Archiv für Oktober 2011

nite jewel.

Sa 29.10. Lola Bar, Giesserstrasse 3, tuer:9 – los:10

das SchubladenKonsortium laedt ein:

NITE JEWEL (us/Secretly Canadian)

popmusik aus analoger electronica geriert das musikprojekt der aus LA stammenden multimediakuenstlerin Ramona Gonzales. befreundet mit Ariel Pink und John Maus geht sie, letzteren nicht unaehnlich, wenn doch straighter vor: schillernde disco flaechen werden entwaffnend gut und unpeinlich mit r’n’b grooves, chillwave und 80er pophymnenhaftigkeiten hin zu euphorisierenden songs vermengt ueber denen ihr bezaubernd entrueckter gesang steht. HitsHitsHits im geiste von Austra, Caribou oder Toro Y Moi… Mrs Gonzales bringt demnaechst, nach diversen 12″ auf Labels wie Italians Do It Better, Remixen fuer Caribou, Kollaborationen mit Samps, Dam Funk (demnaechst als Nite Funk auf Stones Throw!)eine neue LP auf Secretly Canadian raus…

DJs Akkro & Sven van WeberMichelson & Kick’N’Rush

richmond fontaine.

Mittwoch 26.10. Ilses Erika, Doors: 22Uhr – Start: 24Uhr

das SchubladenKonsortium laedt ein:

Richmond Fontaine (us/Decor)

Richmond Fontaine aus Portland sind so etwas wie der Alternative-Country-Geheimtipp der letzten Jahre. Ihr Instrumentarium wendet sich Richtung Americana, Pedal Steel und Bläser sind dabei und über allem thront die ausstrahlungskräftige Stimme von Willy Vlautin, das dürfte nicht nur Calexico-und Giant Sand Fans gefallen.

Von Ausgehverboten zu Slutwalks.

20.10.2011, 19 Uhr, Hörsaal XXIII, Audimax, Universitätsplatz 1, Halle

Gender, Sexualität und Körper in der Konstruktion und Politisierung von (urbanen) Räumen.

Imke Schmincke

Seit einiger Zeit wird in der Soziologie auch über stadtsoziologische Perspektiven hinaus der Raum neu diskutiert. Dabei deutet ein sozialwissenschaftliches Verständnis Raum als Produkt sozialer Praxis. Raum wird also erst in Handlungen, durch Gegenstände und Menschen produziert. Dass damit aber auch soziale Ordnungen mit produziert werden, ist Thema des Vortrags, der zunächst eine Einführung in aktuelle Raum-Konzepte geben wird, um dann das Verhältnis von Raum, Körper und Sozialem am Beispiel der „Gefährlichen Orte“ zu verdeutlichen. Am Schluss sollen aus der hier vorgestellten Perspektive Fragen nach der Bedeutung von Geschlecht und Sexualität für die Produktion, Stabilisierung und evtl. Unterminierung von Räumen aufgeworfen und an aktuellen Beispielen diskutiert werden.

Imke Schmincke, Dr., hat in Hamburg und Brighton Soziologie im Hauptfach und in den Nebenfächern Politische Wissenschaft, Psychologie und Neuere Deutsche Literatur studiert. 2007 Promotion in Hamburg mit einer Arbeit zu „Gefährliche Körper an gefährlichen Orten. Eine Studie zu Körper, Raum und Marginalisierung“. Seit 2009 Mitarbeiterin an der LMU München am Institut für Soziologie, Schwerpunkt Allgemeine Soziologie und Gender Studies. Aktuell: Projekt zu der zweiten und dritten Welle der Frauenbewegungen.

Ausgewählte Veröffentlichungen:

Schmincke, Imke (2009): Gefährliche Körper an gefährlichen Orten. Eine Studie zu Körper, Raum und Marginalisierung. Bielefeld: transcript-Verlag

Junge, Torsten/Schmincke, Imke (Hrsg.) (2007): Marginalisierte Körper. Beiträge zur Soziologie und Geschichte des anderen Körpers. Münster: Unrast Verlag

Eine Veranstaltung der Reihe queer_einsteigen.

the words i never said. striking justice. tiger magic.

Do, 20. Okt, 19:00, ATARI, Kippenbergstraße 20, Leipzig

THE WORDS I NEVER SAID
(Melodisches Geschreie von der Italienischen Adria)
http://www.facebook.com/thewordsineversaid
http://www.myspace.com/thewordsineversaid

STRIKING JUSTICE
http://www.facebook.com/striking.justice
http://strikingjustice.com/

TIGER MAGIC
(bester PostRock/Punk aus Plagwitz)
http://www.facebook.com/pages/Tiger-Magic
http://myspace.com/tiger_magic

ganglians. edie sedgwick. sissters.

