Archiv für November 2012

sonny vincent. lulu. utility belts. the golden schmucks.

sonny vincent lulu

Fr, 30. November, 21.00, Huehnermanhattan, Halle

sonny vincent (original NYC punk rock since 1976)

http://sonnyvincent.maketrouble.net/
www.facebook.com/pages/Sonny-Vincent/252005384818993?fref=ts

lulu (synthie punk der extraklasse)
nehmt eure tanzschuhe und genossen, speckt und kloßt ab, als gäbe es kein morgen.

www.facebook.com/LuLus.Music

utility belts (2 comic shop guys do the garagio primitivio)

DJs:

the golden schmucks
it is very simple: they are pretty good! if you can‘t get a naked laurette luez pitchin‘ tunes on your party, they are the very next best choice!

http://thegoldenschmucks.blogspot.de/
http://www.facebook.com/thegoldenschmucks

konferenz: kritische theorie – psychoanalytische praxis: das opfer.

Fr, 30 November, 19:00 bis 2. Dezember um 14:30, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Wächterstraße 11, Leipzig

Konferenz „Kritische Theorie – Psychoanalytische Praxis: Das Opfer“

Die Logik des Opfers ist die Logik des traumatischen Wiederholungszwangs: Immer wieder Schreckliches tun, um die höheren Schreckensmächte zu besänftigen. Das Opfer hat aber nicht nur archaische rituelle, sondern auch hoch moderne deregulierte Erscheinungsformen: offensichtliche und verkappte. Opfer zu verlangen gehört stets zu den Praktiken der Herrschaft, Opfer zu erbringen oft zu den Praktiken der Unterwerfung. Gelegentlich hat Selbstaufopferung aber auch hohe moralische Qualität. Die Tagung soll alte und neue Opferformen psychoanalytisch und gesellschaftskritisch durchleuchten.

PROGRAMM

Freitag, 30.11.2012
19:00 – 20:30 Uhr
Prof. Dr. Jan Assmann, Heidelberg
„Opfern“

Samstag, 01.12.2012
9:00 – 11:00 Uhr
Prof. Dr. Burkhard Brosig, Giessen
„Das Herz in der Aldi-Tüte: Transplantate als Opfer und Geschenk in der Dynamik kindlicher Verarbeitung“
Co-Referat: Lea Schumacher

11:30 – 13:30 Uhr
Prof. Dr. Detlev Claussen, Frankfurt/M., Hannover
„Rache für die Opfer? Über einen ungleichen Tausch“
Co-Referat: Sebastian Tränkle, MA

Pause

15:00 – 17:00 Uhr
Dr. Eberhard Haas, Darmstadt
„Opfertheorie – Opfertrance – Neurosen:
Totem und Tabu heute“

Co-Referat: Carsten Wonneberger, Dipl.-Psych.

17:30 – 19:00 Uhr
Prof. Dr. Sigrid Weigel, Berlin
„Opfer und Compassio“
Co-Referat: Panja Lange

ab 20:00 Uhr – geselliger Abend

Sonntag, 02.12.2012
9:00 – 11:00 Uhr
Prof. Dr. B. Boothe, Zürich
„Weibliche Opfer?“
Co-Referat: Micha Böhme, MA

11:30 – 13:30 Uhr
Prof. Dr. H.-J. Wirth, Giessen
„Selbstmordattentäter – psychoanalytische und psychohistorische Hintergründe eines modernen Phänomens“
Co-Referat: Robert Zwarg, MA

postliberaler rassismus: die banalität des rassismus in der postnationalen einwanderungsgesellschaft.

