Archiv für Juli 2012

ays. landscapes. empty handed.

landscapes

Fr, 20. Jul, 4Rooms, Leipzig

Blackheart presents:

AYS (GER, Ruhrpott)

LANDSCAPES (UK, Bristol)

EMPTY HANDED (GER, Leipzig)

VEGANE METTBRÖTCHEN & VEGANE BÜRGER

no omega. grieved. continents. even the rain.

no omega grieved continents

19.07.2012, 21.00 Uhr, atari

NO OMEGA (https://www.facebook.com/noomega)
GRIEVED (https://www.facebook.com/grievedhc)
CONTINENTS (https://www.facebook.com/wearecontinents)
EVEN THE RAIN (https://www.facebook.com/pages/Even-The-Rain/397855363583318)

light bearer. dezafra ridge.

light bearer

Do, 19. Juli 2012, 21:00, Kulturzentrum Altes Theater Dessau, Kavalierstraße 53

LIGHT BEARER VS. DEZAFRA RIDGE // DESSILENCE # 1

vergrössern vergrössern DESSILENCE: Unter dieser neuen Konzertreihe stellt das Dessauer Label Halb-7-Records ausgefallene, interessante und hörenswerte Bands sowie spezielle Musikrichtungen vor. Auftakt für DESSILENCE # 1 ist das Livekonzert mit LIGHT BEARER (UK) und DEZAFRA RIDGE (D), welches am Donnerstag d. 19.Juli 2012 im Alten Theater Dessau stattfindet. LIGHT BEARER gründeten sich im Jahr 2010, und verstehen sich als ein allumfassendes Kunst / Musik / Erzähl Projekt, basierend auf Geschichten von Sänger und Texter Alex CF. Die Band spielt eine Mischung aus melodischem Post-Hardcore, progressiven Metal, Post Rock, atmosphärischen Ambient-Drone und einigen Elementen aus dem Electronik- sowie Klassikereich Das Konzept ist Programm: Über den Verlauf von vier Alben soll, basierend auf Philipp Pullmans „His Dark Materials“ Trilogie, John Miltons „Paradise Lost“ und dem Buch Moses die Geschichte Luzifers – des LICHTBRINGERS, erzählt werden. Teil Eins, welcher in Form von „Lapsus“ bereits erschienen ist, beschreibt Luzifers Verbannung aus dem Himmelreich. Die Songs, bei einer Spielzeit von 15 Minuten könnte man fast schon von Werken reden, sind so strukturiert, dass sie einen speziellen Erzählmodus verfolgen, der durch (s)ein vielschichtiges, fast monströs anmutendes Soundgerüst eindrucksvoll getragen wird. Musikalisch sind LIGHT BEARER jedenfalls keine dieser austauschbar beliebigen Gruppen und machen es sich und anderen erst recht nicht einfach. Was hier passiert ist in Worten nur schwer zu vermitteln. Der gewaltige, breite Sound und die ständigen Wechsel zwischen leidenschaftlichen Melodien, verträumten Klangflächen, massiven, verzerrten Gitarrenwänden, tonnenschweren Riffs und verzweifelten Screams durchdringen jeden Gehörgang und gehen quasi durch Mark und Bein. Als Opener dieses besonderen Abends wird die junge aufstrebende Leipziger Formation Dezafra Ridge mit ihrem drückendem DOOM/METAL/SLUDGE Geschütz auffahren und dem Publikum kräftig einheizen. Im Anschluß dieser beiden Klangwalzen gibt es Apokalypse vom Plattenteller, gesteuert von DJ Fx. Dieser Abend sollte Spuren hinterlassen. Unbedingte Empfehlung für Freunde von NEUROSIS, CULT OF LUNA, FALL OF EFRAFA, BLACK SABBATH, CATHEDRAL usw Tickets: VVK 6 EUR + 1 EUR Gebühr / AK 8 EUR Doors Open: 21 Uhr Web: http://lightbearerband.wordpress.com/ http://dezafraridge.bandcamp.com/

sen deni. willy fog. tiger magic.

sen deni

18-07-12 / reilstrasze78 / 21.30 uhr

fluff warm up show*

*sen deni [screamo * minsk]

*willy fog [emopunk * dortmund]

*tiger magic [screamo/hc * leipzig]

Phantasie als Kompetenz. Zur Ideologie der Kreativität in der neueren Pädagogik.

