Archiv für Dezember 2008

bonjour tristesse nr. 6

Bonjour Tristesse Nr.6 [3/2008]

  • Editorial
  • L – Eine Stadt sucht einen Mörder, Andreas Reschke und Mandy S. Dzondi über den konsensuellen Ruf nach Todesstrafe für „Kinderschänder“
  • If the kids are united, Manfred Beier über eine jährliche Pilgerreise tausender Punkrockfans, deren Vorstellung von Freiheit und die dafür in Kauf zu nehmenden Kollateralschäden.
  • Dokumentiert: Der lange Schatten … vom Nazi-Opa?, die “AG ‘No tears for krauts’ Halle” über die Fotoausstellung “Lange Schatten des 9. November?”.
  • Es geht um Israel. Israelsolidarität als Konsequenz materialistischer Kritik , Warum die Solidarität mit Israel unabdingbar ist und was sie mit einer kommunistischen Gesellschaftskritik zu tun hat, erläutert Philipp Lenhard.
  • „Treten, Schlagen, Werfen – und am Boden geht’s weiter“ , Interview mit dem Freefighter und Jungle-World-Mitherausgeber Jesse-Björn Buckler
  • Antikapitalistische Ökonomie. Über Fairen Handel und die Bedürfnisse seiner Kunden, Paul Desandren
  • Kurzmitteilungen: The same procedure… …as every day. Wahnsinn, Kuriositäten und Erfreuliches aus der Provinz. Irritierender Festakt, Arbeit ist das ganze Leben, Reliquien eines Antisemiten, Magdeburger Barbaren, Ein Provinzblatt und die Juden, Der Jude des Fastfoods, Nationaler Volkspolizist reloaded, Stimme und Faust der Nation
  • weihnachtsmassaker vs. hardcore supershow

    weihnachtsmassaker

    WEIHNACHTSMASSAKER in Kino La Bim: mit zach hill & human fly & velvetcondom + DJs on the 2.floor: Alan D./ Modul275/ DJ Promoe/ Senta Julien

    Zach Hill (Ipecac/ Anticon/ USA)

    Er ist die One-Man-Band Sensation der Gegenwart. Für Mike Patton (Ex-Sänger von „Faith no more“ Ipecac Rec.) hat er sein Debut-Album „Astrological Straits“ eingespielt, welches er bei nur zwei Konzerten in Deutschland live zelebrieren wird (eines davon bei uns). Zach Hill spielt Schlagzeug wie ein junger Gott, singt zu Trigger-pads und Effekten, die nur ein vierarmiger Mollusk auszulösen imstande ist. Sonst spielt er Schlagzeug bei der Band „Hella“ oder improvisiert mit Nels Cline und Joanna Newsom sowie „Mars Volta’s“ Omar Rodriguez-Lopez. Grenzüberschreitend ist dementsprechend sein Repertoire. Uns knistern schon die Fingernägel!

    Human Fly (La Croquette de l‘Espace)

    kommen vielleicht mit dem Raumschiff ins La Bim, zumindest aus Frankreich, um ihren Lieblingsfilmen aus den 50er und 60er Jahren ein Denkmal zu setzen. Wir reden von Science Fiction Filmen. So viele analoge Synthesizer wurden noch nie bei uns auf der bühne gesehen. Die Band spielt nur auf alten Korg und Moog Geräten, einzig der Schlagzeuger liefert den Beat dazu, denn wir wollen schliesslich elektromagnetisch tanzen. Human Fly sind mehr als grossartig!

    Velvetcondom (Berlin)

    Sie werden den Abend eröffnen. Wer wieder zu spät kommt, wird es leidlich bereuen. Wir werfen Begriffe wie scharfe Messer: Noir-Wave, Shoegaze, Dead-Mannequin-Pop! Das Duo Oberst P. Robot und Alice von Doll schlagen eine blutgefrierende Brücke aus den 80ern in die lectroinfizierte Gegenwart. Der perfekte Soundtrack für diesen Winter.

