Archiv für Januar 2012

dead swans.

dead swans

29. 1. 2012 | 4 rooms | leipzig

Blackheart and Allschools presents:

DEAD SWANS (UK | Bridge 9)
http://www.facebook.com/DeadSwansOfficial

HORROR SHOW (US | Deathwish | Reunion)
http://www.facebook.com/pages/Horror-Show/166794283391741

EMPTY HANDED (Leipzig)
http://www.facebook.com/emptyhandedhc

WHITE FIELDS (Coburg)
http://www.facebook.com/whitefields

scraps of tape. lara korona. tiger magic.

scraps of tape. lara korona. tiger magic.

27.01. | 21.00 | reilstrasse 78:

scraps of tape (posthardcore, postrock, sweden)
[http://www.facebook.com/scrapsoftape]
[http://www.scrapsoftape.com/]

Scraps Of Tape has always been about creating emotional music filled with playfulness an energy. The harmonies is drawn towards the gloomy and desperate while the melodies creates hope and a feeling of being able to overcome any obstacle and accomplish any goal you have in front of you. All of this is then tied together by a great amount of energy and creativity.
The music is most often referred to as post-rock but if you’re stopping there you are merely scratching on the surface on all of the widely spread musical influences that all together makes up what Scraps Of Tape is all about.

lara korona (posthardcore, postrock, dippoldiswalde, dresden, berlin)
[http://www.facebook.com/pages/Lara-Korona/141865105884101]
[http://www.myspace.com/larakoronaband]

Lara Korona is a hardcore/ postrock fivepeace from Dippoldiswalde/ Dresden/ Berlin around since 2007. Their early songs sounded more punk- and screamo- driven. Now back on track with heavier tunes.

tiger magic (screamo, leipzig)
[http://www.facebook.com/pages/Tiger-Magic/118059348270485]
[http://tigermagic.bandcamp.com/]
[http://myspace.com/tiger_magic]

aftershow:

extennisspieler (ak tanzpaedagogik)
[http://www.facebook.com/extennisspieler]
[http://tanzpaeda.blogsport.de/]

dj, techno, techhouse, minimal, trance, goa
electrohippieske klänge von detroit bis goa
ich habe früher einmal tennis gespielt.

Marxistisches Terrain? Die Linke nach der kapitalistischen „Lösung“ der Agrarfrage.

Mi, 25.01.12 I 18.30 I Melanchthonianum, Uniplatz

Axel Berger (Berlin)

Walden Bello, Träger des Alternativen Nobelpreises und einer der wichtigsten Theoretiker der globalisierungskritischen Bewegung, hat zuletzt deprimiert eingestanden, das gegenwärtig überall, insbesondere in der sogenannten Dritten Welt zu beobachtende „land grabbing“ der großen Konzerne und Staatsfonds stelle „die letzte Etappe der Verdrängung der bäuerlichen durch die kapitalistische Landwirtschaft“ dar. Die Folgen sind barbarisch, wie in allen anderen Phasen dieses über Jahrhunderte währenden Prozesses, und sie haben Methode. Denn die Agrarrevolution bildet, zumindest nach Marx, die Grundlage des Kapitalismus. Seit den Zeiten der ursprünglichen Akkumulationen und seitdem in jedem Zyklus immer aufs Neue proletarisierte die Dynamik des Kapitals Millionen ehemaliger Bauern.

Marx und viele historisch-materialistische Denker betonten bei der Betrachtung dieser „reellen Subsumtion“ der Arbeit unter das Kapital stets die Dialektik von Barbarei und Emanzipation. Der „Verwüstung und Versiechung der Arbeitskraft“ durch die kapitalistischen Agrarrevolutionen setzte vor allem Marx die Hoffnung entgegen, dass der Kapitalismus damit sowohl in materieller Hinsicht als auch revolutionstheoretisch durch die Bildung des Proletariats als Klasse an und für sich die Voraussetzungen einer klassenlosen Gesellschaft überhaupt erst schaffen würde. Der Stand der Revolutionierung der Verhältnisse auf dem Land stellt dementsprechend nicht nur einen Gradmesser für die Durchsetzung des Kapitalismus dar, sondern gab auch das Terrain vor, auf dem sich die revolutionäre Linke seit Mitte des 19. Jahrhunderts zu bewegen hatte.