So 16.10. Lola Bar/Giesserstrasse 3, Early Sunday Show: Tuer: 20.00Uhr – Beginn 21Uhr

das SchubladenKonsortium laedt ein:

Ganglians (us/Souterrain Transmissions-Captured Tracks-Woddsist)

California uuber Allet! Mit Gesangsharmonien und dem Aufeinanderschichten der Backingvocals vereinen Ganglians einen Fleet Foxes-Flair mit dem experimentelleren Touch von Grizzly Bear, dabei verschlaegt es das Quartet aus Sacramento mit seinen eingängigen Psychedelic Pop-Juwelen in eine durchaus euphorische California-Good-Time Richtung. Die Beach Boys stehen fast durchweg Pate, allerdings tendieren die Ganglians zu Verworren- und Verschwommenheiten im großen Meer des Psych-Folk-Pop und das dann auch noch mit schmissigen Surf – Twang Einsprengseln. Sad pop music leavin’ happy faces.

Edie Sedgwick (us/Dischord)

Supersystem/Antelope/El Guapo Kopf Justin Moyer stezt uns als Edie Sedgewick ihrer queer, sinisteren Sicht auf die Celebrity/Popkultur Nordamerikas aus. Edie agiert dabei mit Visuals und einer unglaublich scharfen Mixtur aus Songs die Elemente Moyer’s alter Bands aufgreift: das heißt nichts weniger als Diskursthemen subtil in Arsch und Beine gehen zu lassen als ob es kein Morgen gäbe. Komplex, repetetive Gitarrenläufe rocken, verspielt dubige Basslinien hypnotisieren und spröder Gesang sprotzt dagegen. Edie rekrutiert sich dabei ihre Backingband aus den Dischord-Brüdern von Faraquet und Medications.

Sissters (d/Coraille)

Schlagzeug, Gitarre und Gesang. Minimiert und Glücklich. Eine Leichtigkeit strahlt die Musik der Berliner SISSTERS jedoch nicht unbedingt aus. Hier klingt es eher fragil und emotional. Zugleich jedoch brachial und wütend. SISSTERS spielen mit den Gegensätzen. Mal leise, mal laut. Mal melodisch, mal schräg. Am Ende kochen sie auch nur mit roten Fäden. Im Surf Sound gebettete Rock Allüren verfangen sich bestimmt in irgendeinem Post- Genre Gewand. Irgendwie Grunge. Im Herzen Punk. Glücklich zumindest in der Wahl der Besetzung. Nach jahrelanger Suche der idealen Instumentierung und eines angemessenen Ausdrucks scheinen SISSTERS nun an einen neuen Anfang geführt. Sie stolpern, aber glücklicherweise in die richtige Richtung.

envy. o.

envy 2011

freitag, 14.10. ut connewitz, leipzig, doors: 20.00 – start: 21.00Uhr

das SchubladenKonsortium laedt ein:

ENVY (jap/Temporaray Residence)

Seit 1992 sind ENVY nun schon in der internationalen Screamo/Postrock-Szene unterwegs und beehren uns nach der intensiv, emotionalen show vor vier Jahren mit Deerhunter zum zweiten Mal. Der Fünfer veröffentlicht konstant Platten auf Labels wie „Temporary Residence“ (Mono, Explosions In The Sky) und Mogwais „Rock Action“ und hat diverse Splits mit Bands wie This Machine Kills, Endeavor oder Yaphet Kotto zu verzeichnen. Die Härte früherer Veröffentlichungen weicht inzwischen ausgeklügelten Klangstrukturen, harte und brachiale Schreipassagen wechseln mit melodischen Instrumentalparts.

&

O (Aachen)

O vereinen flirrende Ambient Flaechen mit druckvollen Post Rock Passagen.

Das Ende Israels? Israel und die palästinensische Staatsgründung.

Donnerstag, 13. Oktober, 19:00 Uhr, Melanchthonianum, Universitätsplatz Halle

Vortrag und Diskussion mit Stephan Grigat.

