fahrräder vor reil78 demoliert

während des konzertes am vergangenem sonnabend in der reil78, mit u.a. thema eleven, wurden zwei fahrräder, die direkt vor dem eingang standen total demoliert. es handelt sich bei den fahrrädern um rote strike bikes, eines für damen und eines für herren. die motivation für diesen vorfall ist unklar. entweder hat irgendwer etwas gegen strike bikes oder es handelt sich um ein verhalten, ähnlich dem, wie es in der aktuellen bonjour tristesse, im beitrag „if the kids are united“ von dem punk-festival „force attack“ beschrieben wird, also dem unkontrollierten und hemmungslosen ausleben eigener triebe und der abwesenheit selbstregulativer mechanismen, die eine rücksichtnahme auf eine halbwegs friedliche koexistenz der individuen ermöglichen würden, bzw. beides in kombination miteinander. sehr traurig ist es, dass solches, wie auch immer motiviertes, verhalten an einem ort auftritt, der als irgendeine art von emanzipatorischer perspektive in der gegenwärtigen gesellschaft funktionieren soll. da solcherart vorfälle nicht zum ersten mal dort aufgetreten sind, muss sich auch hier gefragt werden, welcher vorschein auf ersehnte gesellschaftliche verhältnisse damit geboten wird.


4 Antworten auf “fahrräder vor reil78 demoliert”


  1. 1 Chasko 20. Januar 2009 um 18:30 Uhr

    Dass die „Force Attack“ Verhältnisse nicht auf das „Force Attack“ beschränkt sind, ist leider wahr; wenngleich es dort alles besonders ungefiltert zu Tage tritt. Auch wenn ich dachte, dass sowas in der R78 – und vor allem bei Chaisepartys – recht regelmäßig passiert (mein Rad wurde da auch schonmal zerlegt – war aber reparierbar), ist es schade, da das am Sa ja eine recht nette und eher ruhige, unprollige Party war. Aber wirkl. überraschend ist es doch wirklich nicht, dass dort Leute ihren Frust nicht kontrollieren können; erst recht unter Alkoholeinfluss!

  2. 2 prtn 20. Januar 2009 um 21:02 Uhr

    von einigen menschen wurde zwischenzeitlich die vermutung geäußert, dass dieser vorfall auf, wie auch immer identifizierte, sogenannte „antideutsche“ zurückzuführen sein könnte, da diese den besitz von strike bikes als ausdruck verkürzter kapitalismuskritik ansehen könnten.
    ich/wir, die wir schon seit vielen jahren besucher der r78 und ähnlicher projekte sind, ist so etwas bisher noch nicht passiert, obwohl wir von ähnlichen vorfällen natürlich schon gehört haben. insofern war es für uns schon irgendwie sehr überraschend.

  3. 3 ...alles Lüge 22. Januar 2009 um 13:49 Uhr

    Unser Fahrrad ist wie unsere Mitarbeiter: unverwüstlich, robust und überzeugend.

  4. 4 prtn 25. Januar 2009 um 20:31 Uhr

    leider trotzt auch die deutsche wertarbeit nicht roher deutscher gewalt.

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