Die Tragik bestand darin, dass sich schließlich die Sozialisten selbst des Themas anzunehmen hatten, dessen Lösung man eigentlich von der Entwicklung des Kapitalismus „naturwüchsig“ erwartet hatte: Der Transformation agrarischer Gesellschaften in moderne industriell-kapitalistische Klassengesellschaften mit den Polen von Bourgeoisie und Proletariat. Im Ergebnis fielen revolutionäre Strategie und kommunistische Kritik in den Bewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts stets auseinander, da die bürgerliche Umwälzung integraler Bestandteil der historischen Arbeiterbewegungen und des Marxismus wurde und – wenn die Revolution auf die Tagesordnung gesetzt werden sollte – auch werden musste. Im Zentrum aller Überlegungen stand dementsprechend die revolutionäre Bemächtigung des staatlichen Regimes zur Durchsetzung der Agrarrevolution, während ihr Ausgangspunkt oftmals die Revolte der Bauern darstellte.

Ist in der sogenannten Dritten Welt die „Agrarfrage“ nun endgültig gelöst? Welchen Einfluss hat der weitgehende Abschluss der Agrarrevolution – weniger im Sinne einer Proletarisierung denn als permanente Ausdehnung einer „Überschussbevölkerung“? Wird etwa der Kommunismus als „wirkliche Bewegung“ (Marx) zur Aufhebung des Staates und der Klassengesellschaft nun von seinem etatistischen Erbe befreit? Diese Fragen sollen auf der Veranstaltung erörtert und diskutiert werden.

Ein Vortrag im Rahmen der gesellschaftskritischen Veranstaltungsreihe „Was tun? Zum Verhältnis von Theorie und Praxis“ des AK Kritische Intervention.

Warum sich gesellschaftliche Verhältnisse nicht dekonstruieren lassen: Eine an Marx und Foucault orientierte Kritik an queer.

25.01.2011, 19 Uhr, Hörsaal XXII, Audimax, Uniplatz 1, Halle

Tove Soiland

Geschlechterverhältnisse lassen sich ebenso wenig dekonstruieren wie Produktionsverhältnisse. Mit dieser These tritt der Vortrag einer allzu simplen Vorstellung von der politischen Veränderbarkeit gesellschaftlicher Verhältnisse entgegen, wie sie sich im Umfeld der US-amerikanischen Cultural Studies entwickelt hat, in deren Tradition auch die Queer-Theorie steht. In einem lediglich vermeintlichen Rekurs auf den französischen Poststrukturalismus erscheinen gesellschaftliche Verhältnisse hier als primär durch Bedeutung konstituiert und darum auch auf der Ebene der Bedeutung verschiebbar. Produktionsverhältnisse und die dazugehörigen Subjektivierungsweisen, so wird der Vortrag argumentieren, lassen sich aber als Bedeutungsfestschreibungen nicht nur nicht beschreiben. Im Rahmen dieser kulturalistischen Umdeutung des historischen Materialismus kann auch nicht mehr verstanden werden, dass das –aus dieser Perspektive subversiv erscheinende – Instabilwerden von Identitäten zu den veränderten Produktionsbedingungen des spätkapitalistischen Akkumulationsregimes gehört. Dieser „kultureller Materialismus“ wird deshalb weder Marx Kritik der politischen Ökonomie noch Foucaults Spätwerk, das als Adaption des Marxismus für spätkapitalistische Gesellschaften gelesen werden kann, gerecht, sondern vergibt vielmehr deren gesellschaftskritisches Potential.

Tove Soiland studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik in Zürich. Sie lehrt als feministische Theoretikerin an verschiedenen Universitäten. 2008 hat sie ihre Dissertation eingereicht mit dem Titel: Luce Irigarays Denken der sexuellen Differenz. Eine dritte Position im Streit zwischen Lacan und den Historisten. Arbeitsschwerpunkte: Französischer Post-strukturalismus, französische Psychoanalyse, Marxismus, Geschichte und Entwicklung der feministische Theorie, Geschlechterverhältnisse im Postfordimus.