Der einzige Staat, dessen Existenzzweck es ist, die Juden vor allen möglichen Zugriffen von Antisemiten zu schützen, hat bekanntermaßen viele Feinde. Doch nicht nur seine Nachbarn bzw. das Atomwaffenprogramm des Mullahregimes im Iran stellen eine permanente Gefahr für den jüdischen Staat dar, sondern eine weltweite Allianz, die mal in NGOs organisiert in der Form von »Hilfsflotillen« auftritt
und sich mal in der UNO versammelt, delegitimiert beständig die Existenz Israels.
Im September 2011 kamen die Vereinten Nationen nun in eben jener Stadt zusammen, in der zehn Jahre zuvor der antisemitische Wahn im Massenmord an fast 3.000 Menschen im World Trade Center kulminierte,
um unter tosendem Beifall der Delegierten den Antrag des PLO-Häuptlings Mahmud Abbas für einen Staat Palästina zu feiern. Gleichzeitig fand ebenfalls in New York die dritte Auflage der sogenannten Antirassismus-Konferenz der UNO statt, deren Premiere im südafrikanischen Durban wenige Tage vor den Anschlägen vom 11. September 2001 zum antisemitischen Spektakel geriet.
Kurzum: Den militanten Feinden Israels im Nahen Osten und überall wurde wieder einmal zu verstehen gegeben, dass die Weltgemeinschaft ihnen nicht nur keinesfalls in den Arm fallen wird, sondern
ausdrücklich hinter ihnen steht. Warum dieser globalen Allianz der Antisemiten nur eine bedingungslose Solidarität mit Israel entgegenzusetzen ist, wird Stephan Grigat in seinem Vortrag ausführen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Antifaschistischen Hochschultage 2011 „10 Years After. 9/11 und die Folgen“ der AG Antifa im Stura der Uni Halle.

kunst für tiere.

kunst für tiere

„Kunst für Tiere“ startet am Samstag, 15.10. um 15:00 Uhr im Zoo Halle.

Der von Johannes Stahl durch den Zoo geführte Eröffnungsrundgang trifft auf Konzerte von Thies Streifinger und Ralf Wendt sowie auf eine Performance
von Brian Catling.

Die Führung beginnt am Saisoneingang des Zoos beim LUX Kino (Seebener Straße 172).

Im Rahmen von Kunst für Tiere hat Radio CORAX acht deutsche und internationale KünstlerInnen eingeladen, im Zoogelände künstlerische Arbeiten zu realisieren.
Während der Ausstellung begegnen die BesucherInnen des halleschen Zoos Performances, Installationen und Interventionen, welche die menschliche Wahrnehmung der Tierwelt thematisieren, und mit dem hochspekulativen Gedanken experimentieren, dass Tiere Kunst als solche wahrnehmen können. Die Standorte finden Sie auf dem Zoo-Lageplan.

Kunst für Tiere wird im ganzen Oktober auf Radio CORAX mit thematischen Beiträgen begleitet wird, die über unseren Blog nachhörbar sind.

queer_einsteigen goes vl/ludwigstraße 37.

11.10.2011, 20 Uhr, VL/Ludwigstraße 37, Halle

Für alle, die schon immer mal wissen wollten, was es mit queer theory so auf sich hat oder die bereits Einblick in die Thematik hatten und ihre Grundkenntnisse auffrischen wollen, statten die Organisator_innen von que(e)r_einsteigen dem VL/Ludwigstraße 37 am 11.10. einen Besuch ab – im Gepäck einen im Wintersemester 09/10 gehaltenen Vortrag. Nach dem gemeinsamen Lauschen dieses in die queer theory einführenden Vortrags von Prof. Dr. Castro Varela, könnt ihr anschließend mit ihnen ins Gespräch kommen. Thematische Vorkenntnisse braucht ihr dafür nicht zwingend mitzubringen.

(src queereinsteigen.wordpress.com)

206. navel.

8. Oktober 2011, 21:00, G.I.G, Reilstrasse 122, Halle an der Saale

OMNI presents:

206 (PostPunk/Halleipzig) & NAVEL (BluesDoom/Basel)

Die Musik der Lokalmatadoren von 206 ist eine Art wütend drängender Großstadtblues – direkt, hart, rau, voller verschiedener Einflüsse. Hier drückt alles explosionsartig nach außen, als würde irgendwas aufplatzen. „206 machen Gedankenpunk, nur dass Völker, Bassist Leif Ziemann und ihr präziser Schlagzeuger Florian Funke nicht wirken wie 1,2,3,4-Rock’n‘Roller, geschweige denn wie Trendrevolutionäre. Sie finden das alles hier tief im Inneren zum Kotzen, wischen danach aber auf.“ (Zeit Online)

Die drei Herren von NAVEL aus der Schweiz veröffentlichten Anfang diesen Jahres ihr zweites Studioalbum. Mit dem Titel „Neo Noir“ ist es, wie der Name schon vermuten lässt, recht düster geraten. Dies sollte man jedoch keineswegs im negativen Sinne auffassen, denn so schön melancholisch wie Navel lärmte lange keiner mehr. Mit Blumen im Sonnenschein über die Wiese laufen, das sollen andere. Navel treten lieber kräftig auf’s Distortionpedal und zerlegen ihr Equipment, auf dass der Schmerz irgendwann einmal nachlasse.