Archiv für Juni 2009

gaying up the punx @ zoro

limpwrist_zoro

Di. 30.06. 22h @ zoro / leipzig

LIMP WRIST

INSOMINO

BATTLE OF WOLF359

eine i talk you listen show.

Hochschulreform als Standortfaktor

19Uhr, HS 8, Hörsaalgebäude (Uni Campus), Neues Seminargebäude – Leipzig, Universitätsstraße 5

Freerk Huisken referiert zum Thema: „Hochschulreform als Standortfaktor – Mit verschärfter Konkurrenz dem Denken Beine machen“

Wie aus einem Bildungsstreik ein Einsatz für Konkurrenz wird – Gespräch mit Freerk Huisken:

(via radio corax)

cry me a river fest 2009

battle_of_wolf_359

26th and 27th of June 2008 at the W6 in Versmold / Germany.

Full Adress : Wöstenkrug . Wöstenstr. 6 . 33775 Versmold.

WE STARTED THE FEST IN 2000. THE MOST IMPORTANT THING ABOUT THE FEST IS GETTING AS MUCH FRIENDS TOGETHER AS POSSIBLE AND MAKE THE WORLD A BIT OF A SMALLER PLACE FOR SOME DAYS, ENOY!

THIS FEST SUPPORTS A MEAT FREE / VEGAN LIFESTYLE – IS STRICTLY ANTI FACIST/ RACIST, ANTI SEXIST AND IN THE CONCERT ROOM IS NO SMOKING ALLOWED! DRUG FREE YOUTH !

[www.myspace.com/cmarfest]

Freitag June 26th

23:00 TRAINWRECK [ www.myspace.com/trainwreck5 ]

22:10 BATTLE OF WOLF 359 [ www.myspace.com/battleofwolf359 ]
21:20 DOLCIM [www.myspace.com/dolcim ]
20:30 THE THIRD MEMORY [www.myspace.com/thethirdmemory ]
19:40 ME AND GOLIATH [ www.myspace.com/meandgoliath ]
18:50 ALPINIST [www.myspace.com/alpinistsucks ]
18:00 HAMMERS [ www.myspace.com/hammers625 ]

Samstag June 27th

22:50 SHIKARI [www.shikari.nl ]
22:00 GRAF ORLOCK [www.myspace.com/graforlock ]
21:10 ZANN [www.myspace.com/zann]
20:20 LOUISE CYPHRE [www.myspace.com/louisecyphre ]
19:30 JUNE PAIK [ www.myspace.com/junepaik ]
18:40 DANSE MACABRE [www.myspace.com/dmacabre ]
17:50 GHOSTLIMB [www.myspace.com/ghostlimb ]
17:00 GHOSTCHANT [ www.myspace.com/ghostchanthc ]

[NO MORE SPACE AVAILABLE – SOLD OUT! – KEINE ABENDKASSE!]

Fr: ENABLERS & THE ANTIKAROSHI @ UT

das SchubladenKonsortium & UT laden ein:

26.06. UT Connewitz
doors: 20.00 start: 21.00

Enablers (us/Exile On Mainstream-Neurot)

Sperrige, düster und tief im Noise verwurzelt präsentieren sich Enablers. Über allem dabei die Spoken Words Performance ihres Dichter-Frontmanns Pete Simonelli. Der charismatische Beat-Poet ist in den Literatur-Zirkeln des Undergrounds längst ein beschriebenes Blatt. Dem Quartett aus San Francisco drückt er mit seiner ausdrucksstarken, mit Whiskey geölten Stimme einen ausgesprochen lyrisch geprägten Stempel auf ohne die Band zur Begleiterscheinung verkommen zu lassen. Geht auch kaum handelt es sich hier um gestandene Musiker die bereits in Bands wie June Of 44 oder den Swans gespielt haben und musikalisch hier ebenso ihren schwermütig, existenzialistischen Beitrag zum Ganzen leisten. Ein spannungsgeladenes Wechselspiel aus filigranen Gitarrenmelodien, brachialen Noise-Ausbrüchen und Simonellis zum Teil wutschnaubenden Brüllattacken sorgt für ein Klangerlebnis der enervierenderen, bleibenden Art. Enablers halten das Erbe der Slowcore Helden Slint hoch und entwickeln es weiter.

The Antikaroshi (d/Exile On Mainstream)

Potsdamn’s Finest! Das Trio mit Saiten, Tasten und Trommeln hängt die Messlatte was energetisch, rockenden Posthardcore/Math-/Postrock angeht verdammt hoch – passen aber auch eigentlich nicht in solche Schubladen. Vor Ideenreichtum strotzende Songs, versetzt mit Jazz und Electronica-Einsprengseln die sich nie festlegend mal flächige Soundwände generieren, dann wieder Dischord-esk rockend um plötzlich in einer repetetiven Schleife zu enden. Laut/Leise, smarte Rhytmuswechsel, kantig und doch mit Groove, tanzbar. Kritische Texte dazu, die aber nie im Vordergrund stehen oder im klassischem Strophe/Refrain Schema funktionieren – denn eher gezielt und umso effektiver eingesetzt werden. YES!

