Archiv für Januar 2010

scott kelly

scott_kelly

29.01 21:00 ut connewitz, leipzig

Scott Kelly (u.s./ Neurot Recordings) //// Talking to Turtles (l.e./ DevilDuck Records)

»In the throws of my creative affliction I have had to make room for this, my most personal expression. Performing by myself with a relatively barren approach has brought me many of deepest reflections on how and why I do what I do. The purpose of this tour is not promote a new record, as I have none, it is keep this flame alive and set myself again into a setting that is largely uncomfortable and unknown to me. The set will be made up of songs that I have written and recorded over the last 10 years of my life, both solo and in group endeavors, as well as a great deal of new material that I have been writing and will be writing during the performance and during the travels that get me there, this performance will incorporate acoustic as well as electric guitar and sound texture. I am simultaneously terrified of and embracing of the energy that these performances will bring.«
Scott Michael Kelly

Talking to Turtles spielen Songs zwischen fragiler Singer-Songwriter Ethik und vertrackter epischer Größe. Mitreißend und nachdenklich zugleich und vor allem nicht einfach zu begreifen oder um es einfach auszudrücken: unendlich schön.

außerdem:

Baroness //// Nebra

Freitag, 29. Januar 2010 um 22.00 Uhr

Zoro, Bornaische Str. 54 HH, Leipzig

Gesellschaftliche Wirkung queerer Konzepte

Prof. Dr. Rebecca Pates und Dr. Katharina Rothe

28.Jan.2010, 19.00 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle

Wie kommt es, dass im geistes- und sozialwissenschaftlichen Diskurs eine immense kritische und auch spannungsreiche, streitbare Auseinandersetzung mit Konzepten von Geschlechtlichkeit, sex und gender stattgefunden hat, diese offenbar aber nur in geringem Maße in der sogenannten breiten Öffentlichkeit „angekommen“ ist?

In einem Disput möchten wir die aus unseren Horizonten relevanten (psychologischen bzw. politikwissenschaftlichen) Filter vorstellen, die queere Begriffe durchlaufen müssen, um überhaupt eine Wirkung haben zu können.

Rebecca Pates ist Professor_in im Bereich Politische Theorie in Leipzig. Sie forscht und lehrt zu Fragen der politischen Anthropologie, der Staatstheorie und der Organisation von Gender. Sie koordiniert den profilbildenden Forschungsbereich „Riskante Ordnungen“, der sich mit den vielseitigen Auswirkungen von Recht auf Politik, Wirtschaft und Kultur beispielsweise im Bezug auf Themen wie Einwanderung, Familien- und Sozialpolitik sowie Geschlechterverhältnisse auseinandersetzt. Dazu findet jährlich die interdisziplinäre Vortragsreihe „Law and Culture“ statt.

Publikationen u.a.: Pates, Rebecca/Schmidt, Daniel: Die Verwaltung der Prostitution. Eine vergleichende Studie am Beispiel deutscher, polnischer und tschechischer Kommunen. Bielefeld: transcript, 2009; Donat, Ester/Froböse, Ulrike/Pates, Rebecca (Hrsg.): Nie wieder Sex. Geschlechterforschung am Ende des Geschlechts. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2009; Pates, Rebecca/Schmidt, Daniel: Wahrheiten über Opfer: Menschenhandelsdiskurse im Vergleich. In: Der involvierte Blick. Zwansprostitution und ihre Repräsentation. HU Berlin: Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien: Bulletin Texte 35, S. 90-105.

Katharina Rothe ist seit Juni 2008 im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Leipzig tätig. Auch sie ist Mitglied des profilbildenden Forschungsbereichs Riskante Ordnungen (Contested Orders) der Universität Leipzig, sowie Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Psychoanalyse. Texte zur Sozialforschung“. Die Arbeitsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Frauen- und Geschlechterforschung, Gender-Studies, Ärztinnen und Ärzte, Folgen des Nationalsozialismus, Antisemitismusforschung, Psychoanalyse und Sozialforschung sowie qualitative Methoden.

Publikationen u.a.: Rothe, Katharina: Geschlecht und Gender in (einer Kritik) der Differenziellen Psychologie. In: Steins, Gisela (Hrsg.): Psychologie und Geschlechterforschung – Ein Handbuch. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, erscheint 12/2009; Rothe, Katharina: Das Nicht-Sprechen über die Judenvernichtung. Psychische Weiterwirkungen des Holocaust in mehreren Generationen nicht-jüdischer Deutscher. Gießen: Psychosozial, 2009; Decker, Oliver/Rothe, Katharina/Weißmann, Marliese u.a. (Hrsg.): Ein Blick in die Mitte. Zur Entstehung rechtsextremer und demokratischer Einstellungen in Deutschland. Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung, 2008.

eine Veranstaltung im Rahmen der vorlesungsreihe queer einsteigen.