Mittwoch, 18. Juli, 19 Uhr, Melanchthonianum, Universitätsplatz, Halle (Saale)

Vortrag und Diskussion mit Magnus Klaue

»Stell Dir vor, es ist Schule … und jeder will hin!« Unter dieser Maxime skizzierte jüngst eine »Gründungsinitiative Unbedingte Schule« nicht etwa eine pädagogische Dystopie, deren Verwirklichung unbedingt zu verhindern wäre, sondern das Ideal einer »guten Schule«, die »selbstbestimmtes, eigenverantwortliches Lernen« ermöglicht und in der, wie gedroht wird, »Inklusion selbstverständlich ist«. Das gute Leben ist da, wenn niemand mehr ausgeschlossen werden muss, weil alle sich widerstandslos einschließen lassen. Entsprechend versteht sich die »Unbedingte Schule«, in Übereinstimmung mit Jacques Derridas »Unbedingter Universität«, als zivilgesellschaftlicher Gegen-Staat »ohne Menschenbild« und mit flachen Hierarchien, einem eigenen »Ethikrat«, einer »Schulversammlung« und einem »Schulgericht«. Ihre pädagogischen Prinzipien sind das Streben nach »Weltwissen« statt nach banalem Schulwissen sowie die Ermöglichung maximaler »Bewegungsfreiheit«. Der pädagogische Schlüsselbegriff lautet statt »Erziehung« oder »Bildung« nicht zufällig »Spiel«: Aller ehemalige Ernst des Lebens soll spielerisch aufgefasst, aber auch alles Spiel pädagogisiert werden. Ausgehend von dieser einstweilen imaginären Institution, die erahnen lässt, wie die Zukunft der Kindheit aussehen könnte, soll gezeigt werden, wie die neuere Pädagogik Phantasie und Imagination der werdenden Individuen in ihrem Triebgrund liquidiert, indem sie sie in »Kreativität« überführt.

Magnus Klaue ist freier Autor und schreibt u.a. für Bahamas und Jungle World.

[Hört auf zu studieren, fangt an zu begreifen! Antifaschistische Hochschultage Sommersemester 2012]

Gefangen im Zirkel der Ohnmacht: Einige Anmerkungen zu »Die Rebellion der Angepassten« und »Der grosse Hedonismus-Schwindel«