mi: ef @ ut connewitz

ef_monozid

Mi 24.06.2009 21:00 ut connewitz

EF (Schweden) und monozid (LE)

Vor vier Jahren waren sie zum ersten Mal im UT, 5 sehr junge schüchterne Schweden – ihre Musik hat uns umgehauen! Inzwischen sind sie bereits zum zehnten (!) Mal auf Europatour obwohl sie erst zwei Alben veröffentlicht haben. Wer Zeuge eines ihrer Konzerte war, weiß, daß es EF in sich haben. Der Post-Rock der fünf Göteborger braucht Vergleiche mit Genre-Größen nicht zu scheuen. Sie beherrschen das stiltypische Dynamik-Spiel nach allen Regeln der Kunst. Unaufhaltsam steuern ihre Steigerungsläufe auf die Klimax zu, bis plötzlich alle Dämme brechen. Das Publikum wird vom Strom der Gitarren mitgerissen und entsteigt dem Ocean Of Sound eine gefühlte Ewigkeit später mit einem Surren in den Ohren. Die katharsische Wirkung von Post-Rock ist hiermit einmal mehr erwiesen. Augen zu und Film ab. Sie selbst beschreiben ihre Musik so: „EF stehen für Emotionen, Explosionen, Energy.“ Amen.

Post Porn Politics

postpornpolitics

Vortrag von Tim Stüttgen

Mittwoch | 24.06.2009 | 19.30 Uhr | Conne Island – Leipzig

Das Verhältnis von sexueller Repräsentation und Politik hat viele Schnittstellen. Postpornographische Politiken versammeln Fragen zum Unterschied vom regressiven zu progressiven und queeren Porno, sind aber auch Aufhänger für Kontroversen um Sexarbeit, Fetischkonzeptionen und dem Verhältnis von der Linken zur Geschlechter-Politik. Dieser Vortrag soll einen Einblick zu verschiedenen praktischen und theoretischen Konzeptionen der Post Porn Politics geben, die in den letzten 40 Jahren in verschiedene Formen von Öffentlichkeit interveniert haben.

Ein Vortrag von Tim Stüttgen (Filmwissenschaftler, Autor in Jungle World, Spex, de:bug), mit Clips von Dusan Makavejev, Annie Sprinkle, Dumb Type Tokyo, Maria Llopis und Bruce La Bruce.

– Im Rahmen des Begleitprogramms zum Festival »Amplify! gender.text & tanz« und in Kooperation mit der Zeitschrift „Outside the Box“ –

heute in leipzig

23 Jun 2009

@ atari : rosetta, blinddead, city of ships

@ zoro: seasick, jonestown, retcher

fuck staying home!

bilder von zann und les trucs vom reil78 fest

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Vom Besen und der eigenen Haustür

urban legends und das Verhältnis zwischen Wirklichkeit und Einbildung

Seit längerem beglückt die „bonjour tristesse“ aus „Trotz und Optimismus“1 ihre Umwelt in Halle und Umgebung mit Texten zu den verschiedensten Themen. Isabella Garcia Fernändez hat sich einen davon näher angeschaut und kommt zu längst vermuteten Ergebnissen.

Halle, Juni 2009

Kritik – ja bitte!

Kritik zu üben ist legitim und wichtig. Im allgemeinen wird dabei zwischen positiver Kritik, negativer Kritik, konstruktiver Kritik, destruktiver Kritik und Selbstkritik unterschieden. Im Journalismus versteht man unter einer Kritik eine Darstellungsform, die Information und Meinung verbindet. Die geeignetste Form einer kritischen Auseinandersetzung ist laut Adorno der Essay, denn beim Schreiben eines Essays können wissenschaftliche und künstlerische Qualitätskriterien außer Acht gelassen werden. Jeder kann alles auf seine Weise tun, denn die möglichen Formen sind vielfältig, und da der Essay weder wissenschaftlich etwas leisten, noch künstlerisch etwas schaffen muss, muss er weder am Anfang beginnen, sondern mit dem, worüber er reden will, noch da aufhören, wo alles geklärt ist, sondern dort, wo der Autor selbst mit seinen Gedanken am Ende ist. Durch diese Abweichung von der Norm hat der Essay die Möglichkeit, das Ideologische sprachlich und stilistisch aufzubrechen.2 Nach Robert Musil bildet der Essay deshalb „ […] das Experimentierfeld des Menschen ohne normatives Weltbild, des sich selbst perspektivisch erforschenden Subjekts […].“3 Er ist somit auch das Experimentierfeld in Bezug auf das Thema und die Ebene der Selbsthinterfragung bezüglich der Arbeit des Autors. Dieser muss sich der eigenen Fehlbarkeit bewusst sein und in jedem Augenblick auf sich selbst und sein Verhältnis zum etablierten Denken reflektieren.4 „Essayistisch schreibt, wer experimentierend verfasst, wer also seinen Gegenstand hin und her wälzt, befragt, betastet, prüft, durchreflektiert, wer von verschiedenen Seiten auf ihn losgeht und in seinem Geistesblick sammelt, was er sieht, und verwortet, was der Gegenstand unter den im Schreiben geschaffenen Bedingungen sehen lässt.“5 So fügt sich, trotz möglicher Widersprüche im Text, die Gesamtheit seiner Sätze logisch und stimmig zusammen. Den Autor treibt hierbei zum Einen der Wille Fjbersicht zu schaffen, zum Anderen die Notwendigkeit Probleme lösen oder wenigstens artikulieren zu wollen.6 Durch die Skepsis, durch die Selbstreflexion und Selbsthinterfragung, die Formen-, Regel-und Ideologiefreiheit und das Bekenntnis zur eigenen Subjektivität, kann die von Adorno geforderte Neutralität und Unabhängigkeit verwirklicht werden, womit der Essay die adäquate „[…] Form eines antiideologischen Schreibens, das jeglichem Zugriff, sei es dem des politischen Totalitarismus oder den Vereinnahmungstendenzen des Kulturbetriebes zuwiderläuft“7, ist.