Ausgewählte Veröffentlichungen:

Soiland, Tove (2011): Queer, flexibel, erfolgreich. Haben dekonstruktive Ansätze den Feminismus entwaffnet? In: ak – analyse und kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis, Nr. 558, 18.02.2011 (online abrufbar)

Soiland, Tove (2010): Luce Irigarays Denken der sexuellen Differenz: Eine dritte Position im Streit zwischen Lacan und den Historisten (Dissertation)

Soiland, Tove (2008): Die Verhältnisse gingen und die Kategorien kamen. Intersectionality oder Vom Unbehagen an der amerikanischen Theorie. In: querelles-net. Rezensionszeitschrift für Frauen- und Geschlechterforschung (online abrufbar)

Soiland, Tove (2008): Gender: Kritik oder Bestandteil des neoliberalen Geschlechter-regimes? In: Krondorfer, Birge / Wischer, Miriam / Strutzmann, Andrea (Hg.): Frauen und Politik. Nachrichten aus Demokratien. Wien (Promedia), S. 174-183

(queer einsteigen)

László Moholy-Nagy und die Rettung der Objekte durch Licht.

19.01.2012 – 20:00 Uhr – ACC Galerie Weimar

Vortrag von Wolfgang Bock

Der ungarische kubistische Maler, Photograph und Designer Lászlo Moholy-Nagy gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Bauhauses. Walter Gropius holt ihn 1923 als Lehrer nach Weimar. Er wird Nachfolger von Johannes Ittten, übernimmt als Meister die Metallwerkstatt und ist verantwortlich für die Materiallehre im berühmten Vorkurs. Er beginnt, ebenfalls mit Gropius, die Arbeit an den Bauhausbüchern, deren Typographie er stilbildend prägt. In Weimar lernt er photographieren und Moholy-Nagy gilt neben Man Ray als einer der »Erfinder« des Photogramms. Sein Beitrag für die Moderne ist kaum zu überschätzen.

Moholy-Nagy betrachtete als Konstruktivist die Möglichkeiten der menschlichen Wahrnehmung als »funktionale Entwicklung der einzelnen Apparate der Sinneswahrnehmung«; ihrer spezifischen Vorgehensweise stellt er die Logik der Maschinentechnik gegenüber und will beide als fortgeschrittensten Ausdruck des Gestaltungsvermögens verstehen. Dieser Zusammenhang ist politisch motiviert. Wie der junge Marx erkennt er in der Entwicklung der Produktivkräfte eine wichtige Bedingung für gesellschaftliche Entwicklung. Als jüdischer ungarischer Anarchist unterstützt Moholy-Nagy die Budapester Räterepublik, geht dann nach deren Fall nach Wien und Berlin. Die politische Dimension geht bei Moholy-Nagy ein in einen spezifischen Begriff von Material und Licht.

Wolfgang Bock schildert die Anfänge seiner Arbeit in Weimar und würdigt seine späteren Arbeiten für eine kritische Ästhetik und Medienwissenschaft.

Wolfgang Bock, geboren 1957, studierte Biologie, Psychologie, Literaturwissenschaft und Pädagogik an der Universität Bremen. Von 1990 bis 2000 lehrte er dort Germanistik, Psychologie, Pädagogik, Kunst und Kulturwissenschaft sowie Arbeits- und Gesundheitswissenschaften. Von 2001-2006 unterrichtete er Theorie und Geschichte der Visuellen Kommunikation an der Bauhaus-Universität Weimar. 2007 bis 2011 war er Gastprofessor an der Bundesuniversität des Staates Rio de Janeiro (Unirio) und an anderen Universitäten in Brasilien, unter anderem auch am Design-Institut ESDI der UERJ. Ab 2012 ist er Professor für deutsche Literatur und Sprache an der Bundesuniversität von Rio de Janeiro (UFRJ). Publikationen über Design, Neue Mythologie, Kritische Theorie, Postmoderne, Rechtsradikalismus, Bildungstheorie und Neue Medien. Sein jüngstes Buch: »Vom Blickwispern der Dinge. Sprache, Erinnerung und Ästhetik bei Walter Benjamin.« Vorlesungen in Rio de Janeiro 2007, Würzburg: K&N 2010. Er war von 2001-2006 Herausgeber des Jahrbuches der Fakultät Gestaltung an der Bauhaus Universität Weimar und ist Mitherausgeber der »Zeitschrift für Kritische Theorie« im Zu Klampen Verlag, Lüneburg (zusammen mit Sven Kramer und Gerhard Schweppenhäuser).

