Archiv für Februar 2011

former ghosts

former ghosts

So, 27.02., 20.00 Uhr, Skala, Leipzig

Former Ghosts

Es gibt wenige Musiker, die den Inhalt ihres Herzens dermaßen ihrem Publikum offenbaren wie Freddy Ruppert alias Former Ghosts. Mit überwältigender Eindringlichkeit präsentiert er uns seine intimsten Gefühle im Kleid minimalistischer Synth-Wave-Pop-Songs. Zuallererst ist da diese Stimme: Zwischen eindringlich flüsternd, verzweifelt flehend und hysterisch rasend gibt es kaum einen middle ground in Freddys Gesang. Seine Stimme ist zu 100 Prozent Emotion und dennoch gehorcht sie den Regeln des Popsongs, hangelt sich durch wunderbare Melodien und eingängige Hooklines. Diese Songs sind die Hülle für Freddys Texte, die sich mit intimsten Wünschen, gescheiterten Liebesbeziehungen und den Ängsten, Verfehlungen und Unzulänglichkeiten des Lebens auseinandersetzen. Die Arrangements, die er sich dazu ausdenkt, sind reduziert und elektronisch ausgetüftelt. Ganz klar standen hier die Synth-Wave-Größen der 80er Jahre Pate, Joy Division, New Order, aber auch die erste LP von Patrick Wolf könnte als Referenzpunkt dienen.

Jamie Stewart von Xiu Xiu ist bereits seit dem ersten Album fester Bestandteil von Former Ghosts – angesichts der musikalischen Gemeinsamkeiten kein Wunder! Er begleitet Freddy Ruppert live und sorgt für einen Band-orientierteren Sound. Noch zu erwähnen bleibt, dass Nika Roza Danilova, besser bekannt als Zola Jesus, ebenfalls auf beiden Former Ghosts-Alben Vokalparts beitrug, sie aber diesmal live nicht mit von der Partie sein wird.

Veganifest

Sonntag, 27. Februar 2011 von 11 Uhr bis 15 Uhr in der Goldenen Rose

Uns, den Tomatenpiraten, liegt die Zubereitung und Wertschätzung von Essen sehr am Herzen, denn Essen macht Spaß und Essen mit FreundInnen noch mehr. Daher widmen wir uns ein Mal im Monat intensiver der veganen Küche, deren Vielfältigkeit wir ausprobieren und mit euch teilen wollen.

Es soll ein Raum geschaffen werden, wo in entspannter Atmosphäre geschlemmt werden kann und wir die Woche ausklingen lassen können. Untermalt wird das Ambiente durch deejays der vielfältigen hallischen Klubszene. Besonders freuen wir uns auch über kleine Gäste, für die wir eine eigene Spielecke herrichten.

Unser Brunch soll durch einen Obolus der Genießer finanziert werden, daher versuchen wir die Kosten gering zu halten, wollen aber dennoch möglichst Bio- und regionale Produkte verwenden.

Erwarten werden euch frische Brote, Aufstriche, Salate, Gebäck und vieles mehr.

(http://tomatenpiraten.wordpress.com)

little annie //// baby dee

Samstag, 26.02.2011, 22.00 Uhr, Konzert im Alten Theater Dessau

Little Annie & Baby Dee

„Berlin – New York und zurück“

Über drei Jahrzehnte hat sich die amerikanische Musikerin, Autorin, Schauspielerin, Malerin und Underground-Chansonette Little Annie Anxiety (Annie Bandez O‘Connor) den Ruf als eine der vielfältigsten und farbenreichsten US-Künstlerinnen aufgebaut. Nach Dessau kommt sie mit dem Pianisten und musikalischen Querdenker Paul Wallfisch. Die als Mann geborene Baby Dee ist eine der schillerndsten Live-Performerinnen und seit Jahren eine Garantie für besondere Farbe in der ohnehin farbenfrohen Musikwelt. Der englische Guardian beschrieb sie gar als „Reinkarnation von Lotte Lenya“.

Ein besonderer Abend, eine Reise durch Jazz, Chanson, Cabaret und Soul, der die Besucher entführt in die Welt der 20er Jahre Berlins, der das New York der 70er streift und wieder zurückführt nach Berlin. Das Alte Theater wird zum Berliner Kabarett, Visuals holen den New Yorker Underground Andy Warhols zurück; in
einem Vexierspiel aus Projektionen, Dekorationen und Licht entfaltet Annie Bandez O‘Connor ihre Kunst.

Eine Kooperation mit dem Beatclub Dessau.

ZUSATZKONZERT: Aufgrund der großen Nachfrage, bietet der Veranstalter ein Zusatzkonzert am Sonntag, den 27. Februar um 19:30 Uhr an.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Kurt-Weill-Fest Dessau 2011.

wire

wire

26.02.2011, Postbahnhof, Berlin

WIRE

Weekend

Inspiriert durch die frühe englische Punkszene, werden Wire oft als eine der wichtigsten Rockbands der 70er und 80er Jahre bezeichnet. Wire sind maßgeblich ein „art punk“- bzw. „post punk“-Ensemble, größtenteils wegen ihres detaillierten, reichen und atmosphärischen Klangs, ihrer oft obskuren Lyrik und weniger wegen ihrer situationsbezogenen politischen Statements.

