Archiv für Oktober 2012

radical satan. staer.

Mi, 31 okt, 21:00, Hühnermanhattan, Hordorferstrasse 4, Halle (Saale)

OMNI presents:

RADIKAL SATAN (AR/ Urquinaona)

Maurice & Cesar Amarantem, two Argentinean brothers currently residing in Bordeaux, play contrabass, accordion, synthies, percussion and organ. Radikal Satan are neither satanic preachers nor a black metal band. Radikal Satan combine 30’s music with Latin rhythms. Their unrelenting slowness can either liberate or crush their audience with anvil-like qualities. Call it Tango Doom, call it Horror Folk, call it the best Film Noir Soundtrack you´ve ever heard.

STAER (NO/Discorporate)

Staer first spread its counter-cultural wings in 2008, and has since been hailed by various noise acts both locally and internationally. Some might remember them opening for Child Abuse earlier this year at Reil78. Staer use guitars and drums because they want the best.

acid pauli. mila stern. oliver goldt.

acid pauli mila stern

Di, 30. Okt, 23:00, Charles Bronson, Berlinerstr. 242, Halle


ACID TUESDAY // Acid Pauli / Mila Stern / Oliver Goldt

Diesen Dienstag kehrt eine Legende zurück in die Hallen des Charles. Acid Pauli ist seit Jahren ein Ikone im Technogeschäft. Seine Platten erreichen Rekord-Wiederverkaufswerte auf allen Plattformen und seine Gigs sind begehrt im ganzen Land. Schön das er sich die Zeit nimmt in Halle vorbeizuschauen und wieder für Ausnahmezustände im Bronson zu sorgen. Seit 1997 ist er unter verschiedenen Künstlernamen wie z.B. Console oder als Produzent von The Notwist erfolgreich und behält sich dabei immer seinen Underground Anspruch aufrecht. Ihr Debut im Charles gibt heute Mila Stern und wird neben dem alten Hasen Oliver Goldt den Abend abrunden. Lets Acid.

Preis 9€

heads down soli. ghostwriter. empty handed. lucifer the lightbearer.

heads down soli

Di, 30. Okt, Doors: 20.00 Start: 21.00, Manfred, Stö 5, Leipzig

Blackheart Inc. & Kids In Bearsuits Shows presents:

„Hands Up For Heads Down Records“

Empty Handed

Ghostwriter

Lucifer the Lightbearer

+ Vegan Food
+ Trash Punk Aftershow Disco
+ Soli Cocktails
+ alte Band T-Shirt Börse

classless kulla. istari lasterfahrer.

Fr, 26.10.2012, 22 Uhr, vl, ludwigstraße 37

CLASSLESS KULLA & ISTARI LASTERFAHRER + CURARE

Classless Kulla [Facebook] & Istari Lasterfahrer [Facebook] (Breakcore – Berlin, Hamburg/D) – Was soll man sagen? Kommunistische Basspredigten & irgendwann tanzen immer alle.

Im Anschluss gibt es dann noch DJ-Sets von DANIEL KULLA (Breakcore – Berlin/D) und CURARE (Dubstep, Drum‘n'Bass – Halle/D).

das proletariat als prozess – revisited.

Fr. – 26. Oktober 2012 – 19.00 Uhr
Das Proletariat als Prozess – Revisited / Vortrag

Sa. – 27. Oktober 2012 – 11.00 bis ca. 14.00 Uhr
Das Proletariat als Prozess – Revisited / Seminar

Kapitaldruck am Roßplatz 11, Leipzig

Das Proletariat als Prozess – Revisited

Noch immer ist die Kategorie „Proletariat“ ein Tabu. Haftet ihm doch in doppelter und dreifacher Hinsicht die Aura der bisher größten historischen Niederlage an:

- das schreckenerregende Bild der einst angekündigten Revolution zur Verwirklichung einer klassenlosen Gesellschaft;

- das abstoßende Bild „des Proletariers“ von einst als Verkörperung sowohl des männlich-sexistischen „Arbeiters der Faust“ als auch des mitleidheischenden „armen und dummen Proleten“;

- d.h. in den deutschen Zuständen: die schreckenerregende Vorstellung vom revolutionären Proletariat ist in das Grauen angesichts der historischen Kollaboration der deutschen Arbeiter_innenklasse mit dem Nationalsozialismus übergegangen, ihre massenhafte Eingliederung in die Volksgemeinschaft – auch die der PostNS-Ära – steht vor Augen, womit auch das identitäre Bild vom Proleten schlechthin fixiert worden ist.