Adrian Lauchengrund

Der Autor von »Die Rebellion der Angepassten« weist darauf hin, dass das Veranstalten nicht angemeldeter Partys, verbunden mit dem Verkauf von Getränken an der Steuer vorbei, einer hohen Lautstärke usw., wenn es mit der Erwartung von Straffreiheit einhergeht, einer infantilen Verhaltensweise entsprechen würde, d.h. einem bewussten Fehlverhalten, wobei Konsequenzen des eigenen Verhaltens aber in einer kindlichen Weise nicht auf sich genommen werden wollen. Darüber hinaus stellt er fest, dass das bürgerliche Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz das letzte zu verteidigende Prinzip bürgerlicher Gesellschaft sei, welches durch die Forderung nach Sonderrechten außer Kraft gesetzt werden würde.
Der Autor von »Der grosse Hedonismus-Schwindel« stellt dar, dass das Veranstalten von und die Teilnahme an ebensolchen Elektropartys die Fortsetzung des Leistungsprinzips in die Freizeit sei und der durchgehende Beat von Elektromusik der Auflösung des Unterschieds von Arbeit und Freizeit in der gegenwärtigen Gesellschaft entsprechen würde. Das Feiern bei Elektropartys sei also vollkommen der gegenwärtigen Gesellschaft entsprechend und würde diese affirmieren und zu ihrer Aufrechterhaltung beitragen. Damit werden Teilnehmer solcher Partys als angepasst an diese Gesellschaft bestimmt und jeglicher alternativer oder subversiver Charakter dieser Veranstaltungen wird verneint.
All diese Feststellungen scheinen für sich genommen nachvollziehbar und richtig, dennoch ergeben sich daraus einige Widersprüche. Wie wäre denn erwachsenes Verhalten, welches nicht infantil und regressiv wäre, überhaupt möglich in einer Gesellschaft, von der die Veranstalter mit Adorno davon ausgehen, dass jegliche verändernde Praxis verstellt ist? Adorno war zumindest noch verzweifelt über seine diesbezügliche Feststellung, heute scheint mit ebendieser Feststellung eher eine Art Befriedigung verbunden zu sein. Das ständige Erklären der Unmöglichkeit jeglicher verändernder Praxis und die damit praktisch unauflöslich verbundene Hervorbringung eines individuellen Ohnmachtsgefühls, welches wiederum mit der praktischen Unmöglichkeit tatsächlich verantwortungsvollen, d.h. erwachsenen Verhaltens einhergeht, scheint mit einer gewissen Art von Selbstbefriedigung verbunden zu sein, die selbst etwas infantiles zu haben scheint. Adorno schreibt an einer anderen Stelle, dass die fast unlösbare Aufgabe darin bestünde, sich weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht dumm machen zu lassen. Hieraus ergeben sich zwei weitere Fragen: Zum einen, ob denn tatsächlich von einer vollständigen Ohnmacht auszugehen ist, und zum anderen ob die ständige Verkündigung der eigenen Ohnmacht nicht dem gleichkommt, was Adorno als ›sich dumm machen lassen‹ bezeichnet.
Der Sinn von Ideologiekritik wurde einmal darin gesehen, darauf hinzuweisen, dass jegliche gesellschaftliche Formen letztlich auf die sozialen Beziehungen von Individuen zurückzuführen sind, um damit die Herstellung von Gesellschaft durch die Individuen erkennbar zu machen. Wenn auch durch die gesellschaftliche Vermittlung über Realabstraktionen die Situation erschwert wird, so sollte doch Ideologiekritik genau das Gegenteil von Ohnmacht bewirken, nämlich die prinzipielle Möglichkeit der Veränderbarkeit von als quasi naturgegeben erscheinenden gesellschaftlichen Verhältnissen zu zeigen. Liest man bei Adorno einige Sätze vor der Feststellung, dass die Praxis verstellt sei, dann findet man dort die Bemerkung, dass Theorie auch an der aufgeschobenen und nicht warten könnenden Praxis krankt. Ein Beispiel dafür scheinen die beiden behandelten Texte zu sein.
Es lässt sich in dem Text »Die Rebellion der Angepassten« noch ein weiteres internes Widerspruchsverhältnis erkennen, welches u.a. mit dem nicht geklärten Verhältnis von Psychoanalyse und Gesellschaftskritik zusammen hängt. Ausgangspunkt sind zunächst, wie bei Freud, die vorgefundenen und scheinbar nicht hinterfragten, bürgerlichen Gesellschaftsverhältnisse, hier insbesondere die bürgerlichen Gesetze und ihre exekutiven Institutionen. Im Sinne der Berücksichtigung des psychoanalytischen Realitätsprinzips wird eine angemessene Anpassung an diese Verhältnisse vorausgesetzt, um nicht dem Vorwurf der Infantilität ausgesetzt zu werden. Die aus dieser Perspektive entwickelte Kritik verbleibt damit vollständig innerhalb der Kategorien der bürgerlichen Gesellschaft.
Nicht infantiles, also erwachsenes, Verhalten, bei dem Verantwortung für das eigene Handeln übernommen werden würde, bestünde aus dieser Perspektive mithin vor allem darin, sich nach den Anforderungen und Prinzipien der vorgefundenen, bürgerlichen Gesellschaft zu richten. Da aber diese Gesellschaft weder vernünftig eingerichtet ist, noch menschlichen Bedürfnissen gerecht wird, sind durchaus illusorische Tendenzen zur Flucht aus dieser unbefriedigenden Situation nur allzu verständlich. Überdies enthalten sie als überschießendes Element die Sehnsucht nach Glück. Inmitten des ätherischen Bollwerks der bürgerlichen Gesellschaft können dies indes notgedrungen nur kurz aufblitzende Momente trügerischer Glücksillusion bleiben, aus denen man durch die für jeden gleiche, gesetzlich garantierte Freiheit, seine Arbeitskraft zu verkaufen, jäh wieder gerissen wird, die aber dennoch auf menschliche Bedürfnisse hinweisen, die in der bürgerlichen Gesellschaft anscheinend unerfüllt bleiben. Die so eindeutige vertretene Abwehrhaltung gegenüber regressiven Bedürfnissen erscheint selbst eher als ein Symptom verinnerlichter Leistungsbereitschaft, denn als Moment kritischer Reflexion bestehender gesellschaftlicher Verhältnisse. Der Widerspruch, dass die regressiven Bedürfnisse, die Sehnsucht nach Glück, unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen nicht erfüllt werden können, kann nicht durch eine Negation solcher Bedürfnisse aus der Welt geschafft werden. Er stellt dagegen ein untrügliches Anzeichen dafür dar, dass diese Gesellschaft nicht menschlichen Bedürfnissen gemäß eingerichtet ist.
Führt die falsch eingerichtete Gesellschaft einerseits zu illusionären Ablenkungs- und Fluchttendenzen, scheint sie andererseits eine Affirmation von Prinzipien bestehender bürgerlicher Verhältnisse, wie eben dem Leistungsprinzip, zu bewirken. Dass Partyfeierei auch zum Feierzwang werden kann und dadurch das Leistungsprinzip in die Freizeit verlängert wird, wie es im Text »Der grosse Hedonismus-Schwindel« beschrieben wird, birgt eine besondere Tragik in sich, denn hier führen unerfüllte Bedürfnisse zu suchtartigen Verhaltensweisen, durch die der Mangel an regressiven Erfahrungen sorglosen Glücks nicht aufgehoben werden kann.
Zuletzt bleibt festzuhalten, dass die Berufung auf die Gleichheit vor dem Gesetz in den bestehenden Verhältnissen insofern Ideologie bleibt, als der bürgerliche Staat der Staat des Kapitals ist. Freiheit, Gleichheit und Solidarität waren in der bürgerlichen Gesellschaft niemals durchgesetzt. Von Verfallsformen bürgerlicher Gesellschaft zu sprechen hat selbst ein ideologisches Moment, indem damit Prinzipien bürgerlicher Gesellschaft idealisiert werden, die real unheimliches Unheil bedeuten. Die Dialektik der Aufklärung umgehen zu wollen, bringt die Gefahr einer Reihe von Fallstricken mit sich…