Kehrseite und Reaktion

Betrachtet man sich die gegenwärtige Publizistik, scheint jeder Text Essay genannt zu werden, der sowohl künstlerische als auch wissenschaftliche Qualitätskriterien außer Acht lässt und dabei in fließenden Gedankenreihen etwas allgemein Verständliches rasch behandelt. Diese Form von Essay, die sich schlicht durch freie Textgestaltung auszeichnet, bezeichnet Adorno als „schlechten Essay“.8 Um ein Beispiel eines solchen schlechten Essays, den Text „rainin‘ in paradise“, veröffentlicht in der „bonjour tristesse“ Nr.7 (1/2009), soll es nun gehen. Gemeint als destruktive, also auf die Vernichtung des Gegenstandes abzielende, Kritik, lässt der Text der Autorin Melanie Hübner leider jedwede Form von Selbsthinterfragung vermissen. Der Gegenstand, die „Reilstraße 78“, unter bürgerlichem Namen auch als „KubultubuRebell e.V.“ bekannt, wird weder befragt, betastet, geprüft noch hin und her gewälzt und auch eine Betrachtung von verschiedenen Seiten sucht man vergebens. Stattdessen zeichnet sich der Text vor allem durch einseitige Darstellungen, Pauschalisierungen und persönliche Angriffe aus, die eher an Artikel aus der Boulevardpresse erinnern als an ernsthaften Journalismus und erst recht nicht an gut recherchierte und begründete Kritik. Selbst den Ansprüchen der angeführten journalistischen Kritik wird der Text nicht gerecht, da er zwar einerseits die Meinung der Autorin wiedergibt, welche aber andererseits allzu oft mit Halb- und Unwahrheiten unterfüttert wird, während Informationen, die das Umfeld und die Hintergründe des behandelten Themas beleuchten könnten, schlichtweg fehlen. Nun soll hier nicht der Autorin die Arbeit abgenommen werden, einen vernünftigen Text zu produzieren, weshalb auf eine ausführliche Darstellung des gewählten Gegenstandes verzichtet wird, da diese auch ansatzweise bereits in Form des Heftes „7 Jahre Reil 78 – und immer noch mehr als nur Party /2001 – 2008/ eine Selbstreflektion“9 existiert. Vielmehr geht es darum, auch die unterschlagene andere Seite darzustellen, damit sich der geneigte Leser beim hin- und herblättern in den verschiedenen Texten seine eigene kritische Meinung bilden kann und nicht auf eine Schrift mit Sagencharakter angewiesen ist.