    Alan D. / Modul 275 / DJ Promoe / Senta Julien

    Auf einem weiteren Dancefloor erwarten euch Alan D. (Higherbeats) & Modul 275 (Higherbeats) DJ Promoe (Klangfarben 100) und Senta Julien. Das Line-up schreit nach einem schrillen Mix aus Deep-House, Oldskool-Beats und Micro-Electro.

    haveheart

    Nach langer Ebbe ist es mal wieder soweit, im Conne Island klingt die diesjährige Hardcore-Saison am 20. Dezember mit einem Wahnsinns-Package aus.
    Als Opener werden die aus Belgien stammende Band Jerusalem The Black mit ihrem düsteren und depressiven Hardcore und ihrem aktuellen Album „Stop The Future“ auf der Bühne stehen.
    Danach werden uns Goldkids aus Italien verzaubern, welche sich einerseits dem melodischen Oldschool widmen und anderseits mit ruhigen New School-Elementen auffahren.
    Außerdem werden an diesem Abend Cruel Hand aus Maine ihre Show machen. Die sich aus Outbreak und No Warning zusammengesetzte Band wird ihr aktuelles Album „Prying Eyes“, welches musikalisch an das 2007er Album „Without A Pulse“ anknüpft, bestehend aus einer schönen Ladung Oldschool, zum Besten geben.
    Die wohl meist geliebte und gleichzeitig verhasste Band aus Senftenberg, Something Inside, werden uns im Anschluss nun so kurz vor Weihnachten mit einem guten, glatten und soliden Oldschoolset beschenken.
    Carpathian sind eine in Australien bereits weitbekannte und gefeierte Hardcore-Band, welche sich 2003 in Melbourne gegründet hat. Ihr aktuelles Album „Isolation“ wird beschrieben als: „one of the most well written, free flowing and powerful hardcore releases of 2008“. Musikalisch können sie als eine Mischung aus Terror, Modern Life Is War, Give Up The Ghost und Comeback Kid beschrieben werden. Der rauhe Hardcore Sound á la Terror wechselt sich mit melodiösen oder schnellen Parts ab.
    Den Headliner werden Have Heart geben, die mit ihrem letzten Album „The Things We Carry“ Maßtäbe gesetzt haben. Es war klar, dass das daranknüpfende Album „Songs To Scream At The Sun“ heiß diskutiert werden wird. Die Einen finden es besser, die Anderen schlechter, jedoch kann eine musikalischen Weiterentwicklung festgestellt werden, die viele Bands nie ereilt. An diesem Abend kann sich gerne jeder selbst ein Bild machen, klar ist: live wird’s gut.

    Charlotte (CEE IEH 160)

    turbostaat im ut connewitz

    das SchubladenKonsortium lädt ein:
    Do 18.12. UT Connewitz
    doors: 20.00 – start: 21.00

    Turbostaat (d/Same Same But Different)

    Das T-Shirt zerschlissen, die Nadel in der rille-kratzen wo einst Töne waren und es hört einfach nicht auf zu kicken – Hits,Hits,Hits – zum fingerpointen, tanzen oder faust ballen. Mit einem Lächeln in der Visage, versteht sich: punk mit kopf und arsch – basta!

    ALIAS CAYLON (d/Redfield)

    treibender Emocore vermengt mit hymnischen Indierock ohne die Punkwurzeln vergessen zu lassen…ahoi!

    Vortrag: Im Zeichen der Krise – Massenwahn und gewaltförmige Vergleichung in der Warengesellschaft

    Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kritik und Krise“ im Conne Island in Leipzig.

    Die aktuelle Finanzkrise wird entweder hinsichtlich ihrer ideologischen Verarbeitung oder den zugrunde liegenden realökonomischen „hard facts“ betrachtet.
    Vor dem Hintergrund der Marxschen Wert- und Fetischkritik soll diese, auch in den meisten links-theoretischen Analysen enthaltene Aufspaltung, problematisiert werden, was eine Kritik alltagsreligiöser, somit fetischistischer Verschleierungen des „Finanzüberbaus“ unabdingbar macht. Die uns um die Ohren fliegende Warengesellschaft trägt das Moment der Krise wie das der Ideologie, die sich in der Krise bis zum Massenmord zuspitzen kann, von Anbeginn in sich. Materialistische Gesellschaftskritik muss, um ihrer Wirksamkeit willen, diese Zuspitzung als die schlimmste denkbare Entwicklung der kapitalistischen Gesellschaft begreifen. Nicht der Kommunismus, sondern die nationalsozialistische mörderische Krisenlösung ist in der Logik der Warengesellschaft angelegt. Befreiung vom Zwang ist nur über einen Bruch mit den grundlegenden Kategorien der bestehenden Gesellschaft denkbar.

