70 Jahre Zweiter Weltkrieg – Diskurse um Weltkrieg, Holocaust und Deutsche Schuld

Vortrag und Diskussion mit David Schweiger (INEX, Autor u.a. in Phase 2)
Dienstag 01/09 18.00 Uhr
Ort: GWZ, Beethovenstraße 15, Hörsaal 20.10
Eine Veranstaltung der Initiative gegen jeden Extremismusbegriff (INEX)

Was war der Zweite Weltkrieg und was ist er heute? Dieser scheinbar banalen Frage wollen wir uns am 70. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen nähern. Das ist dem Umstand geschuldet, dass das Wissen darum verloren zu gehen droht. Stattdessen etabliert sich eine selektive Wahrnehmung, die entscheidende Elemente ausklammert.
Die Veranstaltung zeigt zunächst den spezifischen Charakter des Zweiten Weltkriegs auf. Es geht darum, zu begründen, was Vernichtungskrieg und Zivilisationsbruch historisch bedeuten – zwei Begriffe, die heute oftmals standardisiert und leer sind.
Davon ausgehend sollen die öffentlichen Diskurse um den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust betrachtet werden, die von Enthistorisierung geprägt sind. Der Zweite Weltkrieg wird häufig nur noch als Rahmenhandlung des Holocaust begriffen. Dieser wird zum Zentrum des Gedenkens erhoben. Der Fokus auf Auschwitz ist jedoch nicht fähig, die osteuropäische Perspektive zu integrieren und ist auch ein deutsch-europäischer Affront gegenüber dem polnischen und russischen Gedenken.
Damit einher gehen die Universalisierung der Ereignisse und die Entschuldung der Deutschen. Holocaust und Zweiter Weltkrieg sind nur noch Mahnungen und Moralismen und die Schar der TäterInnen wird immer mehr erweitert, bis Europa voll ist mit den »Handlangern des Holocaust«.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „still not lovin‘ Germany“.

edit

ein gespräch mit david schweiger bei radio corax:


1 Antwort auf “70 Jahre Zweiter Weltkrieg – Diskurse um Weltkrieg, Holocaust und Deutsche Schuld”


  1. 1 corax 01. September 2009 um 17:44 Uhr
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