Archiv für Oktober 2009

Workshop-Tag zu Scheitern und Zukunft des Kommunismus

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Theorie Organisation Praxis Berlin gemeinsam mit dem Berliner Bündnis gegen die Wendefeierlichkeiten

Samstag, 31.10., 10 bis 22 Uhr
HU Berlin, Dorotheenstr. 24 (Hegelgebäude/1.604/1.605/1.606/1.607/HS1.101 und Hauptgebäude/HS1072)

Geplant ist, an einem Tag mit verschiedenen antinationalen und linksradikalen Gruppen des Berliner Bündnisses gegen die Wendefeierlichkeiten das Scheitern des Realsozialismus und die Zukunft des Kommunismus zu diskutieren. Einen zweiten Schwerpunkt bildet am Nachmittag der (deutsche) Nationalismus in seinen ideologischen Formen und die anstehenden Gedenkfeierlichkeiten zu 20 Jahre Mauerfall am 9. November 2009.
Es wird mehrere Workshops geben von unterschiedlichen Gruppen und zwischendurch zwei Workshops im Plenum. Eingeladen sind unter anderem Dr. Renate Hürtgen (Mitbegründerin der Initiative Unabhängige Gewerkschaften in der DDR 1989) und Bernd Gehrke (Mitbegründer der “Vereinigten Linken”, VL). Die Teilnahme ist kostenlos. Kaffee und Brötchen sind da.

Zeitplan:

10.30-11.00
Treffpunkt: HU Hauptgebäude, Unter den Linden 6, Hörsaal 2072.
Begrüßung, Vorstellung des Berliner Bündnisses gegen die Wendefeierlichkeiten und der Workshops

11.00-14.00 Workshop-Phase1
Realsozialismus: Scheitern und Zukunft des Kommunismus

Workshop 1:
Die schlechte Kapitalismuskritik der Realsozialist_innen (jimmy boyle Berlin)
Um zu beklagen, dass der Kapitalismus “ungerecht” sei und die Verteilung des Reichtums nicht korrekt ist, dafür muss mensch keine Marxist-Leninistin sein. Die kommunistischen Parteien diesen Schlages haben aus dieser Kritik allerdings den Schluss gezogen, dass eine Revolution fällig sei und wo sie konnten eine Ökonomie neuen Typs eingerichtet, die weder Plan noch Markt war. Auf diesem Workshop sollen diese Formen der Kapitalismuskritik diskutiert werden und gezeigt werden, wie sie die Grundlage für die eigenartige Ökonomie der Ostblockländer waren.

Workshop 2:
Wie organisiert man Kommunismus? Historische Diskussionen und Kritik des Modells ‘Marktsozialismus’ (TOP)
Die Einführung des ‘Neuen Ökonomischen Systems der Planung und Leitung’ (NÖS) unter Walter Ulbricht nach 1963 in der DDR bedeutete eine neue ökonomische Ausrichtung der zuvor streng zentral geplanten Produktion und Verteilung. Zweck der Reform war eine höhere wirtschaftliche Effizienz durch die Nutzung der “materiellen Interessiertheit” von Betrieben und Belegschaften, d.h. von Konkurrenzelementen in der sozialistischen Ökonomie. Zugleich jedoch sollte an dem Anspruch, dass der Sozialismus in der DDR im Sinne der Geschichtsschreibung des Marxismus-Leninismus (ML) eine Vorstufe des Kommunismus sei, strikt festgehalten werden.
Anhand von kurzen Texten diskutieren wir im Workshop, unter welchen historischen Voraussetzungen im Realsozialismus überhaupt über Notwendigkeit und Effekt der Einführung eines Marktsozialismus diskutiert wurde, inwiefern heutige Debatten um einen ‘Dritten Weg’ an die damaligen Vorstellungen von Marktsozialismus anknüpfen und welche Konsequenzen die Kritik der marktsozialistischen Versuche für die Frage hat, wie sich Kommunismus ‘organisieren’ ließe.