    Vortrag und Diskussion mit Martin Dornis (Bündnis gegen Antisemitismus, Leipzig)
    16.12.09, 19.30 Uhr, HGB Festsaal,
    Wächterstr. 11

    classles kulla in leipzig

    classles kulla trägt vor:

    Entschwörungstheorien – Niemand regiert die Welt

    14. Dezember 2008, Café B12, Braustr. 20, 20 Uhr,

    Ist über Verschwörungstheorien nicht längst alles gesagt worden? Liegen denn nicht überall Bücher in den Auslagen der Geschäfte, die uns erklären, wie Verschwörungstheorien funktionieren?
    Nun ja, beantworten diese Bücher die wohl wichtigste Frage, warum welche Verschwörungstheorien unter welchen Bedingungen geglaubt werden? Oder erklären sie lediglich, wie die Verschwörungstheorien aussehen, während auf dem Umschlag groß die Worte „Freimaurer“ und „Illuminaten“ prangen? Ist es vielleicht doch nicht so einfach, Verschwörungstheorien in einen handlichen Sack zu stecken und beiseite zu legen?
    Konsequente Verschwörungstheorien, wie sie sich derzeit im Internet entfalten, können helfen einzusehen, daß praktisch alle Menschen beständig ihre Interessen verfolgen. Ideologisches Verschwörungsdenken – der Konspirationismus – dient hingegen politischen Gruppen dazu, sich selbst als uneigennützig und interessenfrei darzustellen, den verschwörerischen Feind jedoch der Verfolgung seiner Interessen und damit der Störung einer vermeintlich harmonischen Ordnung zu bezichtigen. Konspirationismus gedeiht am besten als Staatsideologie, wie vor allem an der deutschen Geschichte der vergangenen zwei Jahrhunderte zu zeigen sein wird.
    Der Autor wird den ihm zugänglichen Forschungsstand wiedergeben, als auch einige neue Thesen formulieren.

    1917: Anfang und Ende des Kommunismus?

    15. Dezember 2008, 20 Uhr, Conne Island, Koburger Str. 3

    Kommunismus als Schlagwort der allgemeinen Emanzipation – durch Überwindung der Klassengesellschaft und die Herstellung eines gleichen Zugangs zum gesellschaftlichen Reichtum – datiert schon zurück ins 19. Jahrhundert. Die Kommunistischen Parteien hingegen formieren sich unter diesem Namen erst im Jahr 1917 im revolutionären Rußland – und zwar als Vertreter einer ganz bestimmten Interpretation und ganz bestimmter Konsequenzen aus den Ereignissen dieses Jahres.
    In einer vergleichenden Betrachtung der sowjetischen, der anarchistischen und der bürgerlich-antikommunistischen Geschichtsschreibung wird zu untersuchen sein, ob sich die KP-Deutung aufrechterhalten läßt und inwiefern sich eine kommunistische Position in derselben Tradition verorten kann. Es wird der Frage nachgegangen, in welchem Maß sich das kommunistische Projekt heute auf historische Positionierungen, äußere Erscheinung und konkrete Politikformen der Kommunistischen Parteien beziehen läßt.
    Ist die Distanzierung von der Vergangenheit bequem oder konsequent? Gibt es eine Entscheidung zwischen Kommunismus als Ziel und kommunistischer Bewegung?

    HYPERAKTIONSTHEATERPARTY

    hyperparty

    13.12.2008. 20UHR. Reilstraße 78. Halle/ Saale

    theatre:
    ab 20 UHR „TEATA ZUCKEN“
    Forum- und Einmischtheater (BR)
    mit dem hyperact „in der disse“

    ab 24 UHR HYPERTALENTSHOW – BE HEIPER!!!!!!!!!!!!!!
    special
    „GRÜNE GANS“ (HAL) and maybe YOU ?

    concert:
    ab 21.30UHR
    ZENTRALHEIZUNG OF DEATH (ER)

    JAZZ ODER NIE (DD)

    console:
    DJane Kali avaaz (LE)
    DJane Lea Legrand (HAL)
    DJ Krumpe

    …………..cocktails, food, samba, movies, tea, tablesport, lyrics
    and heiper- surprises for AUTOSCOOTER………………

    Körpermodifikationen in BDSM und queerer Kultur – Kritische Gedanken zur Ethnisierung der Ästhetik und der Rassialisierung des Körpers

    eine Veranstaltung der Vortragsreihe queer_einsteigen
    Dr. Christian Klesse, Manchester
    Freitag, 12.Dez.2008, 14.15 Uhr, Hörsaal XV des Melanchthonianums, Uniplatz 1, Halle