Revolutionärer Imperialismus und politischer Mainstream im heutigen Russland

Zur Bedeutung des erstarkten russischen Rechtsextremismus für ein Verständnis der antiwestlichen Wende in der Putinschen Außenpolitik

Vortrag am 27.01 um 18.00 Uhr im Melanchthonianum (Universitätsplatz 8/9), Hörsaal G

Die meisten Erklärungsmodelle für den außenpolitischen Kurswechsel der Russischen Föderation der vergangenen Jahre sind entweder personalistisch oder geschichtsphilosophisch angelegt. Während einige Beobachter aus den politischen Präferenzen bzw. beruflichen Biographien von Personen in der Führungsriege Russlands den Richtungswechsel in der Außenpolitik herleiten, neigen andere Kommentatoren dazu, diese Veränderungen auf die „Natur Russlands“, die sich aufgrund der scheinbaren inneren Stabilisierung und des wirtschaftlichen Aufschwunges seit ca. 2000 wieder durchsetze, zurückzuführen. Dieser Vortrag stellt einen dritten, als spektralanalytisch bezeichneten Erklärungsansatz vor. Demnach kann Putins außenpolitische Kurskorrektur unter Berücksichtigung größerer innenpolitischer (d.h. nicht nur personalpolitischer) Faktoren interpretiert werden. Dies betrifft insbesondere den Aufstieg und die Konsolidierung von ultranationalistischen, hier als „revolutionär-imperialistisch“ bezeichneten Akteuren im politischen Diskurs Russlands sowie die damit einhergehende Verschiebung des gesamten russischen politischen Spektrums. Der von Putin und seiner Umgebung repräsentierte irredentistische Imperialismus war zwar auch schon unter Jelzin im politischen Diskurs präsent. Jedoch hat sich „rechts“ von dieser ideologischen Position ein weiteres zwar informelles und uneiniges, aber dennoch öffentlich präsentes und Gehör findendes politisches Lager etabliert, welches nicht nur eine teilweise oder vollständige Restauration des Russischen Reiches anvisiert sondern eine vollständige Neuordnung der Welt anstrebt. Es werden die beiden wichtigsten Ideengebäude dieser revolutionären Spielart von zeitgenössischem russischem Imperialismus (Wladimir Shirinowskijs sog. Liberal-Demokratische Partei und Alexander Dugins Internationale Eurasische Bewegung) vorgestellt und auf ihre in den letzten Jahren gestiegene politische Relevanz eingegangen.

Es referiert Dr. Dr. Andreas Umland, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mittel- und Osteuropäische Zeitgeschichte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Andreas Umland ist Gründer und Redakteur der Buchreihe „Soviet and Post-Soviet Politics and Society“.

Eine Veranstaltung der Reihe Kritische Intervention des Arbeitskreises Alternatives Vorlesungsverzeichnis des Studierendenrates der MLU in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt

(via critique aujourd‘hui)

arms and sleepers

arms_and_sleepers

22.01.2010, 21:00, Café Paris Syndrom

Arms And Sleepers (USA) & Ben Shepard (USA/ Uzi & Ari)

Im Mittelpunkt der Songs von Arms and Sleepers stehen elektronische Komponenten. Verschiedenste Variationen eines Teppichs aus Stop‘n'Go Drumbeats, Trompeten und Hörnern, sowie entrücktem, scheinbar schwebendem Gesang werden zu einem mysteriösen, basslastigen Sound zusammengefügt, der den Hörer in seinen Bann zieht. File under Ambient / Indietronic, für Fans von Boards of Canada oder Sigur Ros.