[ĸunst spektakel revolution]

Das emanzipatorische Potential der Jazzimprovisation

Dienstag, 17. Januar 2012, 20.00 Uhr Deutsches Literaturinstitut Leipzig, Wächterstraße 34

Momente von Befreiung – Das emanzipatorische Potential der Jazzimprovisation

Eine populäre Charakterisierung des Jazz lautet, dieser sei eine Musik der Freiheit und des Widerstandes. Dabei werden oftmals Themen wie Rassismus, Black Music oder der subkulturelle Widerstand eines vermeintlichen Undergrounds in den Vordergrund gestellt. Der ästhetische Gegenstand und die Improvisation bleiben dabei gerne unbeachtet. Jedoch bietet gerade die Jazzimprovisation ein Interaktionsbündnis an, in dem emanzipatorisches Potential nicht nur vermutet werden kann, sondern nach Aussagen von Musikern auch zur konkreten Verwirklichung kommt. Dabei ergibt sich jedoch die Frage, was für eine gleichberechtigte improvisatorische Interaktion konstitutiv ist, anhand welcher Kriterien die Musiker ihre jeweiligen Positionen in der Gruppe aushandeln und wie sich die Interaktion dadurch letztendlich auch inhaltlich strukturiert.

Was zeichnet improvisatorische Interaktion im Jazz also aus? Zudem ist zu berücksichtigen, dass Jazz nicht in einem autarken Raum, sondern innerhalb der Kulturindustrie stattfindet, die sowohl das Artefakt, als auch die Musiker nicht unberührt lässt. Somit sind nicht nur die positiven Potentiale, sondern zugleich die möglichen Brüche der Jazzimprovisation mitzudenken – aber wiederum auch, wie sich die Improvisation zur Warenproduktion verhält.

Ausgehend von der Theorie der Kulturindustrie soll der Vortrag somit versuchen soziologisch zu erklären, wie improvisatorische Interaktion im Jazz funktioniert, welches emanzipatorische Potential darin liegt und wie sich letztendlich das Vermittlungsverhältnis zwischen Individuum und Kollektiv charakterisiert. Der Vortrag stützt sich dabei auf Erkenntnisse, die im Rahmen einer aktuellen empirischen Studie mit jungen Jazzmusikern gewonnen wurden.

Martin Niederauer ist Diplom-Soziologe und promoviert derzeit an der Goethe-Universität Frankfurt zum Thema „Die Widerständigkeit des Jazz.“

organisiert durch: ALLES ABRISS // allesabriss.blogsport.de

evil eve.

evil eve

Mo, 16. Januar 2012, Goldene Rose, Rannische Straße 19, Halle

OMNI presents:

Le Cercle Des Mallissimalistes

-DarkMathKrautExperiment from Bordeaux-
feat. members from France Sauvage, Api Uiz, Nouvelles Impressions d‘Afrique, Chocolat Billy and Glen or Glenda …

Mats Olson Trio

-Postrock from Magdeburg/Leipzig-

Pastor Pascal Rehan- „Das Böse in der Bibel“

15min speech held in german
due to radio broadcasting reasons („corax“) and regarding the age of the pastor speech is starting 20:00, sharp!
free entrance!

bands: 22:00, 3€

nazis? kannste knicken!

nazis kannste knicken

14. Januar 2012 | Magdeburg

Nazis? Kannste knicken!
Nazis entgegentreten, den öffentlichen Raum nicht Preis geben!

Fakt ist: wie jedes Jahr wollen Nazis und andere Ewiggestrige den Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg im Januar 1945 für ihre Zwecke der Geschichtsverfälschung und des Relativismus nutzen. Der so genannte „Trauermarsch“ dient der Untermauerung von rechten Ideologien, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und der Besetzung des öffentlichen Raumes durch Antidemokratinnen und Antidemokraten.

Fakt ist auch: Wir haben keinen Bock auf diesen Scheiß. Überhaupt keinen Bock. Aber gar nicht. Auf Nazis und ihre Gewalt. Ob mit Worten oder Taten. Auf Verfälschung der Geschichte. Auf Nazis oder irgendwen anders, der uns sagen will, wie wir zu feiern, lieben und leben haben!

Wir? Das sind KneiperInnen, MusikerInnen, DJs, Bands, KünstlerInnen, Studierende, Auszubildende, SchülerInnen und Leute, die damit nix mehr zu tun haben, RaucherInnen und NichtraucherInnen, Tatort-Fans, TresenphilosophInnen, Straight-EdgerInnen und wer noch Bock hat!

Die Meile ist gut und richtig. Reicht uns aber nicht. Widerstand gegen Neonazis in Magdeburg muss noch sichtbarer und wirksamer werden. Wir wollen den Nazis aktiv etwas entgegensetzen. Beispiele aus Dresden und Halle zeigen: Wo Neonazis ungehindert demonstrieren können, kommen sie wieder.