- das kompromittierende Bild einer parteilich-interessierten Ideologie des Staatsmonopols im Namen des Proletariats, welche in der nüchternen soziologischen Empirie der modernen, scheinbar „ent-ideologisierten“ universitären Wissenschaft schon längst nichts mehr zu suchen hat; bis hin zu dem Verdacht oder der These, dass die Vorstellung von „Klasse(nkampf)“ selber bloß ein „Fetisch“ sei.

Dieses überdeterminierte Tabu ist aber zugleich Ausdruck wie Besiegelung der historischen Niederlage, und beide sind nur aufzukündigen, indem wir sie erklären. Die Selbstaufklärung der Proletarisierten über ihre Niederlage, dass wir es noch immer und sogar zunehmend sind – nämlich existenziell abhängig vom Verkauf unserer Arbeitsvermögen als Ware auf dem Arbeitsmarkt –, sie wäre schon der erste und elementarste Schritt zur Bildung der Klasse an-und-für-sich und damit erst zur Selbstabschaffung als Klasse und der Klassengesellschaft überhaupt.

Dieser Prozess der Selbstbewusstmachung konnte niemals geradlinig-progressiv verlaufen, und mit dem historischen Versagen des Proletariats 1933 – 45 und danach ist er zutiefst gebrochen. Der Prozess scheint in seinen Momentaufnahmen als fixierten Bildern seit einem halben Jahrhundert zu Ende gekommen zu sein. Das Proletariat als Prozess der menschlich-gattungsmäßigen Emanzipation müsste jenseits seiner Bilder neu erfunden werden – „bei Strafe des Untergangs“ (Marx). Aber begreift der Begriff noch die historische Wahrheit dieser Kategorie?

Was schon Adorno in dieser Situation (nach „Auschwitz“) festhielt, war eine wissenschaftlich-kritische Antwort: Der Wahrheitsgehalt des Klassen-Begriffs „berichtigt sich ebenso an der fortschreitenden Erfahrung wie an der Theorie. Keine dieser Kategorien allein ist ein Universalschlüssel; die Momente sind ineinander und arbeiten kritisch aneinander sich ab. Irgendeines zu isolieren verblendet die Wissenschaft – selbst Teilstück des gesellschaftlichen Prozesses – mit dem Schein, den sie tilgen soll und tilgen kann bloß, wofern sie die dialektische Komplexität ihres Gegenstandes trifft durch die eigene.“ (Anmerkungen zum sozialen Konflikt heute. 1968)

In unserem Vortrag und im daran anschließenden Kurs soll nun versucht werden, einen neuen Anfang zu machen mit der Zusammenfassung der historischen und alltäglichen fortschreitenden Erfahrung der Proletarität seit Marx’ Ära einerseits, der progressiven und regressiven Theorie von ihr andererseits. Diese dialektische Komplexität möchten wir vereinfachend sichtbar machen entlang wenigen Momenten des Proletariatsprozesses, die analytisch zunächst zu isolieren sind:

- als Erfahrung des radikalen Enteignetseins von den gesellschaftlichen Produktions- und Lebensbedingungen – was sich ausdrückt in der politischen Ökonomie und ihrer radikalen Kritik;

- als Erfahrung der fortschreitenden Teilungen der gesellschaftlichen Arbeit und Sphären wie aber auch ihres erzwungenen Zusammenspiels – was sich ausdrückt in Entfremdungen der Proletarisierten von ihren individuellen Fähigkeiten und voneinander sowie von sich als „gesellschaftlicher Gesamtarbeiter_in“; in ihren Charaktermasken und „Rollen“, last but not least in ihren Geschlechtern als „gender“ wie als „sexes“ — sowie in der radikalen Kritik dieser Rollenteilungen und dieser Geschlechts-Performation, in der psychoanalytischen und queerfeministischen „Kritik der libidinösen Ökonomie“;