Die eigene Nase und die Verortung im Falschen

Sehr schön wurden in „rainin‘ in paradise“ die Anfänge des Projektes „Reil78“ und die damals entstandenen Probleme aufgrund der Unerfahrenheit der meisten in Bezug auf die Größe und die Entscheidungsstrukturen des Projektes dargestellt. Angefangen von der Herausbildung hierarchischer Strukturen, der Herauskristallisierung bestimmter Denkweisen, der Bildung eines festeren Kerns von regelmäßig Aktiven bis hin zum, nicht gerade von gegenseitiger Achtung zeugenden, Verhalten untereinander. Ein schwerwiegendes Manko an dem Text ist jedoch, dass er sich mit der Analyse dieser Anfangszeit erschöpft und auf die nach-folgende Zeit bezogen nichts Neues oder gar Aktuelles liefert. Während die Autorin offensichtlich recht gut über die Anfangszeit bescheid weiß, scheint sie später alle Informationen von im Haus aushängenden Zetteln oder von den Gesichtern des Tresenpersonals abgelesen zu haben.10 Das hier die Quellenlage etwas dünn aussieht und die Autorin auf einem Stand verblieben ist, der nicht zwingend aktuell ist, liegt auf der Hand. Und schaut man sich an mit welchen Emotionen die Gruppe „no tears for krauts“ verteidigt wird, ist ein Schelm wer glaubt, dass es sich dabei um die Abrechnung einer ehemaligen Mitstreiterin handelt, die aus der überlegenen Entfernung über eine Zeit spricht, in der heutige Mitarbeiter von „bonjour tristesse“ und der Gruppe „no tears for krauts“ noch selbst „vergammelten Blumenkohl aus Supermarktmülltonnen““ sammelten um diesen für die vegetarische Volksküche aufzubereiten, nachdem sie im „obligatorischen schwarzen Zwirn“12 „von Berlin bis Barcelona“13 gegen die Globalisierung gekämpft hatten. Uber eine Zeit also, in der „no tears for krauts“ noch selbst mit so vielen Personen wie möglich beim Plenum auftauchte, wenn es um die eigenen Belange ging, um die Diskussion und die Entscheidung zu dominieren, während sie die Plena mieden, auf denen die organisatorischen, zum Erhalt des Projektes notwendigen Dinge, besprochen wurden. Für Uneingeweihte mag das alles klingen wie die Neuauflage einer Schlammschlacht oder die Aufarbeitung privater Konflikte oder Traumata. Sollten diese Zeilen Einzelpersonen dazu dienen, so mögen sie sich keinen Zwang antun. Intension war hierbei jedoch einzig und allein aufzuzeigen, dass die Autorin Melanie Hübner zwar einerseits ihren „Kollegen“ bei „bonjour tristesse“ und „no tears for krauts“ eine Aufarbeitung vergangener Zeiten und eine Weiterentwicklung zuerkennt, während sie andererseits entweder unterstellt, dass alle, die im Projekt „Reil78“ verblieben oder dazugekommen sind14, auf dem damaligen Stand verharren oder annimmt, dass ihr Wissen um die Zustände vor Jahren ausreicht, um das heutige Projekt zu beurteilen. Beides ist falsch. Pauschalisierend spricht sie in ihrem Text von „kollektivem Gerede“‘5 und „kollektivem Gedächtnis“16. Fakt ist jedoch, dass die „Reil78“ von Beginn an bis heute kein homogenes Gebilde, keine „im Gestus und Habitus gleichgeschaltete Herde“17 war und ist, sondern aus unabhängig denkenden Individuen besteht, die sehr wohl unterschiedliche Ansichten und Meinungsverschiedenheiten haben. Der Teil von Personen, auf die die Beschreibungen der Autorin zumindest ansatzweise zutreffen würden, hat längst sein Glück „im autarken Leben in einer Waldhütte“18 oder in der bürgerlichen Einsamkeit gefunden. Und spätestens nach dem Zitieren des Heftes „7 Jahre Reil 78 — und immer noch mehr als nur Party /2001 – 2008/ eine Selbstreflektion“ hätte der Autorin auffallen müssen, dass ihre These von der „Unfähigkeit zur Selbstreflexion“19 der „Reil78“ obsolet ist. Dass eine Selbstreflexion, die jede Menge Selbstkritik enthält, nicht sonderlich positiv und euphorisch klingt, sollte klar sein. Bei einer aufmerksamen Lektüre dieses Heftes hätte Melanie Hübner auch auffallen müssen, dass im Gegensatz zu ihrer Behauptung sehr wohl im Projekt „Reil78“ jedem bewusst ist, dass es kein richtiges Leben im falschen gibt20, wie Adorno so schön geschrieben hat, und dass man „selbst genauso „im System“ steckt wie jeder andere auch“21. Doch selbst nach dieser Erkenntnis gibt es keinen Grund, in Passivität zu verfallen, sich zurückzulehnen und der eigenen Ohnmacht zu ergeben, da ja demnach sowieso alles ist wie es ist und es keine Aussicht auf Verbesserung gibt. Denn man muss sich nicht grundsätzlich zwischen dieser Erkenntnis, also der Theorie, und der Praxis entscheiden, sondern kann dies auch von Fall zu Fall tun. Und so hat die Praxis doch einiges positives bewirken können, was diverse verhinderte Naziaufmärsche beweisen, die trotz der Erkenntnis, dass sich die Gesellschaft im Ganzen dadurch auch nicht ändert, die Welt dennoch immer wieder ein wenig besser aussehen lassen. Und es gibt keinen Grund, aufgrund eines nahezu lückenlosen Systems, das kaum Rückzugsräume zulässt, das eigene Wissen um das Richtige aufzugeben, bzw. sich die Entwicklung dahin vorzuenthalten. Denn auch mit dem Wissen darum, dass das Ideal unerreichbar ist22, hört das Verlangen danach noch lange nicht auf. Und auch wenn man weiß, dass es kein richtiges Leben im Falschen gibt, so gibt es eben doch ein richtigeres, wie Peter Brückner gesagt hat. Denn das nahezu lückenlose bürgerliche System schafft mittels des Privatbesitzes Räume, die zwar vom System durchdrungen sind, aber dennoch in Grenzen die Möglichkeit der individuellen Gestaltung offen lassen. Und in diesen Grenzen, im Kiemen, Privaten, kann eben doch das richtigere Leben gelebt werden, vorausgesetzt man ist sich bewusst, dass dies nur eingeschränkt möglich ist und im Groben einig, wie das denn aussehen sollte. Die Abgrenzung zur „bösen Welt da draußen“23 nimmt das System demzufolge selbst, durch den rechtlichen Schutz des Privatbesitzes, vor. Und die Grenze wird recht häufig, und so auch auf der Reilstraße 78, – siehe da — durch einen Gartenzaun manifestiert24, der diesen Raum schon recht oft vor den Auswüchsen des Systems, z.B. in Form der Polizei oder des Vorsitzenden einer extrem rechtskonservativen Partei mit Sitz in Hamburg, bewahrt hat. Dass auch ab und zu an diesen Zaun gekotzt wird25, ist schade, aber wohl nicht zu vermeiden. Und dass „lästige Wesen, die sich nicht benehmen können“26, Gewalt ausüben, randalieren, rassistische, sexistische oder antisemitische Statements von sich geben oder anderweitig stressen, in diesem Raum nicht gern gesehen sind und so weit das geht auch von diesem ferngehalten werden, wird nicht als kritikwürdig empfunden, sondern gehört zum Konzept.