Do, 29. Nov, 19 Uhr (s.t.), Hörsaal XXII, Audimax, Universitätsplatz 1

Postliberaler Rassismus: Die Banalität des Rassismus in der postnationalen Einwanderungsgesellschaft

Vassilis S. Tsianos

Der Rassismus eines Sarrazin ist ein Rassismus der radikalisierten Suburbia-Mittelschicht, die ihre Hegemonie jenseits des Parteienspektrums sucht und organisiert. Ihr Markenzeichen sind urbane Bildungspanik, autoritärer Sozialrevanchismus zur Disziplinierung metropolitaner Devianz und postpolitischer Tabubruch mittels antimuslimischer Rhetorik. Mit dem Begriff des “postliberalen Rassismus” versuche ich im Anschluss an Balibar die Krise des “differentiellen Rassismus” weiter zu denken. Der “differentielle Rassismus war ein Rassismus, der die Unvereinbarkeit kultureller Differenzen propagierte und faktisch zur sozialen Immobilität mittels staatsbürgerlicher Exklusion von Migrant_innen führte. Der “postliberale Rassismus” skandalisiert vielmehr den Verfassungspatriotismus der neuen Deutschen und adressiert de facto die mögliche Umkehrung ihrer Staatsangehörigkeit. Rassismus modernisiert sich in neuen Formen, die nicht nur an der kulturellen Differenz festzumachen sind, auch wenn das immer noch so dargestellt wird. Es ist nicht eine religiöse Differenz, die bei der politischen Thematisierung von Burqa, Niqab oder Kopftuch aufgetan wird, sondern eine kriminalisierende Differenz des terroristischen Generalverdachtes, die an das Zeichen einer religiösen Differenz einer migrantischen oder postnationalen Gruppe festgemacht wird und auf diese Weise ihre sonst unangreifbaren Niederlassungsrechte in Deutschland und in Europa in Frage stellt. In dem “postliberalen Rassismus” sehe ich dabei die Produktivität eines antimuslimischen Rassismus, der darin besteht, die aus der Einwanderungsgeschichte resultierenden Niederlassungsrechte postnationaler Subjekte einzuschränken, in dem sie z.B. mit der Praxis des generellen Terrorismusverdachtes flankiert werden. Die Legitimationskrise des Neoliberalismus betrifft also auch die buchstäblichen Grenzen liberaler Politiken der postnationalen Staatsbürgerschaft. Diese illiberalen Grenzziehungspolitiken (“reversible citizenship”) sind zugleich als postliberale Grenzen der Demokratie zu verstehen.

Vassilis S. Tsianos ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Hamburg und Projektkoordinator des Forschungsschwerpunktes “Border crossings” im EU-Projekt (FP7 Co-operation Socio-economic Sciences and Humanities ) MIG@NET transnational digital networks. migration and gender”, http://www.mignetproject.eu/ undGründungsmitglied des Netzwerkes Kritische Migrations-und Grenzregimeforschung.

Ausgewählte Veröffentlichungen:

Papadopoulos, Dimitris/Stephenson, Niamh/Tsianos, Vassilis (2008): Escape Routes. Control and Subversion in the 21. Century. London: Pluto Press

Pieper, Marinne/Atzert, Thomas/Karakayali, Serhat/Tsianos, Vassilis (2011): Biopolik – in der Debatte. Wiesbaden: Verlag der Sozialwissenschaften

Tsianos, Vassilis/Ronneberger, Klaus (2012):Panische Räume. In: StadtBauwelt 193, S. 40-49
(auch online verfügbar)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe queer einsteigen.

ty segall. zentralheizung des todes.

29.11. UT Connewitz, doors: 20Uhr – los: 21Uhr

UT & das SchubladenKonsortium laden ein:

Ty Segall (us/Drag City-In The Red)

Mr Segall gilt derzeit als eines der Wunderkinder im nordamerikanischen Untergrund, veroeffentlichte er doch mit seinen zarten 23 Lenzen seit 2008 bereits 5!Alben solo die alle samt qualitativ weit vorn lagen und seinen schieren Wahnsinn an Ideen und Ansaetzen mit Leichtigkeit und Nonkonformitaet zu Songs zu buendeln wusste. Entstanden sind diese im Psychedelic/Garage Umfeld seiner Heimatstadt San Franzisco um/mit Freunden wie John Dwyer (Thee Oh Sees), Mike Donovan (Sic Alps) und Eric Bauer (Crack W.A.R.) oder The Fresh And Onlys. Be there or be square!