Workshop 3:
War mit den Deutschen nach 1945 überhaupt noch Sozialismus zu machen, oder hätte sich die SED ein anderes Volk wählen sollen? (Internationale KommunistInnen)
Wir wollen darüber diskutieren, ob es nur an der falschen Politik der SED lag, dass der Sozialismusversuch der DDR scheiterte, oder ob es in Deutschland wenige Jahre nach der Zerschlagung des NS-Regimes durch die Alliierten überhaupt Voraussetzungen für eine sozialistische Entwicklung gab. Außerdem spielen für uns die Erfahrungen aus dem Scheitern der Oktoberrevolution in Russland und die Politik des Stalinismus eine zentrale Rolle bei der Einschätzung des Charakters der DDR und der Sozialismusvorstellungen der SED.

Workshop 4:
Die Assoziation freier Produzenten (paeris)
Das Ziel ist klar: der Verein freier Menschen, und die konkrete Ausgestaltung der Gesellschaft wird sich aus dem historischen Prozeß ergeben. Auf den Verlauf der Geschichte zu vertrauen ist riskant angesichts der Erfahrungen des real existierenden Sozialismus, fanden die holländischen Rätekommunisten 1930. Um das Umschlagen in neuerliche
Herrschaft zu vermeiden, sollte man sich Gedanken machen, nach welchen Prinzipien eine befreite Gesellschaft organisiert werden kann. Ihr Vorschlag ersetzt politische Entscheidungen durch ökonomische Sachlogik und eine radikale Selbstverwaltung der Betriebe. Können politische Entscheidungen damit tatsächlich vermieden werden, und falls ja: Ist das eigentlich wünschenswert? Oder müssen nicht immer auch politische Entscheidungen getroffen werden, so dass man sich fragen muss, innerhalb welcher Strukturen solche Entscheidungsprozesse möglichst herrschaftsfrei stattfinden können?

14.00-16.00 Pause
um 15.45 treffen wir uns im HS1.101 (Hegelgebäude, Dorotheenstr. 24) zur Vorstellung aller Workshops, die am Nachmittag abgehalten werden

16.00- 19.00 Workshop-Phase 2
Nationalismus und Angriff auf die Gedenkfeierlichkeiten

Workshop 1
Der historische Materialismus – eine antirevolutionäre Revolutionstheorie (jimmy boyle Berlin)
Der historische Materialismus ist ein wesentlicher Grundzug marxistisch-leninistischer Vorstellungen. Die Kritik desselben erhellt manche Ekligkeit der realsozialistischen Praxis und ist daher Bestandteil der Antwort auf die Frage, wie der Kommunismus so auf den Hund kommen konnte.

Workshop 2
DDR im Gedenk-Nationalismus der Berliner Republik (TOP)
Die Staatsideologie der Berliner Republik entwickelt sich in Abgrenzung zum Nationalsozialismus und zum Realsozialismus. Nach anfänglichen Widerständen wurde der NS produktiv ins nationale Selbstbild integriert. Deutschland wurde Aufarbeitungsweltmeister. Die DDR wurde zwar immer wieder als “zweite deutsche Diktatur” etc. mit dem NS gleichgesetzt. Doch erst jetzt, zum 20. Jahrestag des Mauerfalls, zeichnet sich eine geschichtspolitisch vergleichbar produktive Aneignung des Realsozialismus ab: Die Mythisierung der ‘friedlichen Revolution’ macht Deutschland nachträglich zur revolutionären Demokratie. Auf Grundlage der staatlichen Anerkennung des ‘Zivilisationsbruchs’ Auschwitz wird so eine Neuaneignung der Vergangenheit als Nationalgeschichte möglich. Sie erscheint als Vorgeschichte eines nun endlich freien und geeinten Deutschland. Der Workshop zeichnet die wichtigsten Stationen und Kontroversen dieser nationalideologischen Sinnstiftung seit 1989 nach, und problematisiert sie als ideologischen Kitt einer falschen Freiheit. Gemeisam mit den Teilnehmenden sollen linksradikale Strategien zum Umgang mit dieser neuen deutschen Ideologie gesucht werden.