    Techniken der Körpermodifikation wie z.B. piercing, tattooing, stretching, scarification, usw. spielten eine besondere Rolle in sex-positiven, schwulen, lesbischen, queeren und/oder BDSM Zusammenhängen lange bevor manche dieser Techniken populärer wurden. Studien zur jüngeren Geschichte der Körpermodifikation in westlichen Ländern gestehen lesbischwulen und BDSM erotischen Szenen durchaus eine VorreiterInnerolle zu. In BDSM und queeren Kontexten sind Körpermodifikationen oft Teil erotischer oder sexueller Praxis oder Darstel-lung. Für viele bestehen auch Anknüpfungspunkte zu Fragen der persönlichen Identität. Be-zugnahme auf ‚ethnisierte Praxen‘– auf rituelle Inszenierungen der Körpermodifikation oder kulturell spezifische Formen des Designs – sind oft explizit. Der Vortrag beschäftigt sich mit den vielfältigen Arten auf welche Körpermodifikationen als ‚transgressiv‘ beschrieben wer-den. Das Interesse gilt insbesondere den diskursiven Momenten, in welchen (queere) Grenz-überschreitung sich in ethnisierten oder rassialisierten Konnotationen präsentiert. Gegenwär-tige Körperkunst und radikale Körpermodifikation bedient sich oft aus dem Repertoire des Mythos vom ‚Primitiven‘, einem kolonialen und post-kolonialen imaginären Konstrukt, in welchem Körper und Sexualität mit ‚Race‘ verschmelzen. Die unachtsame Reproduktion neo-primitiven Gedankenguts verweist auf Grenzen hinsichtlich des progressiven Potentials ge-genwärtiger sex-radikaler queerer Bewegungen. Die Ethnisierung oder Rassialisierung des Transgressionsmodelles findet seine Fortsetzung auf der Eben der Queeren Theorie. Der Vor-trag führt mich somit von einer Diskussion bestimmter Praxen der Körpermodifikation zu ei-ner grundlegenden Kritik (queerer) Transgressionskonzepte.

    HRSTA vs. Corax-Party

    hrsta

    am 12.12.2008 im la bim HRSTA (Constellation, Can)

    Komatöse Visionen schneiden sich mit fragilen Tagträumen – aufwühlend, beängstigend, surreal.

    Mit ihrem Entwurf psychedelich angehauchten Postrock mit Country und Folk zu versehen und das Ganze mit hypnotischen Progelementen zu versetzen legt das quasi-Constellation/Montreal-All Starprojekt uns ihr nunmehr drittes Album vor und hat nichts an Tiefe verloren.

    Die Band um Mike Moya (Godspeed You! Black Emperor/Set Fire To Flames), Brooke Crouser (Jackie-O Motherfucker), Eric Craven (ebenfalls GY!BE) & Haris Newman (Esmerine, Sackville, Hangedup etc.) bringt so hymnisch, düstere Mollperlen mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Streichern instrumentiert. Sägen schwingen, Gesänge flirren gehaucht um sich dann in epischen Chorälen wiederzufinden – den Song als solchen jedoch nie aus den Augen verlierend. Für Freunde von Low, Grails, Songs Ohio & Black Heart Procession!

    Außerdem mit dabei an diesem Abend : Record Release von Eva Loft

    coraxmedienpreisparty

    Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und es darf mal wieder gefeiert werden. Andere tun dies unter angestrengtem Zelebrieren aufwendiger Demutsübungen oder lautstarkem Absingen merkwürdiger Weihnachtslieder.

    Wir nutzen die Gunst der Stunde für eine dicke Portion Selbstbeweihräucherung.

    Denn immerhin haben wir auch in diesem Jahr ein äußerst hörbares Programm gemacht, ein paar spannende Projekte durchgeführt, uns und das Radio ein paar Schritte weitergebracht und auch sonst jede Menge für die Weltrevolution getan.

    Deshalb: RUHM GELD LIEBE für uns alle und vor allem für die PreisträgerInnen des CORAX MEDIENPREISes 2008.

    Gefeiert wird am 12. Dezember ab 19:00 mit Sekt und Schnittchen im kleinen Kreise, ab 20:00 für die Massen. Kommt haufenweise zum gegenseitigen Schulterklopfen und Belobigen, und natürlich zum tanzen, trinken, essen und was sonst noch so dazugehört.

    Es erwartet Euch das CORAX-MEDIENPREIS-PARTY-Vorbereitungskomitee

    Veranstaltungsreihe „Natur, Geschlecht, Gesellschaft“.