Wire haben sich stetig weiterentwickelt, von frühem lautem Punk („Pink Flag“, 1977) zu einem komplexeren, strukturierten Sound, der sich zunehmend Gitarreneffekten und Synthesizern bediente („Chairs Missing“ von 1978 und „154“ von 1979). In den Jahren seit Veröffentlichung ihres Albums „Send“ (2003) haben sie problematisiert, reflektiert, geschlummert, sich erholt, expandiert und so die alte Haut ab- und eine neue übergeworfen.

Wire sind nicht mehr so, wie sie mal waren, aber sie waren auch nie so, wie sie vorher waren. Das letzte Album „Object 47“ ist ihr elftes Studioalbum. Es ist das zweite Ergebnis einer Arbeit, die 2006 begann, und hat bereits die EP „Read And Burn“ hervorgebracht. Während sie ihre eigene Mischung aus avantgardistischer Haltung und klassischen Popklängen beibehalten, stellt das Album dar, wie Wire heute sind: wie immer vorausschauend!

mutter

Sa 26.02., 19:00, Rosenkeller Jena

MUTTER

Zen Zebra /// Kenzari’s Middle Kata /// The Hirsch Effekt

the hirsch effekt

Freitag, 25.02.2011, 20:00 Uhr, Conne Island

Zen Zebra

Abflug! Der Drang zur Flucht muss verdammt groß sein bei den Herren in gestreift. Jedenfalls zieht er sich durch alles, was sie fabrizieren, dieser Duft von Aufbruch und großer Reise. Riecht gut! Und flüchtig waren sie ja, was ihre Präsenz auf Leipziger Bühnen angeht, nun lange genug. Da hat sich einiges angestaut, da gibt es einfach zu viel Neues zu berichten, im gewohnt locker sitzenden Alternative/Postcore-Gewand, von Stürmen und Bränden und großen Explosionen. Aus diesen Gewalten haben sie mit Produzent Kurt Ebelhäuser eine unerhört intensive Platte namens „Awaystation“ geschustert, deren Inhalt nun nicht länger dem hiesigen Publikum verheimlicht werden kann. Es wird spannend im Island. Zur Feier des Tages stellen sie einen Song des kommenden Albums zur freien Verfügung ins Netz.


Kenzari’s Middle Kata

Prädikat „besonders wertvoll“. Seit sieben Jahren in Urbesetzung durchpflügen sie mit erschreckend konstanter Live-Qualität die Clubs und das des öfteren mit Größen wie Boysetsfire, Eny, Sometree und JR Ewing. Dennoch gehören sie irgendwie immer noch ins Schatzkästchen der Geheimtipp-Bands, was der eine bedauert und den anderen gerade freut. Produzent Guido Lucas gehört wohl zu ersteren, weswegen er sich der neuen Platte annahm und diese ins Blunoise-Boot holte. Von dort aus schippern die Postrock-Wuchtbrummen nun, mit dem Kahn voller wohlverdienter Vorschusslorbeeren, auch im Conne Island vorbei und werden damit so einigen Schatzkästchen-Hütern eine richtig dicke Freude machen.

The Hirsch Effekt

Kranker Scheiß. Das kann ein großes Kompliment sein, wenn es um alternative Musik geht. Im Fall dieser drei offenbar vor Ideen explodierenden Hannoveraner Köpfe passt das wie die Faust aufs Auge. The Hirsch Effekt ist DIE deutsche Band für alle, die meinen, sie hätten schon alles gehört und gesehen, was im Rockbereich so kreucht und fleucht. Ihr aktuelles Album nötigte Rezensenten zu noch nie dagewesenen Genrebeschreibungen, ellenlangen Wortmonstern mit vielen Bindestrichen, unter die die Kollegen der VISIONS beispielsweise sagenhafte 11 von 12 Punkten setzten. Wir machen`s kurz und bleiben dabei: kranker Scheiß. Ohne Bindestriche, aber mit Ausrufezeichen.

aucan //// terrorbird

aucan terrorbird

Dienstag, 22.02.2011, Conne Island

postland presents: „Black Rainbow“ Tour 2011

Aucan (africantape)
Terror Bird (dark synth pop / Vancouver)

