Archiv für Juli 2012

fuck, wolves! afterlife kids.

Donnerstag, 21:00, Atari, Leipzig

Fuck, Wolves! Afterlife Kids.

Fuck, Wolves!: Hardcore/Screamo nearly from France

Afterlife Kids: 90s style bremocore from Berlin

Form und Geschichte des kapitalistischen Staates.

05.07. | 19:00 Uhr | Hörsaal 1 | Neues Hörsaalgebäude Uni Campus Leipzig

Joachim Hirsch (Uni Frankfurt)

Joachim Hirsch, einer der Hauptakteure der sogenannten Staatsableitungsdebatte der 70er Jahre und einst Professor für Politikwissenschaft an der Uni Frankfurt, gastiert in Leipzig und spricht über den kapitalistischen Staat und seine Bedeutung für die Marxsche Kritik.

[MarxExpedition 2012]

Infoveranstaltung und Buskartenverkauf „Insel fluten. Gegen den Volksmob, seine Apologeten und Aufstachler“.

insel fluten

Dienstag den 03.07.2012, 19:00, Reilstraße 78, Halle

Achtung: Auf der Veranstaltung in Halle werden Bustickets für die Fahrt nach Insel verkauft

In Insel im nördlichen Sachsen-Anhalt finden sich seit letztem Sommer regelmäßig Dorfbewohner zusammen, um zwei Männer, die in den 1980er Jahren wegen Vergewaltigung verurteilt wurden, aus dem Ort zu vertreiben. Zu diesem Zweck haben sie auch den Schulterschluss mit Neonazis geprobt. Ihre Forderungen fanden bei der Landesregierung, bei „Bild“ & Co. zumindest zeitweise Gehör. Anfang Juni versuchte ein 50-köpfiger Lynchmob, das Haus der beiden Männer zu stürmen. Er konnte nur durch vehementen Polizeieinsatz davon abgehalten werden. Die Demonstration „Insel fluten!“ richtet sich weniger gegen die Beteiligung von Neonazis am Protest, sondern gegen die ganz gewöhnliche Lynchmeute vor Ort, gegen die Zugeständnisse der Landesregierung an den Dorfmob und die Hetzkampagne von „Bild“ & Co.

Am 8.7.2012 findet vor diesem Hintergrund eine Antifa-Demo in Insel statt.

Seit etwa einem Jahr finden sich in Insel, einem Dorf im nördlichen Sachsen-Anhalt, regelmäßig die Bewohner zusammen, um zwei in den 1980er Jahren wegen Vergewaltigung verurteilte und 2010 aus der Sicherungsverwahrung entlassene Männer aus dem Ort zu vertreiben.
Der Mob institutionalisierte sich zur obligatorischen Bürgerinitiative, um als Erpresserbande an den nicht existenten Verhandlungstisch zu gelangen und das Wie und vor allem Wann der Vertreibung zu kommunizieren. Die Landespolitik zeigte sich zunächst unbeeindruckt.
Da sich nach einigen Wochen noch kein Erfolg einstellen wollte, suchte man im Oktober 2011 den offenen Schulterschluss zu den Neonazis. Das Kalkül schien aufzugehen. Allerorts wurde Empörung laut. Von der Landesregierung über die Zivilgesellschaft bis zur Antifa wurde sich nun- in Anerkennung der „legitimen Ängste“ und „berechtigten Sorgen“ der Dorfbevölkerung- gegen die „undemokratischen“ Nazis positioniert. Innenminister Stahlknecht startete darauf eine Initiative zum „einvernehmlichen“ Wegzug der beiden Männer, was wiederum kaum Kritik nach sich zog.
So verging kaum eine Woche in der nicht der wütende Mob das Haus der beiden Männer belagerte und seine Verteibungs- und Vernichtungsphantasien lauthals heraus schrie. Die wenigen Dorfbewohner, die dem Mob distanziert gegenüber stehen, werden seitdem verachtet und ausgegrenzt.
Einer der beiden permanent Bedrohten verließ Ende Mai das Dorf, flüchtete aber nach kurzer Zeit aufgrund von Protesten und einer Medienkampagne an seinem neuen Wohnort zurück nach Insel.
Vorläufiger Höhepunkt des Treibens war die versuchte Erstürmung des Hauses der beiden Männer durch eine 50-köpfige, zum Lynchen bereitwillige Meute am 1. Juni 2012.

Der Vortrag möchte zeigen, dass die Geschehnisse in Insel in der Form keinen Einzelfall darstellen und für die nähere Zukunft, nach dem Verbot der nachträglichen Sicherungsverwahrung, der Auftakt für weitere Kampagnen und Vernetzungen gegen ehemalige Sicherungsverwahrte sein könnten. Des weiteren soll dargelegt werden was es mit den „legitimen Ängsten“ auf sich hat, dass es entgegen der Verlautbarungen bei der anhaltenden Täterfixierung des Mobs nicht um Opferschutz gehen kann und warum Dorfgemeinschaft und Neonazis so gut zusammen passen.