Zentralheizung des Todes (d/Eine Welt aus Hack)

Dass man sich nicht permanent panatlantisch den Hals verrenken muss um interessante Mikroszenerien zu entdecken aus denen spannende, frische Musik ihren Ursprung nimmt beweist die Zentralheizung of Death des Todes. Die kommen aus Erfurt. Erfurt liegt in Thueringen.
Neben der Sachlage das hier Jungspunde beherzt um ihr Leben spielen und dabei Hammer Postpunk/Noiserock-Perlen fabrizieren bei denen sich Wire, Wipers und Hot Snakes vor Freude in den Armen liegen wuerden schafft die Bande es in den heimisch, tristen Semiurbanitaeteten des post-Topf&Soehne-Squat-Erfurt mit samt seinen Auswuechsen durch eine Reihe an Konzerten und einem Festival Gegenpole zu bilden. Chapeau!

terror, wahn, gesellschaft. der nsu, der staat und die verwandlung der gesellschaft in ein irrenhaus.

28. November 2012, 19 Uhr, Melanchthonianum, Universitätsplatz 8/9, Halle (Saale)

Terror, Wahn, Gesellschaft. Der NSU, der Staat und die Verwandlung der Gesellschaft in ein Irrenhaus.

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Vertretern der AG Antifa

Als sich im November 2011 herausstellte, dass Neonazis über mehrere Jahre hinweg Mordanschläge in der Bundesrepublik verübt hatten, war die deutsche Öffentlichkeit „betroffen, empört, fassungslos“. Nach dem Bekanntwerden der NSU-Morde wurde über alles Mögliche gesprochen: ein Wiedererstarken der Neonaziszene, eine „Braune Armee Fraktion“,
inkompetente Behörden, eine rassistische Gesellschaft sowie rechte Seilschaften bei Verfassungsschutz und Polizei. Nur eines wollte oder konnte niemand thematisieren: die Frage, inwieweit sowohl die Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ als auch die Kombination aus Inkompetenz und Impertinenz auf Behördenseite Ausdruck einer an sich selbst irre gewordenen Gesellschaft sind. Aus Anlass des bevorstehenden NSU-Prozesses soll im Rahmen des Vortrags mit einigen Thesen versucht werden, über die reine Faktensammlung und die hektische Betriebsamkeit von Politik und Medien – von der Einrichtung einer Generaldatei „Rechts“ bis zu Diskussionen über ein neues NPD-Verbotsverfahren – hinauszukommen. Denn allem Veränderungsgestus zum Trotz dient dieser Aktionismus letztlich nur einem Zweck: besinnungslos weiter hantieren zu können wie bisher.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Antifaschistische Hochschultage Wintersemester 2012 der ag antifa.

ancient sky. unur.

ancient sky unur

Mo, 26. Nov, 20:00 Uhr, Leipzig

Ancient Sky (USA) + UNUR (USA)

gafa del rigor cassettes & sickmangettingsick.records presents
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ANCIENT SKY ( New York, USA)

„Everything with this release pretty much reveals what one is up for in regards of the sonic output. The band name Ancient Sky, the album title T.R.I.P.S, the affiliation with Robotic Empire and not to mention the artwork itself screams of substance (ab)use, long hair and affection for things made forty years ago. Had no idea who this band was, but after a quick google search reveals that none other than members of Majority Rule, City of Caterpillar, Verse En Coma, Darkest Hour, Little Gold and most likely a whole bunch of other bands. Not sure if this got me more or less exited, but these are talented dudes and if someone were to be able to pull something like this off it could very well be these guys.