Workshop 3
„Die Verteidigung der Heimat ist das höchste Gut des Lebens“ – Der real existierende Nationalismus (jimmy boyle Berlin)
Das Zitat aus der Pravda von 1934 ist keineswegs ein Ausrutscher der sowjetischen Parteipresse aus den stalinistischen 1930er Jahren, sondern die Bolschewiki kannten durchaus seit ihrer Gründung einen guten, ja gar vernünftigen Nationalismus, nämlich denjenigen, der der „Sache“ nützt. In dieser Allgemeinheit sind sie sich mit dem „bourgeoisen“ Nationalismus sehr einig, der von den Bolschewiki auch nur dafür kritisiert wird, dass er „bourgeois“ ist. In diesem Workshop sollen anhand ausgewählter Zitate von Lenin die Vorstellungen zu Nationalismus und seinen Leistungen entwickelt und kritisiert werden.

Workshop 4
“Von zehntausend Antifaschisten, die es in Nazideutschland gegeben haben mag, lebten allein acht Millionen in der DDR.” (Jurek Becker) Workshop zu Antisemitismus in der DDR (AK Stalin hat uns das Herz gebrochen, NFJ Berlin)
Spätestens seit der Ausstellung, mit der die Amadeu-Antonio-Stiftung im letzten Jahr den Antisemitismus in der DDR öffentlich kritisierte, kann niemand, auch nicht aus der Linken, mehr behaupten, es hätte “das” in der DDR nicht gegeben. Im Mainstream-Geschichtsdiskurs der BRD kommt das Bild der DDR als antisemitischer Staat gut an. Schließlich eignet sich das Thema hervorragend, um antikommunistische Positionen zu rechtfertigen. So können die Freund_innen der deutschen Nation auch noch bequem in totalitarismustheoretischer Manier den Nationalsozialismus relativieren und die BRD – jetzt als “wiedervereinigtes” Deutschland – abfeiern. Aber auch in Teilen der Linken, wird sich nur selten die Mühe gemacht, einen differenzierteren Blick auf die verschiedenen Erscheinungsformen des Antisemitismus in der Politik der SED, aber auch in der DDR-Bevölkerung zu wagen. Im Rahmen des Workshops wollen wir anhand von Thesen diese verschiedene Aspekte diskutieren.

Workshop 5:
Krieg dem Deutschen Kunst! Zum aktuellen Umgang mit deutscher Geschichte in der Kunst. (Rosa Perutz)
Seit dem 3.Oktober ist im Deutschen Historischen Museum die Ausstellung “Kunst und Kalter Krieg – Deutsche Positionen 1945-89″ zu bewundern. In ihr hat Kurator Eckhardt Gillen, der zuletzt mit der Ausstellung “Deutschlandbilder” (1998, Berlin) nach dem suchte, was wirklich deutsch ist in der Kunst, gemeinsam mit der gleich gesinnten Stephanie Barron (Lacma,LA) sein Ziel erreicht: die Einhegung künstlerischer Arbeit aus Ost und West als Ausdruck des deutschen Geistes, dessen fortgesetzte Brüderlichkeit, die nur von einer soziologoschen Nebensächlichkeit, dem bösen, Kalten Krieg überschattet wurde. Im Unterschied zur Bildzeitungsausstellung “60 Jahre,60 Werke” wird diese Ausstellung vom deutschen Feuilleton hoch gelobt und als kritische Rekonstruktion einer deutsch-deutschen Kunstgeschichte gewürdigt. Um so interessanter ist sie für Rosa, die im Workshop gemeinsam fragen will: Wie wird in der Kunst die nationale Einheitsgeschichte durch die Systemoppositionen hindurch rekonstruiert? Was unterschlägt, verleugnet oder transformiert diese Rekonstruktion? Welche Funktion bekommt die Kunst in dieser Rekonstruktion der Nation zugemessen? Was bedeutet das für unsere Auseinandersetzung mit Kunst – und mit dem gegenwärtigen deutschen Nationalismus überhaupt? Und wie lässt sich die Nationalisierung der Kunst Geschichte und Gegenwart praktisch und theoretisch bekämpfen? Wie lassen sich Angriffe gegen das Deutsche in der Kunst kollektiv herstellen?