Wir rufen deshalb zum entschlossenem, friedlichen und gewaltfreien Protest gegen die Neonazis auf. Geht raus und feiert, nehmt euch die Freiheit eure Meinung aktiv kund zu tun. Wir werden den Aktivitäten der rechten Szene mobile Aktionen friedlichen Protestes entgegensetzen. Damit wollen wir den Neonazis die Lust an Aufmärschen in Magdeburg nehmen. Wir setzen dabei auf unterschiedlichste, aber immer friedliche Aktionsformen. Dieses Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg.
Handeln, statt Wegschauen!
 Die Neonazis und ihre Ideologie verschwinden nicht einfach in dem sie ignoriert werden. Deshalb hängen wir uns rein und stellen uns ihnen an diesem Tag in der Stadt entgegen. Dieses Ziel bewegt uns. Wir sind solidarisch mit allen, die ihren Arsch hoch kriegen um Farbe zu bekennen.

(kannsteknicken.blogsport.de)

Posturbanismus als Lebensweise. Stadt, Raum, Praxis.

Do, 12.01.12 I 18.30 I Melanchthonianum, Uniplatz

Vortrag und Diskussion mit Roger Behrens (Hamburg):

Über die Hälfte der Menschheit lebt heute in Städten. Das bedingt Veränderungen der Lebensverhältnisse in den Städten wie Veränderungen der Städte selbst – indes Veränderungen, die längst noch nicht abgeschlossen und in ihren Konsequenzen keineswegs planbar oder wenigstens vorhersehbar sind. So werden derzeit zwei scheinbar gegenläufige Entwicklungen beobachtet: einerseits eine unheimliche Expansion der Städte zu Zonen, andererseits ein Zerfall der klassischen Zentral- und Kernstruktur von Städten – eine Dissoziation oder Fragmentierung des urbanen Raums, die mit einer zunehmenden Kommodifizierung und Kapitalisierung der Lebensverhältnisse (nicht nur in den Städten oder was von ihnen übrig ist) einhergeht.

Es zeichnet sich indes ab, dass die urbanen Gesellschaften sich in posturbane Gesellschaften verwandeln, und dieser Posturbanismus sukzessive den »Urbanism as a Way of Life« ersetzt. Was das für die gesellschaftliche Praxis bedeutet, versucht der Vortrag zu skizzieren.

Zum Vorhören und überhaupt: [1] Interview mit Roger Behrens zum Zeitschriftenprojekt FLORIDA, zu den Begriffen Stadt und (Post-)Urbanismus sowie zum Wohnen im Kapitalismus ** [2] Radiofeature Zur Ambivalenz der heutigen und der anderen Stadt mit O-Tönen von Andrej Holm, Roger Behrens u.a.

Ein Vortrag im Rahmen der gesellschaftskritischen Veranstaltungsreihe „Was tun? Zum Verhältnis von Theorie und Praxis“ des AK Kritische Intervention.

paan. rebarker.

paan rebarker

4.1.12, cafe zentral, magdeburg

paan
Nicht wirklich Screamo, doch trotzdem lieber Schreien als Singen. Achim, Bit, Chris und Polli spielen gegen den Strom, oftmals sehr Melodisch, meist aber doch, bis ins Detail durchdachtes Chaos. Zwischen Barcelona und Hamburg haben sie definitiv schon mal halt gemacht, sich jedoch nie wirklich festgelegt. Der einzige rote Faden dieser, viel zu talentierten Band, findet sich in ihren Songnamen. [Song 1, Song 2, Song 3 etc..] Also, Paan! Hören, sehen und fühlen, bis die Moral zerbricht.
(soeren // riotcatnellie booking)

rebarker
Zu hören gibt es […] knackige Songs modernen, dreckigen Hardcores, der ohne überflüssigen Schnickschnack und nach Aufmerksamkeit heischendem Pseudo-Geblubber auskommt. Sollte was für Leute sein, die auf Zeug stehen, das nicht mit Weichspüler auf eine Hochglanzversion des Genres getrimmt wurde, die aber auch nicht in der „guten alten HC-Zeit“ kleben geblieben sind. Da geht (wieder) was in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt. Ein Lichtblick für eine in dieser Richtung etwas ausgedörrte Stadt/Region.
– Konstantin Hanke (OX #83)