„Hardcore“ als Marke vor Nazi gerettet

„Wie Sie der beigefügten Mitteilung des Deutschen Patent- und Markenamtes vom 13.01.2010 entnehmen können, wurde die Marke des Herrn Schubert aufgrund des Widerspruchs unseres Mandanten zwischenzeitlich gelöscht. Damit dürfte der Spuk sein Ende haben.“ Das schreibt uns der Anwalt jenes Herren, der sich den Namen Hardcore schon vor längerer Zeit aus ganz unmusikalischem Interesse und ohne bösen Hintergedanken sicherte. Diese Tatsache erwies sich als Vorteil im Kampf gegen den Versuch eines gewissen „Schubert, Timo, 37120 Bovenden“, für die Klassen 24, 25 und 40 (betrifft im weitesten Sinne Kleidung) die Wortmarke „Hardcore“ beim Patent- und Markenamt anzumelden. Die Wellen schlugen im Frühjahr 2009 sehr hoch deshalb, zusammen mit dem Portal keinbockaufnazis.de wurde der Widerstand organisiert, und mit dem Ergebnis kann man letztlich sehr zufrieden sein. Wer immer also mit Band-T-Shirts zu tun hat, auf denen das Wort „Hardcore“ auftaucht, braucht jetzt also keine Sorge mehr zu haben, deshalb von einem Nazi-Markeninhaber abgemahnt zu werden.

(via ox-fanzine)

Queere Interdependenzen statt Intersektionalität

21.Jan.2010, 19.00 Uhr, Melanchthonianum, Hörsaal XX, Uniplatz 8/9, Halle

Dr. des Elahe Haschemi Yekani und Beatrice Michalis

In unserem Vortrag möchten wir uns mit der Beziehung zwischen Queer Theory und Intersektionalität auseinandersetzen, die trotz offensichtlicher Parallelen zwischen beiden kritischen Bewegungen eine schwierige bleibt. Während beide Forschungsfelder über das gemeinsame Interesse an der Analyse multipler und konfligierender Prozesse der Identitätsformation miteinander verbunden werden können, werden sie durch eine doppelte Leerstelle getrennt: Erstens gibt es eine gewisse Vernachlässigung von Sexualität in den Intersektionalitätstheorien der Gender Studies. Zweitens lässt sich ein fortgesetztes Schweigen zu Intersektionalität in einer vorwiegend weißen Genealogie von Queer Theory beobachten. Kritische, vor allem anglo-amerikanische Perspektiven wie z. B. Queer of Color Critique und Queer Diaspora Critique, Queer Disability und Transgender Studies wie auch Queer Jewish Studies und Queer Class Ansätze haben dieses theoretische Dilemma aufgegriffen und die Debatte hin zu einem multidimensionalen queeren Verständnis von Identitätskonstruktion geöffnet. In dem Vortrag versuchen wir, einen imaginären ‚Trialog’ zu organisieren zwischen, erstens, den anglo-amerikanischen Formulierungen von intersektionalen und multidimensional queeren Perspektiven, zweitens, deutschen Versionen und Umarbeitungen dieser ‚reisenden’ Theorien in dis/simultanen Zeitrahmen, soziokulturellen Räumen sowie, drittens, unserem Vorschlag einer queeren Interdependenz als korrektiver Methodologie und reflexiver Perspektive auf die praktischen und epistemologischen Grenzen beider theoretischer Kulturen, d.h. Intersektionalität und Queer Theory. Aufgrund unserer Verortung in spezifischen akademischen Kulturen kommen die zu diskutierenden Beispiele hauptsächlich aus deutschen und anglo-amerikanischen Kontexten.

Dr. des. Elahe Haschemi Yekani studierte Anglistik/Amerikanistik sowie Theaterwissenschaft/Kulturelle Kommunikation an der Humboldt-Universität zu Berlin und der University of Westminster, London. 2009 hat sie ihre Promotion mit einer Arbeit zu The Privilege of Crisis abgeschlossen, in der sie sich mit Narrativen kolonialer und postkolonialer Männlichkeiten beschäftigt. Zurzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Anglistik und Amerikanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2005-2007 war sie Promotionsstipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg „Geschlecht als Wissenskategorie“.

Forschungsschwerpunkte: englischer Roman des 20. Jh., Queer Theory, Postcolonial Studies und Masculinity Studies.

Publikationen u.a.: Quer durch die Geisteswissenschaften. Perspektiven der Queer Theory (2005, Hg. mit B. Michaelis); Erlöser. Figurationen männlicher Hegemonie (2007, Hg. mit S. Glawion und J. Husmann-Kastein); „‚Checks and Balances.’ Zum Verhältnis von Intersektionalität und Queer Theory.“ (zusammen mit G. Dietze und B. Michaelis) (In: K. Walgenbach et al. Gender als interdependente Kategorie. Neue Perspektiven auf Intersektionalität, Diversität und Heterogenität (2007).

