LA FAMILIA Y AMIGOS – Altin Village & Mine Festival II

lafamilia

FREITAG/FRIDAY
08.Mai.2009 – Leipzig @ UT Connewitz

UT Connewitz
Wolfgang-Heinze-Str. 12a
04277 Leipzig

LINE UP
24:00 sBACH [USA, Nevada City]
23:00 Grampall Jookabox [USA, Indianapolis]
22:00 Petethepiratesquid [D, Berlin | SE, Landskrona]
21:00 Radio Burroughs [D, Berlin]
20:00 Solemn League [D, Hamburg]

SAMSTAG/SATURDAY
09. Mai 2009 – Leipzig @ Conne Island

Conne Island
Koburger Straße 3
04277 Leipzig

LINE UP
24:00 The Robocop Kraus [D, Nürnberg]
23:00 FuckUisMyName [D, Köln]
22:00 Patterns [D, Köln]
21:00 Shokei [D, Würzburg]
20:00 Airpeople [D, Köln]

Aftershowtanz w/:
feinrausmarcel (kann records)
map.ache (kann records)

AIRPEOPLE
[D, Köln]

Ihr instrumentaler Bass-Gitarren-Schlag-und-Spiel-Zeug Post-Rock ist ganz arg zwecklos, gleichzeitig löst er nahezu jedes Problem und erinnert stark an französische Agenten-Schildkröten-Filme. Manche nennen das angenehm unkompliziert Unterhaltungsmusik, andere denken an die Straßen von San Francisco oder Chicago. Ein Vergleich mit den Battles wäre vielleicht etwas hochgegriffen, aber es erinnert schon an diverse Bands des 90er Jahre Chicago Post-Rock à la Tortoise oder Sea & Cake, auch an Polaris, kombiniert mit der Energie und Catchiness des britischen Post-Punk der frühen 80er Jahre.

FUCKUISMYNAME
[D, Köln]

Hinter FuckUisMyName verstecken sich Mitglieder von altbekannten Bands wie Eniac und Oliver Twist. Da trifft energiegeladener Post-Punk auf synthie-durchsetzten NoWave, vertrackt – geht aber trotzdem verdammt gut in die Beine. Dem Kenner der Materie fällt bei dem Sound sofort Les Savy Fav ein. Und Liebhabern dieser Band sei FuckUisMyName auch wärmstens ans Herz gelegt. Schön noisige Gitarren treffen auf catchy Hooks, von der Orgel werden die Songs unbarmherzig nach vorne getrieben. Ganz großes Tennis!

GRAMPALL JOOKABOX
[USA, Indianapolis]

So ungefähr könnte es klingen, wenn die Battles eine dreckige Rock´n Roll-Platte machen wollten oder wenn die Butthole Surfers auf die Dubber von Audio Active treffen. Beeindruckend und visionär, was David Adamson und Co hier machen unter dem Stern uralter Kosmologie, ein dunkles, hypnotisches Projekt mit intensiven, mal unter die Haut kriechenden, mal mit in die endlose Prärie reitenden Trommelbeats, der Geist des Dub reitet immer auch mit und der Spacedirtnoise auch und dann gibt es hier auch noch Querverweise zu dem Zwittersound von Subtle oder Clouddead. Sie driften bei allen Visionen, die sie in ihren Sound integrieren, nie weg ins Experimentelle, sondern zwingen einen mit auch noch ins Ohr gehenden Melodien zum Wieder und Wiederhören. So verblüffend, dieses Projekt hat mehr als verdient, gehört zu werden!

PATTERNS
[D, Köln]

„Dass es so was noch gibt, glaub ich nicht“ hört man die einen schon lautstark rufen, während die anderen versuchen zu beschwichtigen: „Gar nicht so ungewöhnlich.“ Das Thema: Die Existenz aktuell beeindruckender Bands aus dem Inland. Sind diese vielleicht doch gar nicht so rar gesät wie häufig angenommen? Was diese drei jungen Männer schon damals einte, war ihre gemeinsame Zukunftsvision: Band gründen, Liveshows ausarten lassen, ab und zu ein paar Platten veröffentlichen und vor allem jede Menge Spaß haben. Das Ergebnis lässt aufhorchen: Dem Postpunk sichtlich angetan und vom klassischen Hardcore beeinflusst, zappeln ihre Songs frenetisch drauf los. Der Blick für die Tanzfläche bleibt stets gewahrt. Dabei hat die Band in immer größerem Maße ihren eigenen Stil gefunden und wird – auch wenn die Jungs das vielleicht anders sehen mögen – häufig mit Q And Not U, Les Savy Fav oder aber auch Gang of Four verglichen.