19.00-19.30 Pause

19.30-21.30 Fragen an Bernd Gehrke und Renate Hürtgen (Moderation: Internationale KommunstInnen/TOP)

Bernd Gehrke kämpfte im Herbst 1989 als linker DDR-Oppositioneller in der “Vereinigten Linken” (VL) für Demokratie und Sozialismus in der DDR und nicht für einen Anschluss an die BRD. Renate Hürtgen war 1989 Mitbegründerin der “Initiative Unabhängige Gewerkschaften“ in Berlin (Ost). Wir wollen mit beiden diskutieren, welchen Rückhalt die von den Oppositionsgruppen vertretenen Positionen vor dem Mauerfall in der Bevölkerung hatten, warum sie gescheitert sind und welche Perspektiven auf den Kommunismus heute zu entwickeln wären vor dem Hintergrund dieser Niederlage in der Niederlage. War es nur die Hoffnung auf die DM, die die politischen Vorstellungen der Opposition 1989 in der DDR marginalisierte oder bestanden von Anfang an Illusionen über die DDR-Bevölkerung? Welche Ansätze gab es in der “Initiative für Unabhängige Gewerkschaften“? Was waren die Mitbestimmungsmodelle, was waren die Leerstellen und Versäumnisse, und wie sind sie rückblickend zu erklären? Bestanden Kontakte zur Westlinken und zu Gewerkschaften in der BRD? Welche Hoffnungen und Illusionen waren damit zum Beispiel für die “Vereinigte Linke“ oder die “Initiative Unabhängige Gewerkschaften“ verbunden? Und gab es auch unter den DDR-Linken Diskussionen über Nationalismus und Rassismus, wie sie vor 20 Jahren in Westlinken geführt wurden? Dies sind einige der Fragen, die wir zum Abschluss des Workshoptags gemeinsam mit Bernd Gehrke und Renate Hürtgen diskutieren wollen.

Sa: Themselves @ Zoro

das SchubladenKonsortium lädt ein:

Sa 31.10. – 21.00 Zoro

Themselves (us/Anticon)

Djs:
Proceed (nasdia)
LXC (alphacut)
OG.Tronic (nasdia)
Kick‘n Rush (SchubladenKonsortium)
Starflame (justistal)

schedule:

9pm: DJ STARFLAME

10pm: apperitivo (free snacks with your drinks!!!) pics: Jan Švankmajer filmlets tunes: LXC & KICK‘N RUSH

0 am: show – live: THEMSELVES (anticon)

= JEL & DOSEONE – bekannt aus funk und fernsehen -(Clouddead/Subtle/13&God usw.usf.)- kurz gesagt die vorderste front im kunststudentenvorzeigehiphoplabelkollektiv ANTICON. haben auf früheren touren schon megageknallt aber spätestens seit der reanimation von alten battlequalitäten und fast schon comedyeskem showformat sind THEMSELVES auch tauglich für publikum jenseits des abstract-nerd universums.

aftershow:

DJs
PROCEED (nasdia)

all kinds of groundshaking earthquaking spiritualized sound from dub over rap to drum‘n'bass.

OG TRONIC (nasdia)

mix of drum and bass subscience, jungle, raggacore, dubstep and urban bass. thiz iz da original gangzta rave selecta for all killasoundbwoyz, crimebrothaz and original rudebwoyz

danse macabre /// resurrectionists

danse_macabre

30.10.2009, 21.00 atari, kippenbergstraße, leipzig/reudnitz

DANSE MACABRE + RESURRECTIONISTS

MONABERRY NIGHT // SUPER FLU / HANNE & LORE

monai

30.10.2009 23:00 CHARLES BRONSON, BERLINERSTRAßE 242, HALLE (SAALE)
MONABERRY NIGHT // SUPER FLU / HANNE & LORE (TECHNO / MINIMAL)

Die Super Flus sind wieder in der Stadt und du kannst dabei sein wenn Sie zusammen mit Hanne&Lore ihr neustes Release auf Monaberry, „an der Waterkant“ vorstellen. Als Anheizer gibt’s noch den neusten Mix von Hanne&Lore zum Download…nicht vergessen: 30.Oktober / 23Uhr / Berlinerstraße 242

Hanne & Lore @ Shouted.FM by Hanne & Lore

Arabrot /// Aluminium Babe /// Electrozombies

arabrot

Donnerstag, 29. Oktober 2009, Zoro, Bornaische Str. 54 HH, Leipzig

Arabrot /// Aluminium Babe /// Electrozombies

caleya /// khuda /// kasan

caleya

Do 29.10. Stö16 Leipzig

Caleya (Hamburg/chaotic Sounds with a spirit of sweet heaviness)
Khuda (UK/psychedelic soundwall packed in a doom metal rope)
Kasan (LE/instrumentaler postrock)