Beatrice Michaelis, M.A. studierte Anglistik/Amerikanistik sowie Ältere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin und der University of Westminster, London. 2009 hat sie ihre Dissertation mit dem Titel (Dis-)Artikulationen von Begehren abgeschlossen, in der sie sich mit dem Verhältnis von Reden und Schweigen in mittelalterlichen wissenschaftlichen und literarischen Texten zu Geschlecht und sexuellem Begehren beschäftigt. Zurzeit ist sie Forschungskoordinatorin am International Graduate Centre for the Study of Culture in Gießen. Zuvor arbeitete sie als Lehrbeauftragte an der TU Dresden und der HU Berlin. Von 2005 bis 2007 war sie Stipendiatin des DFG-Graduiertenkollegs „Geschlecht als Wissenskategorie“.

Forschungsschwerpunkte: Literatur des Hoch- und Spätmittelalters, Postcolonial Studies, Gender Studies, Queer Theory, Narratologie und Wissenschaftsgeschichte.

Publikationen u.a.: Quer durch die Geisteswissenschaften. Perspektiven der Queer Theory (2005, Hg. mit E. Haschemi Yekani); „‚Checks and Balances.’ Zum Verhältnis von Intersektionalität und Queer Theory.” (zusammen mit G. Dietze und E. Haschemi Yekani) (In: K. Walgenbach et al. Gender als interdependente Kategorie. Neue Perspektiven auf Intersektionalität, Diversität und Heterogenität (2007); Geschlecht als Tabu (2008, Hg. mit U. Frietsch, K. Hanitzsch und J. John).

eine Veranstaltung im Rahmen der vorlesungsreihe queer einsteigen.

Meine kleine deutsche /// Afformance /// Ex Best Friends

Donnerstag, 21. Januar 2010 um 21.00 Uhr

Zoro, Bornaische Str. 54 HH, Leipzig

Meine kleine deutsche (SE) /// Afformance /// Ex Best Friends

Meine Kleine Deutsche: Elektro-Gefrickel, kombiniert mit verzerrter Gitarre und Rrriot-Girl-Gesang aus dem schönen Schweden, sorgt für große Schweißausbrüche. Irgendwie Velvet Underground. Irgendwie Punk. Aber alles mit Elektro. Und mit Deutschland haben die auch rein gar nix am Hut.

WARUM ISRAEL

Claude Lanzmann, Frankreich 1973, 195 min

Filmvorführung mit Einleitungsvortrag

18. Januar, 20.30 Uhr, Kino Zazie (Kleine Ulrichstraße)

Im Oktober 2009 verhinderten linke Antiimperialisten in Hamburg die Aufführung des Filmdebüts Claude Lanzmanns („SHOAH“, „TSAHAL“). Der Grund: Lanzmanns Dokumentation ist ein Plädoyer für Israel. Der erste Film des engagierten Publizisten und Sartre-Weggefährten ist eines der bemerkenswertesten Zeitdokumente über den Staat Israel und sein Selbstverständnis, seine religiösen und politischen Fundamente und vor allem: seine Bürger. Sie sind es, die im Film zu Wort kommen – Angehörige der ersten Siedlergeneration, Neueinwanderer aus der Sowjetunion, Arbeiter, Intellektuelle, junge Israelis. Lanzmann spürt den Errungenschaften und Widersprüchen einer entstehenden israelischen Nation mit großer persönlicher Anteilnahme und viel Humor nach. So ergibt sich ein lebendiges Panorama der einzigartigen Vielfalt dieses
Landes, seiner Paradoxien, Spannungen – und seiner schwierigen „Normalität“. Wir zeigen den Film aus gegebenem Anlass. „Dieser Film hat einen roten Faden, nämlich: Was ist das: Normalität? Was ist das: Ein Land, in dem jeder Jude ist? Das ist das Entscheidende vom Standpunkt eines Juden aus der Diaspora – und das waren sie ja
letztlich alle. Der ganze Film spielt damit, mit der Normalität und der A-Normalität. Ich zeige in WARUM ISRAEL, dass die Normalität das eigentlich Anormale ist.“ (Claude Lanzmann )

Mit einem Einleitungsvortrag der AG Antifaschismus im Stura.

Eine Veranstaltung der AG Antifa im Stura.

laura mars /// todo para todos /// quittez spectre /// just went black

lauramars

und im zoro just went black

crocus /// throats /// bacchus /// divisions ruin

crocus_throats

09.01.2010 Zoro, Leipzig

Crocus from United Kingdom (intensive Chaos-HC, great live-show)

Throats from United Kingdom (in the vein of Dillinger Escape Plan)

Bacchus from Ireland (Neo-Crust hard and heavy like the irish sea)

Divisions Ruin from Dublin, Ireland