Aufforderung zum Lächeln

Zum Konzept der Reil78 gehört auch das unkommerzielle Arbeiten, von Melanie Hübner als D.I.Y, bezeichnet und in der bürgerlichen Gesellschaft auch als ehrenamtliche Tätigkeit bekannt, das es möglichst allen ermöglichen soll, die Veranstaltungen in der Reil78 zu besuchen und das unabhängig von der sozialen Herkunft oder dem Status in der Gesellschaft. Dass D.I.Y. Nichts mit „Entsagungsideologie“, und „Selbstausbeutung“27 zu tun hat, da ehrenamtliche Tätigkeit immer auf Freiwilligkeit beruht, sollte klar sein. Klar ist wohl in der Reil78 ebenfalls jedem, dass zu einer organisierten Veranstaltung auch Gäste gehören, die diese Veranstaltung konsumieren, wofür sie Eintrittsgeld bezahlen; wobei natürlich auch immer Gäste willkommen sind, „die aus Zeitgründen, […] oder sonstigen Motiven“28 nicht direkt am Projekt mitwirken und nur aus Spaß an der Freude dort auftauchen. Gäste, die durch ihr Verhalten, sei es aus „Desinteresse“ oder nicht, dem Projekt schaden, sind dies dagegen nicht. Dass bei der ehrenamtlichen Tätigkeit, wie auch überall sonst, persönliche oder durch Erlebnisse im „kapitalistischen Normalwahnsinn“30 hervorgerufene Frustrationen zu tage treten können, ist normal und gehört heute zum Leben. Ein Vorteil des Ehrenamtes besteht aber darin, dass man an der Bar eben nicht, wie es die Autorin fordert und wie in der Dienstleistungsgesellschaft üblich, für jeden „ein freundliches Lächeln“31 bereit halten muss, nur weil man Geld dafür bekommt, auch wenn man schlecht gelaunt ist oder diejenige Person nicht leiden kann. Für einen Teil des Tresenpersonals scheint dies bei Melanie Hübner der Fall zu sein. Und dass das freundliche Lächeln und die „reine Bespaßung“32 im Club „Chaiselounge“, sowie der Club an sich, in dieser Form überhaupt nicht existent wären, ohne die betriebene „Selbstausbeutung“ der Leute im Vorderhaus, ist mehr als offensichtlich. Denn ein Lächeln und reine Bespaßung reichen zur Aufrechterhaltung eines Projektes, zu dem die Chaiselounge gehört, leider nicht aus. Passend dazu schreibt Adorno: „Welch einen Zustand muß das herrschende Bewußtsein erreicht haben, daß die dezidierte Proklamation von Verschwendungssucht und Champagnerfröhlichkeit, wie sie früher den Attaches in ungarischen Operetten vorbehalten war, mit tierischem Ernst zur Maxime richtigen Lebens erhoben wird. Das verordnete Glück sieht denn auch danach aus; um es teilen zu können, muß der beglückte Neurotiker auch noch das letzte bißchen an Vernunft preisgeben, das ihm Verdrängung und Regression übrig ließen […]. Wie die Leute durchweg zu wenige Hemmungen haben und nicht zu viele, ohne doch darum um ein Gran gesünder zu sein, so müßte eine kathartische Methode, die nicht an der gelungenen Anpassung und dem ökonomischen Erfolg ihr Maß findet, darauf ausgehen, die Menschen zum Bewußtsein des Unglücks, des allgemeinen und des davon unablösbaren eigenen, zu bringen und ihnen die Scheinbefriedigung zu nehmen, kraft derer in ihnen die abscheuliche Ordnung nochmals am Leben sich erhält, wie wenn sie sie nicht von außen bereits fest genug in der Gewalt hätte. Erst in dem Überdruß am falschen Genuß, dem Widerwillen gegens Angebot, der Ahnung von der Unzulänglichkeit des Glücks, selbst wo es noch eines ist, geschweige denn dort, wo man es durch die Aufgabe des vermeintlich krankhaften Widerstands gegen sein positives Surrogat erkauft, würde der Gedanke von dem aufgehen, was man erfahren könnte. Die Ermahnung zur happiness, in der der wissenschaftlich lebemännische Sanatoriumsdirektor mit den nervösen Propagandachefs der Vergnügungsindustrie übereinstimmt, trägt Züge des wütenden Vaters, der die Kinder anbrüllt, weil sie nicht jubelnd die Treppe hinunterstürzen, wenn er mißlaunisch aus dem Geschäft nach Hause kommt. Es gehört zum Mechanismus der Herrschaft, die Erkenntnis des Leidens, das sie produziert, zu verbieten […]. Das ist das Schema der ungestörten Genußfähigkeit.“33 Und genauso wie man die Aufforderung zum Lächeln als Neid auf die Unangepasstheit des Tresenpersonals auffassen kann, ist wohl die Verunglimpfung des „Werkelzwanges“ in der Reil78 dem Neid auf die fehlende eigene Kreativität der Autorin geschuldet, die diese immer wieder in die Arme der Dienstleister im „kapitalistischen Normalwahnsinn“34 treibt.