auf die zwoelf.

auf die zwoelf

Dieses Jahr lädt Radio CORAX am 13. Juli ab 18 Uhr zum Geburtstagstanz auf die Peißnitzbühne. Dort musizieren für Euch BadKat (Hip-Hop-MC aus Berlin), Wynton Kelly Stevenson (BeatBox/Harmonica/Dub aus Berlin) und Bädfish (Punk/Reggae aus Halle). Ihre Vinyls strapazieren für Euch die verrückten Rille-DJs (60‘s Soul & Popcorn) und die Groundlooper.

Seit 1. Juli 2000 belegen wir mit Radio CORAX eine eigene Frequenz mit eigenen Inhalten. Das sind zwölf Jahre, die mal mehr, mal weniger von Kontroversen geprägt waren, verschiedenste Klang- und Sprachsphären umfassten und die Medienlandschaft in Halle und Umgebung bereicherten.

Und jedes Jahr kurz vor´m Juli merken wir, dass wieder eines dieser Jahre rum ist, halten wirklich nur kurz inne, um einen Moment zu schaffen, an dem wir gemeinsam mit UnterstützerInnen, Freundinnen und Freunden und vielen alten und neuen CORAXen Geburtstag feiern können.

Ihr seid hiermit herzlich eingeladen!

aussitot mort. nine eleven. mio.

12.7., Atari

sickmangettingsick.records presents
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Aussitot Mort

If you‘re not familiar with this band, they‘re from Caen in France , share members with Amanda Woodward, they used to sound different when they were a 5 piece but since the original singer left the band they went into something heavier and noisier , between post hardcore and „psychedelic“ rock.

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Nine Eleven

Influences:
Life – Love – No regrets!
Sounds like Nirvana on amphetamins, with 3 needles in each arm

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Mio

screaming Hardcore in the vein of bands like her breath on glass.

Landnahme und Wachstumszwang. Zu den Grenzen kapitalistischer Dynamik.

12.07. | 19:00 Uhr | Hörsaal 1 |neues Hörsaalgebäude Uni Campus Leipzig

Klaus Dörre (Uni Jena)

[marxexpedition.de]

Insel Fluten – Gegen den Volksmob, seine Apologeten und Aufstachler.

insel fluten

Demonstration: 08. Juli 2012 | Insel, bei Stendal

Treffpunkt: 14:30 UHR, Dorfplatz, Insel
Beginn: 15:00 UHR
Informationen zu Anreise, Route usw.: novolksmob.blogsport.de
Achtung: Abholung aus Stendal mit dem Shuttle-Bus nach Insel erfolgt um 14:30 am Hauptbahnhof in Stendal.
Aufruf zur Demonstration in Insel am 8. Juli 2012

In Insel im nördlichen Sachsen-Anhalt finden sich seit letztem Sommer regelmäßig Dorfbewohner zusammen, um zwei Männer, die in den 1980er Jahren wegen Vergewaltigung verurteilt wurden, aus dem Ort zu vertreiben. Zu diesem Zweck haben sie auch den Schulterschluss mit Neonazis geprobt. Ihre Forderungen fanden bei der Landesregierung, bei „Bild“ & Co. zumindest zeitweise Gehör. Anfang Juni versuchte ein 50-köpfiger Lynchmob, das Haus der beiden Männer zu stürmen. Er konnte nur durch vehementen Polizeieinsatz davon abgehalten werden. Die Demonstration „Insel fluten!“ richtet sich weniger gegen die Beteiligung von Neonazis am Protest, sondern gegen die ganz gewöhnliche Lynchmeute vor Ort, gegen die Zugeständnisse der Landesregierung an den Dorfmob und die Hetzkampagne von „Bild“ & Co. (mehr…)