PETETHEPIRATESQUID
[D, Berlin | SE, Landskrona]

Obwohl sie geschätzte 1000km auseinander wohnen. Petethepiratesquid sind die sweetesten Post-PunkerInnen hierzulande. Powervoller, abwechslungsreicher, und bei aller Komplexität immer rockender Sound zwischen Braid, Cap‘n Jazz, Spy Versus Spy und etwas Mitt-90er Screamo-HC. Dazu wunderbar harmonierende Male/Female-Vocals, schlaue persönliche Texte und wohltuendes Understatement.

RADIO BURROUGHS
[D, Berlin]

Was irgendwann einmal aus der (post) Hardcore- und Screamo-Sozialisierung der Beteiligten zusammengeschustert wurde, entwickelt sich zu Gitarrenpop, wie er im Jahre 2009 verdammt noch mal klingen sollte. Kanten wurden zu Gunsten von Groove und Eingängigkeit abgefeilt, ohne freilich dahinzuplätschern. Musikalische / emotionale Ausbrüche sind inzwischen rar, eher gezielt, aber umso effektiver gesetzt. Eingängige Melodien werden verspielt in Hirnwindungen verfrachtet, bevor der/die geneigte Rezipient/in broken bisquit sagen kann. Und erinnert sich eigentlich noch wer an den wunderbaren Sprechgesang von Life Whithouth Buildings. Sue Thomas? Bei aller Catchyness scheint uns das Ganze auch noch auf intelligente Art und Weise was sagen zu wollen – keine Selbstverständlichkeit in Zeiten von Indie2.0!

ROBOCOP KRAUS, THE
[D, Nürnberg]

Die wildesten Kerle kommen immer vom Land. Das war früher in der Schule schon so, als die rauen Bauersöhne die härtesten Fäuste hatten, und daran hat sich auch heute nichts geändert. The Robocop Kraus sind wild und Freaks, wohnen aber immer noch im beschaulich fränkischen Nürnberg. Ein Ort der wilden Kerle und der größten Entertainer, wie die Live-Sets der furiosen Fünf beweisen. In ihrem frühen Dress-Code zum Durchdrehen (Second Hand Anzug, Hemd und Krawatte) rocken sie schon bald halb Europa, die Staaten und Japan. Denn wie wild muss man eigentlich sein, um seinen Bandnamen aus dem Lieblingsfilm und dem Lieblingsentertainer, dem deutschen Elvis Peter Kraus zu kombinieren? Genau. Ziemlich wild. Deshalb spielen die vier Ur-Mitglieder Thomas Lang, Matthias Wend, Johannes Uschalt und Roman Maul 1998 auch noch in den wild-rockigen Bands Cyan und Maggat und gründen die Robos quasi nur als Ausgleichsband. Allerdings mit der Voraussetzung, dass jeder ein anderes Instrument spielt als in der Haupt-Band.

SBACH
[USA, Nevada City]

SBach ist das neue Projekt des Hella und The Advantage-Masterminds Spencer Seim, der hier die Pinball-Lofi-Attacken und die Spazzcore-Nervösität seiner Bands auch auf seinen Solosachen weiterführt und zelebriert.

SHOKEI
[D, Würzburg]

Mit ihrem fränkischen DC-Sound sind viele von uns durch etliche Releases und Deutschlandtourneen wahrscheinlich schon bestens vertraut. Unglaublich rhythmisch und direkt wirkt das Quartet. Und die Verspieltheit sowie ein sehr danciger Shellac-Sound zeihen sich durch die sechs trotzdem sehr vielseitigen Songs. Komplexität trifft Genialität und Gespür für catchy Arrangements, sperrige und doch unheimlich druckvolle und mitreißende kleine Perle mit Vocals. Live gut anzuhören und tanzbar auf Grund der netten Melodien in ihren Arrangements. Allesamt sind sie fitte Musiker und haben einen Sinn für das, was derzeit nicht angesagt ist. Ob von dem kleinen Kurort [Bad Bocklet bei Würzburg] an der Rhön tatsächlich bald wieder eine Bedrohung ausgehen wird, bleibt hier unkommentiert, aber tolle Musik reicht uns auch schon.

SOLEMN LEAGUE

[D, Hamburg]

Die Jungs von der Solemn League kommen aus Hamburg und Berlin. Sie spielen einen etwas catchigeren Sound bei dem man Mission Of Burma ebenso durchhört wie Minutemen oder Hot Snakes.