- als Erfahrung der Versklavung in der zunehmenden Freiheit: einhergehend mit der Vergesellschaftung in bürgerlich-kapitalistischer Form, in den Formen der Zwangsarbeit, der Staatlichkeit, der kinship-relations wie der traditionellen und neuen Familie und des social networking … — und all dies drückt sich aus in Theorien der Fremd- und Selbstregulierung der Subjekte einerseits und andererseits in communistischer Kritik an allem, was der materiell-zeitökonomisch disponiblen Entwicklungsmöglichkeit des total selbstbestimmten gesellschaftlichen Individuums heute immer noch im Wege steht.

Bei diesem Herausarbeiten der (in Wirklichkeit untrennbaren) Momente „Kritik der politischen Ökonomie“, „Kritik der libidinösen Ökonomie“ und „Kritik der Ideologie als Herrschaftskomplex der Klassengesellschaft“ werden entstellte und übergangene Ansätze kritischer Theorie des wissenschaftlichen Communismus vorgestellt und angerissen:

so die Marxsche Kritik des Patriarchats (Raya Dunayevskaya), der Religion und Manipulationsphilosophie (Georg Lukács) sowie der Staatlichkeit (G.I.C. und S.I.); endlich gilt es hinzuweisen auf die communistische Psychoanalyse des Fenichel-Kreises und auf die situationistische Spektakeltheorie: beide historisch bedeutenden Ansätze zur Analyse (und Therapeutik) des fixierten (Selbst-)Bildes vom Proletariat und seiner Verdrängung sind bis heute besonders verschüttet oder verzerrt. Beide haben vor allem begriffen, dass „die Selbstbefreiung der Arbeiterklasse“ von Lohnarbeit/Kapital/Staat nicht allein das Werk massenhafter Lektüre des „Kapital“ Band 1 bis 3 … sein kann.

Zur Einleitung werden zuerst die entscheidendsten Ursprünge des Proletariatsbegriffs vor Augen geführt und die Marxsche Wendung zu seiner Verwissenschaftlichung auf der Basis materialistischer Analyse der Arbeit und ihres Doppelcharakters, ihrer möglichen Fetischformen im historischen Prozess der Proletarisierung aufgezeigt. Mit der Zuspitzung auf die „Antisemitismusfrage“ – wie konnte diese „verkehrte Revolution“ im Proletariatsprozess entstehen und alles bisher Erkämpfte in den geschichtlichen Abgrund reiten – soll zum Schluss das Problembewusstsein auf die aktuelle Situation gerichtet werden.

Es spricht und sucht die Diskussion Christopher Zwi, u.a. Mitherausgeber der Bände “Situationistische Revolutionstheorie” (Schmetterling Verlag).

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

amanda rogers.

Mi, 24. Okt, 20.00 Uhr, Café Central Magdeburg

Amanda Rogers

“Die Stimmungen sind angenehm unklar und diffus, die Texte voller Sehnsucht und Fantasie. Es wird eine schöne Balance gehalten zwischen Bandarrangements und intimen Stücken, bei denen sie sich nur am Klavier oder dem Fender Rhodes begleitet. Vor allem die zweistimmigen Passagen unterstreichen Amandas großartige Stimme und ihr Talent für magische Melodien.” – Rote Raupe Zine

body/head. lichens.