Vortrag zur Neonazi-Szene in Halle

Mittwoch, 28. Oktober 2009, 19:30 Uhr
Melanchthonianum, Universitätsplatz, Halle (Saale)

Am 17. Juni 2009 demonstrierten knapp 200 Neonazis in der Nähe des hallischen Hauptbahnhofs. Aufgerufen hatten die „Jungen Nationaldemokraten Sachsen-Anhalt“, die mit dem Mauerfall wiederum einen historischen Bezug nutzen, um am 7. November zum zweiten Mal in diesem Jahr aufzumarschieren. Die Veranstalter sind jedoch nicht die einzigen aktiven Neonazis in der Saalestadt. Während die Jugendorganisation der NPD unter der Führung von Michael Schäfer nicht nur durch Demonstrationen die Jugendlichen für einen Systemumsturz zu mobilisieren will, versucht deren „Mutterpartei“ kommunalpolitisch Fuß zu fassen. Mit Schulungen und gemeinsamen Wanderfahrten soll die Szene gefestigt werden. Der Erfolg ist derzeit jedoch eher mäßig. Die sogenannte „Volksfront“, mit der die Neonazi-Szene ihre Streitigkeiten untereinander für das gemeinsame Ziel beilegen sollte, existiert nicht mehr. Die Szene ist zersplittert und in Abgrenzung zum parlamentarischen Weg der NPD versuchen sich auch in Halle sogenannte „freien Kräfte“ vor allem aktionistisch in autonomer Systemopposition. Und auch lifestyle-orientierte Strukturen wie „Thor-Steinar“-Geschäfte oder Tattoo-Studios spielen organisationsübergreifend eine Rolle bei der Rekrutierung des rechten Potentials.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Antifaschistischen Hochschultage 2009 der ag antifa im Studierendenrat der MLU Halle.

do make say think

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Montag, 26.10.2009, 20:00 Uhr, Conne Island, Leipzig

Vorhang auf für das 4. Moutique Ensemble! Zur Erinnerung: Ein Ensemble ist eine Auswahl von Musikern, die durch ihr Zusammentreffen Erstaunliches darbieten kann.

Ins Leben gerufen werden die Moutique Ensembles von der Konzertagentur Moutique, deren Begründer seit jeher ein Gespür für kommende Größen bewiesen und Bands wie Death Cab For Cutie, The Arcade Fire und Broken Social Scene erstmalig nach Europa holten. Diese jahrelange Erfahrung sowie der spürbare Enthusiasmus und das Herzblut für bezaubernde Konzerte soll nun im Rahmen der Moutique Ensembles an die weite Konzertlandschaft weitergegeben werden.

Ziel der Moutique Ensembles soll es sein, mehrere Künstler musikalisch aufeinander abzustimmen, über längeren Zeitraum zusammenzubringen und so letztendlich ein noch reizvolleres Tour- und Konzerterlebnis für Künstler und Zuschauer zu ermöglichen: Nämlich einen unvergesslichen Abend voller harmonischer Musikalität. In regelmäßigen Abständen werden die Moutique Ensembles daher Künstler renommierter Labels mit ihren aktuellen Veröffentlichungen durch Europa und damit auch in deine Stadt führen.

Beim vierten Moutique Ensemble wollen wir euch Do Make Say Think, Charles Spearin – The Happiness Project & Years ans Herz legen:
Allesamt entspringen der Familie „Do Make Say Think“ und den kanadischen Labels Constellation & Arts&Crafts. Alle involvierten Mitglieder standen schon gemeinsam auf einer Bühne, doch unterschiedlicher kann man sich eine Inszenierung dieser drei verschiedenen „Experimente“ nicht vorstellen. Es erwartet euch ein experimenteller Post-Rock Abend der Extraklasse mit viel laut und leise, hell und dunkel, groß und klein.