The 7 songs on this LP is planted with one foot in the 70’s rock territory and the other in the psychedelia that was the 60’s. At times it reminds me a whole lot of bands like Earthless, but there is more pop structure, melody and songs are in general shorter so there is no ‚time‘ hammering away on the same riff or idea for minutes and minutes on end. The latter can definitely have an effect in music like this, but the shorter approach of Ancient Sky has it’s clear benefit that ideas and parts of the songs never get boring. They do stumble into less good territory every now and then, especially on the opening off ‚Ray Bradbury‘ but as a whole there is a whole lot of greatness here. From the groovy Black Mountain-esque ‚Wooden Ear‘, via the laid back floating ‚All Colors at Once‘ to the pure atmospheric title track ‚T.R.I.P.S‘, Ancient Sky show that they clearly know what they are doing. A little more out-there rock and volume and this would be pretty much flawless.

This is a vinyl, tape and digital release only where the vinyl is taken care of by Italy’s Sons of Vesta and the bands own imprint Loud Baby Sounds.“

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UNUR ( Chicago, USA)

„one person and a handful of machines and strings.
drum machine, mono/poly synth, guitar, voice
minimal dystopian post-something“

okkultokrati. lucifer the lightbearer.

lucifer the lightbearer

23-11-12, reil 78

Okkultokrati [heavy nihilistic punk / oslo]

Lucifer The Lightbearer [progressive hardcore /leipzig]

die macht der verführung.

24 NOV | 20.00 UHR | INSTITUT FÜR MUSIK | HALLE

Die Macht der Verführung

8 Hände, 6 Beine, 2 Flügel
Kompositionen von John Cage, Witold Lutoslawski, Darius Milhaud und Improvisationen

IMPULS-Abschlusskonzert mit anschließender Party

Klavier: Antonis Anissegos, Sascha Dragićević, Lisa-Marie Schneider, Jan Vorrath

Klavier-Improvisationen über das Festivalmotto Und wenn die Welt voll Teufel wär’ und Werke von

John Cage
In a Landscape

Witold Lutosławski
Paganini-Variationen

Darius Milhaud
Brasileira aus Scaramouche

im Anschluss Party mit Marc Weiser (RECHENZENTRUM), der sich mit seinem DJ-Set auf der Grenze zwischen Neuer Musik und Electronica bewegen wird.

Mit übermenschlicher Tastentechnik (Phonola und Trautonium) hat das IMPULS-Festival am 7.11. begonnen. Was wie Magie und Zauber wirkte, wird jetzt von vier Pianisten an zwei Flügeln übernommen.

Noch einmal steht das Festivalmotto Und wenn die Welt voll Teufel wär´ im Mittelpunkt: Die beiden Komponisten und Pianisten Antonis Anissegos und Sascha Dragicevic improvisieren über Text und Musik von Luther und Bach.

Eine Hommage an John Cage zu dessen 100. Geburtstag ist die Aufführung von In a Landscape, ein Werk, das schon durch seine Atmosphäre und Einfachheit bemerkenswert ist: Geschrieben für fast nur weiße Tasten und gespielt mit ständig gedrücktem Haltepedal fließen Melodie und Harmonie zu einem kontemplativen Gesamtklang ineinander. Dieser Eindruck von Unendlichkeit steht im Gegensatz zur Virtuosität bei Lutoslawski und zur Vitalität bei Milhaud, beides Werke für vier Hände, die den Schlusspunkt unter das Festival 2012 setzen. Zur anschließenden Abschlussparty sind alle Konzertbesucher herzlich eingeladen.

constellation 15th anniversary.

constellation 15th anniversary

SchubladenKonsortium & UT Connewitz present:

CONSTELLATION 15th ANNIVERSARY

Do, 22. Nov – Sa, 24. Nov., UT Connewitz, Wolgang-Heinze-Str. 12a, Leipzig-Connewitz

Eines unserer ausgesprochenen Lieblingslabel hat Geburtstag!! Constellation wird 15 und schickt einige seiner besten Acts auf Europatour. Wir sind hoch erfreut ein Wochenende mit 6 Bands und Künstlern aus dem Hause Constellation erleben zu dürfen. Als Headliner stehen am 23. & 24.11.2012 THEE SILVER MT. ZION und DO MAY SAY THINK auf dem Programm.