Reiner Wein

All dies zeugt von der Intention der Autorin, eine vernichtende Kritik mit allen Mitteln anzuwenden, wobei sie sich nicht zu schade ist, durch Anspielungen persönlich anzugreifen und zu beleidigen, zu verallgemeinern, zu übertreiben und zu lügen. Wer die Reil78 mit dem „typischen Sumpf der bundesdeutschen Hausbesetzerszene“35 gleichsetzt, scheint wohl nie in derartigen Örtlichkeiten verkehrt zu haben. Auch das besetzte Haus in Erfurt hat in bezug auf die Aufarbeitung der Geschichte des besetzten Geländes, also des Ortes, an dem die Öfen für die Vernichtungslager der Nationalsozialisten produziert wurden, eine politische Arbeit geleistet, (Achtung Kritik:) von der die Reil78 bisher nur geträumt hat. Und auch wenn es einen Mangel an politischen Veranstaltungen gibt, heißt das nicht, dass „sich von politischer Bildung oder – noch schlimmer – Kritik gänzlich“36 ferngehalten wird. „Eine infame Behauptung“37, die auf die Unwissenheit und den Vernichtungswahn der Autorin hinweist und „sich im kollektiven Gedächtnis von“ „bonjour tristesse“ und „no tears for krauts“ ,jedoch soweit verankert hat, dass niemand mehr den Wahrheitsgehalt angezweifelt“.38 Denn politische Bildung funktioniert eben nicht nur im Kollektiv, sondern auch individuell. Genauso individuell, wie der Geschmack Einzelner ist, wobei einer der Vorteile der bürgerlichen Gesellschaft ist, dass dieser Geschmack fast ohne Einschränkung ausgelebt werden kann. Dies betrifft sowohl Musik und Kleidung als auch Wohnkultur und Essgewohnheiten. Wer mit abfälligen Bemerkungen und Lügen in der Öffentlichkeit zeigt, dass er mit unterschiedlichen Geschmäckern und Lebensentwürfen nicht zu Rande kommt und die Freiheit diese auszuleben in Frage stellt, ist, um es deutlich auszusprechen, ein arrogantes, intolerantes und dogmatisches Arschloch, das sich nur sehr wenig vom durchschnittlichen Spießbürger unterscheidet, der am Stammtisch gegen alles was anders als er ist, wettert und pöbelt.39 Und wer, wie im Beitrag „Die bunte Landeshauptstadt“40 von „den barbarischen Trommelklängen von Afrikanern“41 spricht, hat die Grenze zum Rassismus schon weit überschritten. Dabei verdecken auch gestelzte Worte nicht, welcher Geist sich hinter ihnen verbirgt. Das Ergebnis ist deutlich. Gruppen und Zusammenhänge wie „bonjour tristesse“ und „no tears for krauts“ befinden sich in der von ihnen gewünschten Isolation und sind deshalb allzu oft nicht handlungsfähig, was in derselben Ausgabe der „bonjour tristesse“ der Artikel „Der ignorierte Naziaufmarsch“42 beweist. Anstatt jedoch zu jammern, dass man alleine dasteht, hätte man seine Zeit lieber mit ein bisschen Selbstreflexion zubringen können, um zu erkennen, dass die Situation durchaus auch hätte anders aussehen können. Denn könnte es nicht vorstellbar sein, dass, wenn sie selbst erst kurzfristig von diesem Aufmarsch erfahren haben, andere Leute in einer ähnlich schlechten Informationslage waren? Und hätte dies nicht durch ein wenig Kommunikation geändert werden können? Doch mit dem „Feind“, also mit Veganern, Bauwagenbewohnern, Punks, Trommelgruppen, dem Projekt „Reilstraße 78“, der „Berufsantifa“ vom „Miteinander e.V.“43 und anderen, wird nicht kommuniziert und nicht zusammengearbeitet. Stattdessen wird diesen im Nachhinein unterstellt, sie wären mit arabischen Antisemiten solidarisch.
Ignoranz und Überheblichkeit aufgrund eines angenommenen Vorsprungs beim Erkenntnisgewinn sind so nicht mehr zu übersehen. Adorno schreibt dazu: „Für den, der nicht mitmacht, besteht die Gefahr, daß er sich für besser hält als die andern und seine Kritik der Gesellschaft missbraucht als Ideologie für sein privates Interesse. […] Der Distanzierte bleibt so verstrickt wie der Betriebsame; vor diesem hat er nichts voraus als die Einsicht in seine Verstricktheit und das Glück der winzigen Freiheit, die im Erkennen als solchem liegt. Die eigene Distanz vom Betrieb ist ein Luxus, den einzig der Betrieb abwirft. Darum trägt jede Regung des sich Entziehens Züge des Negierten. Die Kälte, die sich entwickeln muß, ist von der bürgerlichen nicht zu unterscheiden. Auch wo es protestiert, versteckt sich im monadologischen Prinzip das herrschende Allgemeine. […] Die Unterwerfung des Lebens unter den Produktionsprozeß zwingt erniedrigend einem jeglichen etwas von der Isolierung und Einsamkeit auf, die wir für die Sache unserer überlegenen Wahl zu halten versucht sind. Es ist ein so altes Bestandstück der bürgerlichen Ideologie, daß jeder Einzelne in seinem partikularen Interesse sich besser dünkt als alle anderen […]. Seitdem die alte Bürgerklasse abgedankt hat, führt beides sein Nachleben im Geist der Intellektuellen, die die letzten Feinde der Bürger sind und die letzten Bürger zugleich. Indem sie überhaupt noch Denken gegenüber der nackten Reproduktion des Daseins sich gestatten, verhalten sie sich als Privilegierte; indem sie es beim Denken belassen, deklarieren sie die Nichtigkeit ihres Privilegs.“44

