährdet den Weltfrieden“ sei eine „Einzelthese“. Die Antifa hingegen ist ungewollt mit Joachim Gauck in ihrer Israelsolidarität verbunden – beide können den jüdischen Staat nur von seinem Ende her denken. In der linken Version heißt das: „Israel bis zum Kommunismus“.

Doch alle Mühe ist ohnehin vergebens. Es braucht nur einen nichtigen Anlass, ein mieses Gedicht oder einen provinziellen Preis und der antisemitische Hass auf Israel bricht sich nicht nur in Leserbriefen Bahn. Die gängige Kritik am israelbezogenen Antisemitismus kann dies nicht sehen, versucht sie ihn doch lediglich als Antizionismus oder sekundären Antisemitismus zu begreifen, der höchstens ressentimentgeladen auf israelische Politik reagiere und den man entweder mit Seminaren zum Nahost-Konflikt oder den Sprachregelungen des 3D-Tests von Nathan Sharansky bekämpfen könne.

Kritik des Antisemitismus muss jedoch immer auch Kritik der antisemitischen Gesellschaft sein, Antisemtismus also als wahnhafte Projektion bestimmter Aspekte der kapitalistischen Totalität auf den Juden zu begreifen versuchen. In diesem Sinne will der Vortrag aus der Kritik der falschen Interventionen gegen den israelbezogenen Antisemitismus heraus einige seiner Elemente genauer beleuchten.

Über den Referenten:

Daniel Poensgen (Berlin) ist Sozialwissenschaftler. Von ihm ist zuletzt erschienen: „Souveränität und Wahn. Über die Debatte um Günter Grass und die Notwendigkeit einer staatstheoretischen Perspektive auf den gegenwärtigen Antisemitismus“, in Phase 2.43/2012.

Die Veranstaltung wird organisiert vom Landesarbeitskreis (LAK) Shalom Sachsen-Anhalt und findet im Rahmen des Alternativen Vorlesungsverzeichnisses des Studierendenrates der Universität Halle und der Aktionswochen gegen Antisemitismus statt.

dirty hands on a trash like you. anatopia.

So, 09. Dez, 16:00, reil78, halle

DIRTY HANDS ON A TRASH LIKE YOU + ANATOPIA

Matinee // Garage-Space, Elektropop, Flowmarkt, Glowwine

Sonntag? Ruhetag war gestern. Damit ihr es trotzdem noch rechtzeitig zum Tatort schafft, laden wir zum nachmittäglichen Matinee mit Flohmarkt, Glühwein, und das Allerbeste – diese beiden grandiosen Bands:

Die israelischen »Dirty Hands On A Trash Like You« lassen uns mit ihrem trashigen Garage-Space samt Riot-Grrl-Note zappeln, tanzen, surfen…
http://megapeng.net/features/feature_07.11_dirty.html
http://dirtyhandsonatrashlikeyou.bandcamp.com/
http://www.facebook.com/pages/Dirtyhandsonatrashlikeyou/117887250953

»Anatopia« is an ecstatic blast of well-crafted raw energy made of Henrietta Morgenstern (Synth, vocals & cymbals) and Klaus Plötzlich (custom made drum-kit, guitar & vocals). It is a duo band, love affair, freak show, intergalactic cabaret, punk concert, science fiction film and a multitask juggling act that is at moments funny, others scary, simultaneously impressive and fragile, but mostly makes you wanna dance.
http://www.facebook.com/pages/Anatopia/132578213464425

Den Eintritt dürft ihr selbst einschätzen,
auf einer Skala von 2,59 bis 8,64 eur

Wir freuen uns auf Euch, die Bands und einen Advent, der keineswegs zum einschlummern ist.

mio. lafftrak. entrails out.

mio lafftrak entrails out

08-12-12, 22.00, reil78, halle

mio [leipzig]

Lafftrak [8bit hc aus hannover]

Entrails Out [grindcore ausm pott/hamburg]

rodeo idiot engine. divider. moribund scum.

07/12/2012 @ Atari, Leipzig

sickmangettingsick.records & MÜ Booking presents:
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Rodeo Idiot Engine ( Euskal Herria / Basque Country)

“The Basques of THE RODEO IDIOT ENGINE are the most obvious living proof or so to speak of this and after a first EP in 2010 (” The First Fall”) which had already triggered two European touring escapades for them and a wheelbarrow of first parts (Nadja , Kruger, Celeste…), the quintet climbs few stages in musical extremism with their first album “Fools Will Crush The Crown”.
28 minutes of brain drying which quite matches in brutality with THE CHARIOT adding the close to epileptic technical patterns of THE DILLINGER ESCAPE PLAN in their beginnings, as much as the intensity of SHORA most chaotic period mixed with the all-reaching over-achieved blackness of CELESTE.

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DIVIDER ( NEW YORK, USA)

“They´re a heavy / loud band. The record “At Twilight” came out over 3 years ago. …. Just recorded a handful of songs at Dead Air Studios for our “strange lands” 7” and some pre-production tracks for our upcoming LP. One of the 7” songs is available to stream above. Check it out.

Name droppings: Bone Dance, Colony, Ed Gein, Lords, Blues, Furnace, Capsule, Incendiary, Backtrack, Veloz

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Moribund Scum (Brunswick, Germany)

new Crust/Thrashmetal/D-Beat band from brunswick

die gewissensdeformation in der diktatur des proletariats.

Freitag, 07. Dezember 2012, 19.00 Uhr, Stadthaus Halle, Großer Saal, Marktplatz 2, Halle (Saale)

Die Gewissensdeformation in der Diktatur des Proletariats

Zum psychischen Verständnis der inoffiziellen Mitarbeiter der Staatssicherheit

Vortrag und Podiumsdiskussion, Referentin: Esther Schulz-Goldstein (Psychoanalytikerin, Berlin)

Podiumsteilnehmer: Gerold Hiebsch (Mitteldeutsches Institut für Psychoanalyse e. V. Halle), Uta Leichsenring (BStU-Außenstelle Halle)

Die ethischen Vorstellungen der DDR-Staatsmacht unterschieden sich von denen ihrer Bürger. Während der inoffizielle Mitarbeiter (IM) für die Staatssicherheit ein „aufrechter Patriot“ war, galt er in der Bevölkerung als „Spitzel“. Mit dem Ende der DDR gingen auch die ethischen Vorstellungen der SED und des Ministeriums für Staatssicherheit unter. So blieb vom ehemals „aufrechten Patrioten“ nur noch der Denunziant zurück.

Wie gelang es dem DDR-System so auf die Psyche einzelner Menschen einzuwirken, dass sie sich zu einer IM-Tätigkeit bereit erklärten? Welche Auswirkungen hatte eine solche Tätigkeit für den IM selbst? Welche Vorstellungen von „Schuld“ und „Verantwortung“ herrschten in der DDR vor? Welche Folgen zeigen sich bis heute? Auf diese und ähnliche Fragen wird eingegangen und nach einer Antwort gesucht.

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: BStU, Außenstelle Halle (Saale)
Mitveranstalter: Stadthaus Halle, Mitteldeutsches Institut für Psychoanalyse e. V. Halle