Donnerstag, 22.11.12, 20 Uhr:
Wir starten ins Festival-Weekend mit einem Filmabend, der diverse Filme und Videos und auch Experimentelleres aus dem Constellation-Umfeld versammeln wird. Und wir möchten die Gelegenheit nutzen, Euch das Buch zum 15-jährigen Jubiläum des Labels vorzustellen.
Gezeigt wird u.A. der Film WHITE MATERIAL (F 2009) von Claire Denis mit Isabelle Huppert, Christopher Lambert und Isaach de Bankolé. (Da der Film in Deutschland noch nicht erschienen ist, läuft er bei uns als Originalversion mit engl. Untertiteln.)
http://www.moviepilot.de/movies/white-material/trailer

Freitag, 23.11.12, 20 Uhr:
Do Make Say Think
Sandro Perri
Mantana Roberts
Eric Chenaux
Hangedup
+ DJ DJ Monokid & Joe Le Taxi

Samstag, 24.11.12, 20 Uhr:
Thee Silver Mount Zion Memorial Orchestra
Hrsta
Carla Bozulich
Elfin Saddle
Jerusalem In My Heart
+ DJ Samtbody

+ Special guests

http://cstrecords.com/europe-15th-event-details/

kapital, krise, sparpolitik.

23.November, Melanchthonianum, Hörsaal XVIII, 1.OG, Uniplatz, Halle

Kapital, Krise, Sparpolitik.

Über die Widersprüche der kapitalistischen Gesellschaft, den Irrwitz der europäischen Sparpolitik und die Tatsache, dass weder Spekulation noch Staatsverschuldung die Ursache der Krise sind.

Ernst Lohoff

Im globalen Finanzmarktcrash entladen sich die Wider-sprüche der kapitalistischen Gesellschaft. Der akute Krisenschub nimmt zwar von den Finanzmärkten seinen Ausgang, die Ursachen liegen aber tiefer. Was Marx anhand der Krisen des 19. Jahrhunderts nachgewiesen hat, gilt erst recht für das Weltwirtschaftsbeben unserer Tage. Nichts ist analytisch so naiv und ideologisch so gemeingefährlich wie die Dolchstoßlegende, eine gesun- de Realwirtschaft sei der grenzenlosen Habgier einer Handvoll Banker und Spekulanten zum Opfer gefallen. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Das historisch beispiel- lose Abheben des Finanzüberbaus in den letzten 35 Jahren war selber schon das Ergebnis und zugleich die provisorische Überwindung einer fundamentalen Krise der kapitalistischen Gesellschaft. Eine Produktionsweise, die auf der Vernutzung lebendiger Arbeitskraft beruht, muss angesichts des ungeheuren Produktivkraftschubs der mikroelektronischen Revolution an ihre strukturellen Grenzen stoßen. Vor diesem Hintergrund gilt es auch den paradoxen Doppelkurs aus Sparpolitik und Verschul- dung zu betrachten, den die Regierungen der führenden kapitalistischen Länder eingeschlagen haben. Um Kre- ditwürdigkeit zu demonstrieren und sich auf den Finanz- märkten frisches Geld besorgen zu können, werden massive Sparanstrengungen für die Zukunft beschlossen. Dieser Sparwille wird demonstrativ an den Teilen der Gesellschaft exekutiert, die als „nicht-systemrelevant“ eingestuft werden. Ihnen wird noch das letzte Butterbrot genommen, nicht um damit die Schulden zu bezahlen, sondern damit die öffentliche Hand gegenüber den Geld- und Kapitalmärkten ein bisschen länger den Schein der Kreditwürdigkeit aufrechterhalten kann.

Ein Vortrag in der gesellschaftskritischen Veranstaltungsreihe „Kapitalistische Krisenzeiten. Politik, Ideologie, Identität.“ des AK Kritische Intervention.