DO MAKE SAY THINK (CAN | Constellation)

Seit mehr als 10 Jahren inszenieren die kanadischen Instrumental-Postrocker Do Make Say Think aus der Labelfamilie Constellation Records (GY!BE) nun schon kleine und große experimentelle Epen: Feierliche, fast sakrale Momente finden sich neben Gitarren, die mal weltentrückt vor sich hinklimpern, um sich ein andermal zu krachigen Gitarren-Eruptionen zu entwickeln. Eine berührende Ansammlung nostalgischer, überschwänglicher und nachdenklicher Momente zum Augenschließen und Genießen, inbesondere live!

CHARLES SPEARIN – THE HAPPINESS PROJECT (CAN | Arts & Crafts)

The Happiness Project erzählt uns vom Glück Charles Spearin`s Nachbarn. Über den Zeitraum eines Jahres hat das „Do Make Say Think“- und „Broken Social Scene“-Mitglied diese zum Thema Glück interviewt und anschließend Rhytmus und Melodie der Sprache als Basis für sein „Happiness Project“ verwandt. Charles zaubert aus den Alltagsgeschichten seiner Nachbarn und der Grundlage des HipHops virtuose und einzigartige Jazzlinien. Wer dazu den Texten von Mrs. Morris, Vanessa oder Anna folgt, darf eintauchen in eines der emotionalsten und interessantesten Projekte des Jahres.

YEARS (CAN | Arts & Crafts)

Ohad Benchetrit: Spielt Gitarre, Bass, Saxophone, Flöte und kommt aus Kanada. Wer hier eins und eins zusammenzählt, wird schnell vermuten, dass Ohad Mitglied des Künstlerkollektivs „Broken Social Scene“ sein muss.
Das ist richtig, doch nur die halbe Wahrheit. Denn Ohad Benchetrit spielt hauptsächlich für die Postrock-Band „Do Make Say Think“ und jetzt auch für sein Soloprojekt „Years“. Sein selbstbetiteltes Debütalbum erschien auf „Arts & Crafts“ und reiht sich nahtlos in all die dort erschienen Projekte um BSS, The Stills und Co. ein. Einen Vergleich zu seiner Musik zu finden, ist nicht einfach. Denn das beste Pendant zu sich, ist er wohl selbst – the music of „Years“.

Kundgebung für freie Radios am 26.10. in Leipzig

AKTION! ACTION! HÖRT! HÖRT! Übergabe und Kundgebung am Montag 26.10.09

Am kommenden Montag wollen wir unseren offenen Brief dem Medienrat der SLM übergeben, unterzeichnet von jeder Menge prominenter Erst-Unterstützung aus den lokalen und überregionalen Bereichen der Kultur, Politik und Medien. Alle HörerInnen und Fans von Radio Blau und den anderen beiden freien Radios in Sachsen sind herzlich willkommen ab 12 Uhr im Park an der F.-Lassalle-Str.21, Leipzig, kreativ und bunt an unserer Kundgebung mit RADIOBALLETT teilzunehmen um unseren Unmut gegen die angekündigte Abschaltung auszudrücken!

(via radio blau)

Am Montag, dem 26.10., tagt der Medienrat der SLM in der Leipziger Ferdinand-Lasalle-Straße 21. Die drei freien Radios aus Sachsen werden sich zu dieser Gelegenheit zu einer Kundgebung vor der SLM versammeln (und nicht, wie angekündigt, zu einer Demo…). Wir wollen dem Medienrat einen offenen Brief zur Situation unserer Radios übergeben und im Freien ein wenig Radioballett aufführen.
Wir wollen uns um 12.00 Uhr treffen – und Ihr seid alle herzlich eingeladen! Wir freuen uns auf Euch.

(via radio.fueralle.org)

scraps of tape und solander @ reil78

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24.10.2009 | 21.00 Uhr | Reil78 | Halle (Saale)

scraps of tape (se)

Scraps of Tape ist eine fünfköpfige Instrumental- und Postrock-Band aus Malmö, Schweden. Sie fand sich 2001 zusammen und schrieb an Ihrem Debütalbum Read Between the Lines at All Times. Die unberrechenbaren, explosiven Arrangements zeigen sich durch die gebrechliche Schönheit und aggressiv laute Klangkulissen. Sie veröffentlichte Ihr zweites Album This is a Copy is This a Copy Anfang 2007 und ging mit Audrey auf Tour. Mehr erfahren und hören kann man auf der Band-Homepage www.scrapsoftape.com.

solander (se)