Letzte Worte

Da die von Melanie Hübner und einigen anderen Autoren der „bonjour tristesse“ praktizierten Methoden weder etwas mit Journalismus, geschweige denn mit sachlicher Kritik gemein haben, sollte das Blatt, in dem durchaus auch qualitativ bessere Artikel zu finden sind, aufpassen, dass es sich nicht schlicht zu einer BILD-Zeitung für sogenannte „Antideutsche“ entwickelt.45 Der teilweise durchaus berechtigten Kritik würde es keinen Abbruch tun, wenn darin in Zukunft auf Pauschalisierung, Übertreibung und Lüge verzichtet würde. Im Moment jedoch macht die Zeitung leider ihrem Namen alle Ehre.
Der Autorin bleibt am Ende nur noch zu wünschen, dass sie der, selbst als unangenehm empfundenen, Nestwärme bei der „bonjour tristesse“ entrinnen möge, in deren magischen Bann sie wohl nur durch die „suchtartige Verfallenheit an die Gruppe“46 geraten ist. Spätestens nachdem sie dann eine Anstellung bei einer Illustrierten der Boulevardpresse erhalten hat, wo ihre Fähigkeiten sicher geschätzt werden, wird auch endlich die Selbstausbeutung, hervorgerufen durch das D.I.Y.-Prinzip bei der „bonjour tristesse“, aufhören, womit sie endlich wieder nur von der Ausbeutung im kapitalistischen Normalwahnsinn betroffen sein wird. Ihr dabei viel Glück und Erfolg zu wünschen, wäre sicherlich verlogen.