Mi 24.10. UT Connewitz, Doors: 20Uhr – los: 21Uhr

UT & das SchubladenKonsortium laden ein:

Body/Head feat. Kim Gordon & Bill Nace (us/Ecstatic Peace)

Nachdem in der Auszeit, die sich Sonic Youth verordneten, zunaechst Lee Ranaldo und Thurston Moore mit, fuer ihre Verhaeltnisse, eher konventionellen Rockalben solo herauskamen ist es nun Kim Gordon die mit ihrem neune Projekt Body/Head die Noise/Avantgarde Fackel der Band weitertraegt. Auf ihrem eigenen Label Ecstatic Peace als Kassette veroeffentlicht, kommt eine der wohl interessantesten Noisekollaborationen der letzen Zeit zu Tage die avancierte Soundelemente im Zusammenspiel mit Videokunst verbindet. Ihr Mittaeter Bill Nace gilt jenseits des Atlantik als einer der spannendsten Jungspunde im Improvisations/Freenoisekontext der sich zu letzt im Projekt Vampire Belt gemeinsam mit Chris Corsano hervortat. Gordon und Nace bearbeiten als Body/Head Verstaerker, Gitarren und Effekte um mit laermenden, von gaengiger Struktur befreiten Gitarrentoenen, experimentell, emotional assoziativ, zwischen Drone und Dissonanz, visuelle und klangliche Raeume aus zu loten. Gordon die seit den 80er Jahren neben ihrem Wirken als Bssistin/Saengerin/Gitarristin in der einfussreichsten, spannendsten Bands des nordamerikanischen Underground der letzten 30 Jahre in Kunstgefilden zwischen Installationskunst und Visual Art als Kuratorin und Kuenstlerin aktiv und kann neben Ausstellungen weltweit auch auf Projektkollaborationen mit Kuenstlern wie Dan Graham, Raymond Pettibon oder Mike Kelley verweisen.

Lichens (us/Kranky)

Wir fereuen uns Rob Lowe (ein viertel OM, ehemaliger Bassist und Vokalist von The 90 Day Men , TV On The Radio Kollaborateur) mit seinem Soloprojekt wieder im UT begruessen zu koennen. Lichens ist eine dunstverhangene Blase Welt. Er zieht diese um sich zu wie ein singender, dronender, ausatmender Töpfer im Inneren seines durchscheinenden Gefäßes. Ist dieses geschlossen und leuchtend und wallt vor dem Zuhörer wie ein pelzender, magmatischer Bienenstock, nimmt er zuweilen die Gitarre und schneidet mit der Ruhe, mit welcher man einen Liebesbrief vor dem Zukleben beleckt Horizonte hinein, die einen aus allen Ahnungen werfen.

finissage fiesta.

finissage fiesta

10/20/2012 | 22.00 uhr | la bim | plan 3

werkleitz festival .move forward finissage fiesta

Midnight Movie:
El Topo (Alejandro Jodorowsky, MX 1970, 125 min)

und DJs:
Rakete | Kaminski
XX-Delphin (Live Set)
& Mila Stern
Visuals von Sø and friends.

mutinity on the bounty. paan. zinnschauer.

mutinity on the bounty. paan. zinnschauer.

so, 7. okt, 20 uhr, reilstrasse 78, 06114 halle/saale.
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bands:

paan (screamo)

mutinity on the bounty (mathrock)

zinnschauer (postakustik)

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specials:

coacktailbar und soliburger

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präsentiert von:

http://www.riotcatnellie.com/
http://www.reil78.de/
http://www.motb.net/
http://www.x-why-z.eu/

three steps to the ocean. ur.

fr, 5. okt, reil78, halle

modern obsession presents

three steps to the ocean. ur.

Three Steps To The Ocean is an instrumental project born in 2006 in Milan, Italy. They combine massive riffs, sonic progressive textures and desolate soundscapes in a unique context.

The band made three records, all available for free here, including their 2012 album “Scents”.

Ur- besteht aus Leuten von Seas of Stone, Phon und Chakrun. Wir proben zusammen in Dreseden und versuchen Doom zu machen und das möglichst laut. Was so Artworksachen angeht versuchen wir so nahe der Natur zu bleiben. Also große, alte Wälder oder steinige Sachen. Alle Lieder sind bis jetzt nach Tieren benannt, die eben was doomiges an sich haben, z.B. Kondor, Wolf, Rinder… . Der Bandname Ur steht auch für Tier. Das ist ein anderer Begriff für den Auerochsen, der zwar schon ausgestorben ist aber so mit das größte, wilde Rind war.