    Die Vergegenständlichung gesellschaftlicher Verhältnisse im Subjekt – Natur und Geschlecht als Grenzbegriffe

    11. Dezember 2008, Conne Island, 19.30 Uhr
    Referentin: Micha Böhme

    Der Vortrag versucht eine Bestimmung von Natur und Geschlecht als Grenzbegriffe jenseits und zwischen Essentialismus und Dekonstruktivismus. Die Verdinglichung oder Materialisierung gesellschaftlicher Verhältnisse, die Karl Marx u.a. an der Ware aufzeigt, möchte Micha Böhme im Kontext der immer schon geschlechtsspezifischen Subjektbildung des Individuums diskutieren. Das unterwerfende und instrumentelle gesellschaftliche Naturverhältnis spiegelt sich in den Vorstellungen eines autonomen (männlichen) Subjekts wider. In der Subjektbildung wird menschliche Naturverhaftetheit und Vergänglichkeit vom Selbstbild abgespalten und mit Weiblichkeit assoziiert. Welche Implikationen hat das für feministische und gesellschaftskritische Naturvorstellungen? Was ist Natur? Konstrukt, Diskursprodukt oder unbestimmtes Etwas mit eigenen Gesetzen?

    PAS CHIC CHIC & UNWED SAILOR @ UT Connewitz/ DÄLEK & HRSTA@ Nato

    das SchubladenKonsortium & UT laden ein:

    Do 09.Dezember UT Connewitz
    doors: 20.00 – start: 21.00

    Unwed Sailor (us/Burnt Toast)

    Die Band um Kopf Johnathan Ford, 1998 gegründet, vereint in ihrer Version des (fast)instrumentalen Postrock ein weites Spektrum zwischen frickelig, rockigen Math-Rock Elementen, Spät/Mitt 90er Emo Einflüssen und sphärische Ambientflächen. Verankert ist das ganze in den unglaublich vielfältigen Harmonien die Ford & Co. ihren Instrumenten abtrotzen, zumeist in Moll schattiert, oft von Bass und Schlagwerk getrieben aber auch mal in Ruhe verharrend selten aber dann umso effektiver ausbrechend. Die Liste der Bands mit denen Ford bereits kollaborierte oder aus denen er seine Seeleute rekrutiert scheint unendlich, hier eine kleine Auswahl: Fleet Foxes, Pedro The Lion, Damien Jurado, Rosie Thomas, Ester Drang, Early Day Miners, Decahedron oder Mike Kinsella von Joan Of Arc.

    Pas Chic Chic (can/Semprini)

    Zum Ende des Jahres noch eine kleine heimliche Sensation:
    Geister werden sich scheiden denn Constellation goes Pop: Schlichte Brillanz oder übertriebener, anachronistischer Über-Pop?
    Das Quintett Pas Chic Chic aus Montreal beherbergt u.a. frühere Mitglieder von Cursed, Godspeed You! Black Emperor, Fly Pan Am, Set Fire To Flames, The Black Hand und Cobra Noir und fabriziert französischsprachige Songs, die durchaus cinematische Qualitäten haben und retrolastig Namen wie France Gall, Gainsbourg oder Brel ganz zwangsläufig in den Hinterkopf schießen lassen und doch den Glauben an die Rettung der abendländischen Popmusik vermuten lassen!
    Getrieben von einer flirrenden Farfisa-Orgel, Männlich/weiblichem Gesang, Trauer, Sehnsucht, retro-futuristischer Düsterkeit, epischen Bässen, wahnsinnigen Synthesizern, Drums und einem unwiederstehlichen Sinn für hedonistische Popsongs. Brilliant, Epochal – Stereolab? frühe Belle & Sebastian? Phil Spector? Scott Walker? Eine eklektische Soundmischung mit einem Fuß im Damals mit dem anderen in der Zukunft!

    das SchubladenKonsortium lädt ein:

    Mi 10.12. Nato
    doors: 20.00 – start: 21.00

    DÄLEK (us/Ipecac Records)

    MC Dälek & Oktopus(Producer) aka. Dälek fabrizieren massive Soundwände, fette Beats und polemisierenden Rapgesang – Musik zwischen Hip Hop, Noise, Ambient und Drone – das ganze mit einem tonneschweren Groove. My Bloody Valentine trifft Faust trifft OldSchool heroen wie KRS-1 oder Eric&Rakim!

    &

    HRSTA (can/Constellation)

    Ex-Godspeed You! Black Emperor/Jackie O-Motherfucker.Postrock mit hypnotischen Progelementen wird von Country und Folk-noir versezt. hymnisch, düstere Mollperlen mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Streichern instrumentiert. Sägen schwingen, Gesänge flirren gehaucht um sich dann in epischen Chorälen wiederzufinden. File under: Low, Grails, Songs Ohio & Black Heart Procession!