Isabella Garcia Fernández

1 Siehe Bonjour tristesse Nr.l.
2 Siehe Adorno, Theodor W.: Der Essay als Form. In: Tiedemann, Rolf: Theodor W. Adorno – Gesammelte Schriften II, Band 11 : Noten zur Literatur, 3. Auflage, Frankfurt am Main 1990.
Siehe Schärf, Christian: Geschichte des Essays: von Montaigne bis Adorno, Göttingen 1999.
3 Schärf 1999, S.10.
4 Siehe Adorno, Theodor W. 1990, ebd..
5 Max Bense in seiner Schrift „Über den Essay und seine Prosa“, zitiert in Adorno 1990, ebd..
6 Siehe Schärf 1999.
7 Schärf 1999, S.274.
8 Siehe Adorno, Theodor W. 1990, Band 11. Siehe Schärf 1999.
9 Erhältlich im Infoladen der „Reilstraße78“ und einsehbar unter www.reil78.de.
10 Alles ganz nach dem Motto: Ein Freund von mir hat eine Tante und deren Sohn hat ihr erzählt, dass er dabei war als…
11 Hübner, Melanie: Rainin‘ in paradise. Bonjour tristesse Nr. 7.
12 Hübner, Melanie: ebd.
13 Hübner, Melanie: ebd.
14 Ja, auch das gab es.
15 Hübner, Melanie: ebd.
16 Hübner, Melanie: ebd.
Dabei hat das Ganze weniger mit „kollektivem Gedächtnis“ zu tun als mit verallgemeinernder Rhetorik. Wer in einem Text zu einem Vortrag (siehe Manfred Beier / Andreas Halberstädter: Ich ess‘ Blumen, Teil 1 und 2. In: bonjour tristesse Nr.l und 2.) Hitler und Göring als Tierrechtler vorstellt und zur zeitgenössischen Lage pauschalisierende Sätze schreibt wie „Der Mensch, den Marx befreit wissen wollte, ist bei Tierrechtlern also nicht länger Maß aller Dinge, d.h. Mittelpunkt des Strebens nach einer Gesellschaft, die sich durch die Assoziation freier Individuen auszeichnet.“ oder „Die Tierrechtsbewegung beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Gleichsetzung von Mensch und Tier […]“ oder „Der Veganismus ist wiederum die notwendige Konsequenz der antispeziesistischen Ideologie […]“ oder „Die Idee der Veganer, Tierrechtler und Erdenretter, sich im Geiste mit allerlei Kreaturen dieser Erde gemein zu machen, gar mit ihnen gemeinsam den Kampf gegen die Dekadenz der Waren produzierenden
Gesellschaft aufzunehmen, ist, wie jeder antizivilisatorischen Ideologie, der Impuls zum Pogrom immanent.“, muss sich nicht wundern, dass die Mehrheit seine Aussagen für bare Münze nimmt. Durch solche Verallgemeinerungen wird die Existenz von Tierrechtlern und Veganern, die nicht der Annahme folgen, dass Mensch und Tier gleich seien und die nicht den Holocaust durch einen Vergleich mit Legebatterien relativieren, schlichtweg geleugnet, womit alle Veganer und Tierrechtler im Licht der faschistischen Tierrechtstradition erscheinen, die letztendlich zum Pogrom führt. Was auch so in der Selbstreflexion der Reil78 formuliert wurde. Die Aussage von Melanie Hübner, dass in jenem Heft der Reil78 die Behauptung aufgestellt worden wäre, dass in einem von „no tears for krauts“ organisierten Vortrag alle Punks als Antisemiten bezeichnet wurden, ist schlichtweg falsch und zeugt von der Bereitschaft der Autorin zur Falschinformation. Hier von einem freudschen Versprecher auszugehen, würde wohl zu weit gehen.
17 Hübner, Melanie: ebd.
18 Hübner, Melanie: ebd.
19 Hübner, Melanie: ebd.
20 Siehe Adorno, Theodor W. : Minima Moralia. Frankfurt/ Main, 2003.
21 Hübner, Melanie: ebd.
22 Wie unterschiedlich dieses auch immer aussieht.
23 Hübner, Melanie: ebd.
24 Man beachte die Polemik zum Gartenzaun, in: Hübner, Melanie: ebd.
25 Siehe Hübner, Melanie: ebd.
26 Hübner, Melanie: ebd.
27 Hübner, Melanie: ebd.
28 Hübner, Melanie: ebd.
29 Hübner, Melanie: ebd.
30 Hübner, Melanie: ebd.
31 Hübner, Melanie: ebd.
32 Hübner, Melanie: ebd.
33 Adorno, Theodor W.: Aufforderung zum Tanz. In: Minima Moralia. Frankfurt/Main, 2003.
34 Hübner, Melanie: ebd.
35 Hübner, Melanie: ebd.
36 Hübner, Melanie: ebd.
37 Hübner, Melanie: ebd.
38 Hübner, Melanie: ebd. Grammatik im Original.
Dieser Satz wurde nur geschrieben, um den Wahnsinn beim Zusammenspiel von Lüge, Übertreibung und Verallgemeinerung, die als Technik immer wieder Eingang in Texte der erwähnten Gruppen finden, aufzuzeigen.
39 Hier noch ein weiteres Beispiel für Lügengebäude, die ersonnen werden, damit sich auch wirklich alles und jeder in das Konzept der Kritikerin einfügt: Jeder, der sich im Winter schon einmal in einem durchschnittlich isolierten und beheizten Bauwagen aufgehalten hat, weiß, dass dieser aufgrund des kleinen Raumvolumens eher einer Sauna gleicht und ganz und gar nicht zum Frieren anregt, wie die Autorin annimmt. Genauso hat eine Umfrage unter den Bauwagennutzern in der Reil78 ergeben, dass man das Nutzen eines Bauwagens weder als Gesellschaftskritik versteht, noch als „radical chic“ empfindet, wie von Melanie Hübner behauptet. Und so chic sind die Bauwagen ehrlich gesagt ja nun auch nicht. Vielmehr wurde dieser Weg entweder aus einem bestimmten Lebensgefühl oder aus der Not heraus eingeschlagen.
40 Siehe Bonjour tristesse Nr. 7.
41 Die bunte Landeshauptstadt. Bonjour tristesse Nr. 7.
42 Siehe Bonjour tristesse Nr. 7.
43 Ebd.
44 Adorno, Theodor W.: Antithese. In: Minima Moralia. Frankfurt/ Main, 2003.
45 Denn mit dialektischer Kritik hat dieser Artikel soviel zu tun wie Essig mit französischem Champagner.
46 Pohrt, Wolfgang, zitiert in: Hübner, Melanie: Rainin‘ in paradise. Bonjour tristesse Nr. 7.

„Es ist ein so altes Bestandstück der bürgerlichen Ideologie, daß jeder Einzelne in seinem partikularen Interesse sich besser dünkt als alle anderen …“

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