[novolksmob.blogsport.de]

Das situationistische Ende der Kunst und sein Ausbleiben.

Dienstag, 3. Juli, 19:00, Unikum Biergarten (August-Bebel-Str. 2)

Sebastian Dittmann stellt das Buch vor:

ALLES FALSCH.
Auf verlorenem Posten gegen die Kulturindustrie

Während es üblich geworden ist, innerhalb der Kulturwaren zu differenzieren, um so deren vermeintliche Freiheitspotentiale zu entdecken, haben es sich die Autoren des vorzustellenden Buches vorgenommen, die Kulturindustrie als das zu kritisieren, was sie ist: Produkt und zugleich Produzentin des falschen Ganzen, als welche sie Adorno zu seiner Zeit verurteilte. Konnte er noch damit rechnen, durch Übertreibung ihre Wahrheit zu treffen, hat die Kulturindustrie unterdessen ihren eigenen Superlativismus übertroffen.
Bei der hier angekündigten Buchvorstellung soll jedoch nicht die Kritik von Theodor W. Adorno im Mittel­punkt stehen, sondern die der Situationisten um Guy Debord. Beide, Adorno und Debord, versuchten Mitte des letztens Jahrhunderts das Voranschreiten der Entfremdung seit dem Erscheinen von Marxens »Kapital« zu fassen. Interessanterweise ist ihre Kritik von »Kultur­industrie« bzw. »Spektakel« sich dabei recht ähnlich, manchmal bis in die Wortwahl, aber ihre Schlußfolgerungen unterscheiden sich radikal: bejahte Adorno die Kunst als letztes Medium von Kritik, verneinten die Situationisten sie, da in der von ihnen erwarteten Revolution die in der Kunst in eine eigene Sphäre ge- und verbannte ästhetische Qualität in die wirkliche Welt zurückgenommen, die Poesie mit dem Leben versöhnt werden sollte; in dieser Aufhebung der Kunst erblickten die Situationisten die »Nordwestpassage« der proletarischen Revolution
Der Vortrag wird versuchen erst einige zentrale situationistische Begriffe darzustellen und davon ausgehend ihre Kritik der Kunst behandeln; abschließend wird es um die Frage gehen, warum die erwartete Aufhebung der Kunst ausblieb.

Eine Veranstaltung in Rahmen des Alternativen Vorlesungsverzeichniss der Martin Luther Universität

Der Fetischbegriff im Kontext der Marxschen Theorie

Dienstag, 3. Juli, 19:00, RADIO F.R.E.I., Gotthardtstraße 21, Erfurt

Vortrag/Diskussion mit: Hendrik Wallat

Der Begriff des Fetischismus gehört zu den schillerndsten Termini der kritischen Theorie von Karl Marx. Gegenüber dem traditionellen Marxismus, dessen zentrale theoretische und praktische Bezugspunkte Ausbeutung, Proletariat und Klassenherrschaft waren, stellen jüngere Aneignungen der Marxschen Theorie – zu Recht – häufig die herrschafts- und erkenntniskritische Dimension der Marxschen Fetischanalyse heraus.
Der Marxsche Fetischbegriff verliert durch seine Universalisierung zum Schlagwort allerdings leicht seinen spezifischen (ökonomiekritischen) Bedeutungsinhalt. Zuspitzend ließe sich sagen, dass die Fetischvergessenheit sich zu einer Fetischversessenheit gewandelt hat.

Der Vortrag versucht demgegenüber den Marxschen Fetischbegriff zu konkretisieren und zu kontextualisieren, um abschließend seine Aktualität zu skizzieren. Zu diesem Zwecke soll sowohl die Begriffsgeschichte des Fetischs kurz dargestellt werden, als auch sein Zusammenhang mit Begriffen wie „Ideologie“, „Verdinglichung“, „Entfremdung“ etc. herausgearbeitet werden, mit denen er nicht zu verwechseln ist. Die angestrebte Spezifizierung des Fetischbegriffs dient dazu, sein Potential für eine kritische Theorie moderner Herrschaft herauszustellen, aber auch seine Grenzen deutlich zu machen.

Hendrik Wallat ist assoziiert im Arbeitskreis Rote Ruhr Uni. Von ihm erschien soeben das Buch: „Staat oder Revolution. Aspekte und Probleme linker Bolschewismuskritik“

titan. lich. tempest.

titan

1. Juli 2012, Leipzig, Plaque

Titan. Lich. Tempest.

grand griffon. jagoda.

grand griffon

1. Juli, 16.30, Halle / Saale, Reil 78

Grand Griffon, Jagoda, Matinee!

ab 15uhr.

es gibt erlesensten kaffe,feinste teekomopsitionen,geheime kuchenrezepte zum probieren,einige ausgewählte sommerlich leichte cocktails,sitzgelegenheiten für allerhöchste ansprüche und alles was uns sonst noch so einfällt um in einen gemütlichen nachmittag/abend zu starten.

ab 18uhr.

konzert mit
*grand griffon
*jagoda (berlin. http://jagoda.bandcamp.com/releases)