‚Shadow pop‘ – dunkel, glitzernd und melodisch ist die Welt von TERROR BIRD. Düstere und melancholische Texte, vorgetragen von verschwörerisch schönen female Vocals, treffen auf zuckersüße Pop Hooklines. TERROR BIRD ruft Erinnerungen an Lo-Fi Synthie-Pop und Dark/New Wave Pop und den Glam und Glimmer der 80er wach, von Kate… Bush über Human League bis Philipp Glass, ohne dabei aber in eine rein abkupfernde Retro-Pose zu verfallen. Ähnlich wie Zola Jesus, Desire, Fever Ray oder Crystal Castles machen TERROR BIRD viel zu sehr ihr eigenes Ding draus, als dass man von einem reinen Nostalgie-Phänomen sprechen könnte. (Die eben genannten sind übrigens alles Bands mit denen TERROR BIRD nicht nur die Präsenz einer starken weiblichen Stimme teilen, sondern mit denen sie auch auf einer gerade erschienen Synth Wave Compilation auf Rough Trade vertreten sind, die sich der Schönheit von allem widmet, was im Laufe der letzten ein, zwei Jahre in Richtung Moroder-Synthies und Disco Noir so alles aufgeblüht ist.) TERROR BIRD ist das Projekt von Nikki Nevver, Sängerin und Synthiespielerin, die auch bei den MODERN CREATURES spielt, und mit grade mal 25 Jahren schon hunderte von Songs geschrieben hat.

Tanze oder weine. Strange Synthieakkorde aus der Dunkelkammer von Sängerin Nikki’s Herzens, und trotzdem voll von sonnigen Erinnerungen an Liebe und sowas. Terror Bird’s Songwriting rivalisiert mit Daniel Johnston und Kate Bush macht mit David Bowie und Morrissey rum. Wer hier von Witchhouse redet, hat vielleicht auch etwas recht.

zann /// gods and queens /// stahlmaschine

zann /// gods and queens /// vyst

matinee show, 20. 02. 2011, jugendhaus shalom, berliner straße 208, gera

zann, gods and queens, stahlmaschine

Ein musikalische Besonderheit erwartet uns am 20.02.2011 im Jugendhaus Shalom / Gera, nämlich eine sonntägliche Nachmittagsmatinée. Eröffnen werden dieses Konzert zur allerbester „Kaffee und Kuchen Zeit“ Die Stahlmachine aus Dresden, die Punkrock gespickt mit einer herben Kante Screamo spielen. Darauf folgen die US-amerikanischen Gods & Queens aus Philadelphia, die auf ihrer Europatour (u.a. Holland, Belgien, Frankreich, Italien, Österreich) einen von drei Deutschlandterminen in Gera auftreten. Das Post-Hardcore-Trio spielt zum Tanze, kurze & lärmende Mid-Tempo Songs im Sinne von Guided By Voices. Die Matinée krönen wird die Band Zann, deren Mitglieder sich auf Jena, Leipzig und Berlin verteilen und auch schon mehrere Europa, Russland, Japan und US-Touren bestritten haben. Zann spielen kompromisslosen und alles niederwalzenden Hardcore der 90er Jahre und gehören in ihrem Metier zu den angesagtesten Kombos schlechthin.

we insist vertonen sinfonie einer grossstadt

we insist

// Sa // 21 Uhr // Cine Concert // ut connewitz

WE INSIST! vertonen SINFONIE EINER GROSSSTADT

Es ist soweit! Die Proben sind abgeschlossen und die Premiere ist bereits unter tosendem Beifall in Frankreich über die Bühne gegangen. Zeit also, ein außergewöhnliches audiovisuelles Erlebnis auf unsere Bühne zu bringen. Fassen wir uns kurz: Walther Ruttmann’s Film „Berlin – die Sinfonie einer Großstadt“ ist zweifellos einer der bedeutendsten Avantgarde-Stummfilme aller Zeiten. 1927 gedreht, galt der Film bereits damals als herausragendes Kunstwerk, das eine völlig neue, filmische Atmosphäre kreierte. Durch das Zusammenspiel von Licht, Szenen und die Position des Beobachters, zu der der Zuschauer gezwungen wird, ergab sich ein völlig neues Erlebnis, dessen Nachwehen wir bis in die heutige Zeit spüren. Die französische Band WE INSIST! hat diesem Meilenstein der Filmgeschichte eine musikalische Brücke ins Jetzt gebaut und den Film neu vertont. In monatelanger kompositorischer Arbeit mit anschließenden Proben, erstellten die Pariser einen völlig neuen Soundtrack, der respektvoll die Bildgewalt des Films untermalt, ihm aber auch völlig neue Perspektiven abgewinnt. Mit Genehmigung und ausdrücklicher Befürwortung der Tochter von Walther Ruttmann wird dieser Soundtrack nun in Verbindung mit dem Film im UT Connewitz live aufgeführt.

bloodgroup

bloodgroup

Freitag, 18.02.2011, klub drushba

BLOODGROUP (Island) + Noisedeluxe DJ-Team

Feinste Dance-Music aus Island. Bloodgroup geben mit ihrem Debut „Sticky Situation“ und ihrem aktuellen Album „Dryland“ das Motto für den Dancefloor vor. Bei allem kunstvollen Konfetti-Regen in Kostümen geht es bei ihnen am Ende nur um das eine: Tanzen, tanzen, tanzen.